Im September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die Umfragen vor der Wahl weisen die AfD als deutliche Favoritin aus. Die neunte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Nach Angaben der Landeszentrale für politische Bildung sind 2026 rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bei der Landtagswahl dürfen alle Deutschen abstimmen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz in dem Bundesland haben und nicht vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen sind. Wie bei Wahlen üblich, werden auch in Sachsen-Anhalt im Vorfeld diverse Umfragen von verschiedenen Meinungsforschungsinstituten durchgeführt. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung werden diese Wahlumfragen in der Regel von unterschiedlichen Fernsehsendern, Tageszeitungen und Onlinemedien in Auftrag gegeben. Welche Partei passt zu Ihnen? Wahl-O-Mat für die Sachsen-Anhalt-Wahl 2026 ist online Umfragen bilden keine Prognosen vor der Sachsen-Anhalt-Wahl ab Die Umfragen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt geben zum Zeitpunkt der Erhebung Aufschluss darüber, welche Tendenz sich für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt abzeichnet. Eine genaue Prognose hinsichtlich der Ergebnisse lässt sich aus den Umfragen jedoch nicht ableiten. Sie bilden nur einen Wahltrend ab und liefern Anhaltspunkte, wie die einzelnen Parteien im aktuellen Wahlkampf punkten können. Sachsen-Anhalt: Ergebnisse der Wahlumfragen im Überblick Im Vorfeld der Wahlen werden immer wieder Ergebnisse der Wahlumfragen veröffentlicht. Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt die als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD Sachsen-Anhalt in der aktuellen Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Pollytix auf 43 Prozent der Stimmen. Laut der Umfrage im Auftrag der Organisation Campact für den 12. August würde die CDU mit Spitzenkandidat Sven Schulze bei der Sachsen-Anhalt-Wahl 23 Prozent erreichen. Als drittstärkste Kraft kommt die Linke auf 13 Prozent, während die SPD sieben Prozent und Grüne fünf Prozent der Stimmen erhalten. Das BSW mit vier Prozent und die FDP mit zwei Prozent wären nach den aktuellen Umfrageergebnissen nicht im Parlament vertreten. Für die neue Umfrage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt wurden den Angaben zufolge 2.604 Wahlberechtigte im Zeitraum vom 3. bis zum 8. August telefonisch und online befragt. Ferner haben sich rund 13 Prozent der Wählerinnen und Wähler noch nicht entschieden, welcher Partei sie am Wahlsonntag ihre Stimme geben wollen. Aktuelle Umfrage vor der Sachsen-Anhalt-Wahl 2026 Aufgrund der Daten in der aktuellen Umfrage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt sieht Campact bei der Gruppe der unentschlossenen Wähler ein "erhebliches Potenzial für die demokratischen Parteien", wie Vorstand Felix Kolb der Nachrichtenagentur dpa sagte. "Noch ist nichts entschieden: Eine AfD-Regierung ist kein Automatismus in Sachsen-Anhalt." Die Organisation hat sich die Stärkung der Demokratie, den Einsatz für soziale Gerechtigkeit und den Umwelt- und Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. Sie organisiert regelmäßig auch Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Insa-Umfrage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt Die vorherige Umfrage zur Sachsen-Anhalt-Wahl 2026 wurde vom Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag der "Bild" für den 10. August 2026 durchgeführt. In dieser Erhebung legt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD Sachsen-Anhalt um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 42 Prozent. Damit hätte die Partei, wenn heute die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wäre, fast doppelt so viel Zustimmung wie die CDU. Rückschlag für CDU in neuer Insa-Umfrage für Sachsen-Anhalt Die Christdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten und amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze stehen derzeit bei 22 Prozent und haben im Vergleich zur vorherigen Umfrage zwei Prozentpunkte verloren. Die Linke büßt einen Prozentpunkt ein, bleibt aber mit 13 Prozent die drittstärkste Kraft. Derweil müssen gleich vier Parteien bangen, dass sie den Sprung in den Landtag in Magdeburg überhaupt schaffen. Denn die SPD legt in der neuen Umfrage zwar einen Prozentpunkt zu, kommt aber nur auf sechs Prozent. Auch das BSW schafft aktuell die Fünfprozenthürde mit einer Punktlandung von fünf Prozent, während Grüne und FDP mit je vier Prozent den Einzug ins Parlament verpassen würden. Umfrage vor Sachsen-Anhalt-Wahl: AfD mit deutlichem Vorsprung Eine weitere Umfrage zur Sachsen-Anhalt-Wahl 2026 wurde von Infratest dimap im Auftrag der Sender MDR und WDR sowie der "Mitteldeutschen Zeitung" (MZ) und der "Volksstimme" für den 30. Juli 2026 durchgeführt. Auch diese Umfrage sieht die AfD in Sachsen-Anhalt auf einem Rekordhoch . Die Partei mit dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund steht bei 41 Prozent und verzeichnet einen deutlichen Vorsprung auf die CDU, die auf 24 Prozent kommt. Als drittstärkste Kraft erhält die Linke bei der Umfrage zur Landtagswahl 13 Prozent. Laut der Umfrage kann die SPD sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Grünen erhalten fünf Prozent und das BSW vier Prozent. Die sonstigen Parteien inklusive der FDP stehen insgesamt bei sechs Prozent. Erhält eine Partei in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit? Da mehrere kleinere Parteien in den Umfragen im Bereich der Fünfprozenthürde liegen, können bereits geringe Abweichungen entscheidend dafür sein, wie sich die Sitzverteilung und damit die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Landtag nach der Sachsen-Anhalt-Wahl gestalten. Deshalb stellt sich die Frage, welche Parteien eine neue Regierung bilden könnten. Nach den aktuellsten Umfrageergebnissen könnte die AfD in Sachsen-Anhalt nicht allein regieren, sie hätte keine absolute Mehrheit im Parlament, um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in den ersten beiden Wahlgängen zum Ministerpräsidenten zu wählen. Erster AfD-Ministerpräsident nach Landtagswahl in Sachsen-Anhalt? Im dritten Wahlgang reicht dann eine einfache Mehrheit der Stimmen für die Wahl des Ministerpräsidenten. Wer in Sachsen-Anhalt regieren kann, hängt entscheidend davon ab, wie viele Parteien neben AfD, CDU und Linken ins Parlament einziehen. Die SPD liegt seit Wochen knapp über der Fünfprozenthürde. Bangen um den Einzug müssen den Umfragen zufolge vor allem Grüne, FDP und BSW. Wenn Grüne und FDP allerdings in den Landtag in Magdeburg einziehen würden, hätte es die AfD ungleich schwerer, das Ministerpräsidentenamt für sich zu beanspruchen. Radikal rechts: Mit diesem Programm will die AfD Deutschland erschüttern Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Wie verlässlich sind Umfragen? Mit der Aussagekraft und dem möglichen Einfluss von Wahlumfragen hat sich unter anderem die Forschungsgruppe Wahlen beschäftigt. Das Institut macht darauf aufmerksam, dass die sogenannte Sonntagsfrage zunächst nur die aktuelle politische Stimmung widerspiegelt und nicht unbedingt die spätere Stimmabgabe auf dem Wahlzettel prognostiziert. Umfragewerte können dennoch die Wahlentscheidung prägen. Eine gemeinsame Studie der Universitäten Potsdam und Wien hat ausgewertet, dass vor allem Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheitern könnten, am Ende auch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, tatsächlich nicht ins Parlament einzuziehen. Eine genaue Vorhersage wird außerdem dadurch erschwert, dass die Antworten der Befragten ihre tatsächlichen Einstellungen nicht immer unverfälscht wiedergeben. Darüber hinaus legen sich immer mehr Wählerinnen und Wähler erst kurz vor der Wahl auf eine Entscheidung fest.