Lucas Trejo: Fußballer verliert Familie bei Erdbeben
Die Frau und die beiden kleinen Kinder von Fußball-Profi Lucas Trejo sind bei der Erdbeben-Katastrophe in Venezuela ums Leben gekommen.
Mehr als drei Tage lang suchten Helfer in den Trümmern, nun herrscht traurige Gewissheit: Die Ehefrau und die beiden Kinder des argentinischen Fußball-Profis Lucas Trejo (38) sind bei der Erdbeben-Katastrophe in Venezuela ums Leben gekommen. Yanina Maranella sowie der siebenjährige Aarón und die fünfjährige Ainhoa wurden laut übereinstimmenden Medienberichten tot geborgen.
Der Verein Deportivo La Guaira kondolierte dem Spieler am Sonntag in einer Mitteilung auf Instagram. Man teile den Schmerz des Spielers über den „traurigen Tod“ seiner Partnerin und seiner Kinder, heißt es darin. Auch der frühere Fußballer Edson Tortolero (54), der sich seit dem Unglück an der Suche nach Überlebenden beteiligt hatte, meldete sich in seiner Instagram-Story zu Wort. Die Leichen der Angehörigen seien gefunden worden, schrieb er und bat darum, der Familie größtmöglichen Respekt entgegenzubringen.
Als am 24. Juni gleich zweimal innerhalb weniger Sekunden die Erde bebte, war Trejo nicht zu Hause. Der Verteidiger hielt sich mit seinem Klub Maritimo La Guaira in der Hauptstadt Caracas auf, wo tags darauf ein Pokalspiel angesetzt war. Seine Familie aber befand sich in der Wohnanlage Cumanagoto in Playa Grande, einem Küstenort rund zwölf Kilometer nördlich von Caracas. Das Gebäude stürzte vollständig ein.
Auch ein weiterer Fußballer trauert
Trejo ist nicht der einzige Fußballer, der einen schweren Verlust verkraften muss. Auch Héctor Bello (28) verlor seine Ehefrau Andrea bei der Katastrophe. Sie starb, als sie die gemeinsame einjährige Tochter Alana vor den herabstürzenden Trümmern schützte. In einer bewegenden Botschaft auf Instagram würdigte Bello sie als „tapfere Frau“, die ihr Leben für das Kind gegeben habe. Zahlreiche weitere Nachwuchsfußballer kamen bei dem Unglück ums Leben.
Mindestens 1.450 Tote nach zwei schweren Beben
Das Land im Norden Südamerikas war am Abend des 24. Juni von zwei heftigen Erdstößen der Stärke 7,5 und 7,2 erschüttert worden, die im Abstand von weniger als einer Minute auftraten. Unzählige Gebäude stürzten ein, auch in Caracas wurden Straßen und der Flughafen beschädigt. Die offizielle Zahl der Todesopfer bezifferte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, auf 1.450, rund 3.200 Menschen wurden demnach verletzt. Zehntausende Menschen gelten weiter als vermisst.
Auch fünf Tage nach der Katastrophe läuft die Suche nach Überlebenden weiter. Rund 30.000 venezolanische Einsatzkräfte sowie etwa 2.700 Rettungsexperten aus 24 Ländern sind im Einsatz. Es wird mit vielen weiteren Toten gerechnet.