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Heute vor 300 Jahren: Wie ein Thronfolger nach Österreich floh

Der erste russische Zar, der sich Imperator nannte, war Peter der Große. Er gelangte nicht nur durch Kriege, radikale Reformen und den Aufbau der neuen Hauptstadt Sankt Petersburg zu Ansehen. Gefürchtet war auch sein unbeugsamer Charakter. Er arbeitete unermüdlich, verlangte das gleiche von seinen Getreuen und war grausam in seinem Zorn. Wer seinen Unmut erregte, lief Gefahr, mit Schlägen oder sogar der Hinrichtung bestraft zu werden. In Ungnade des Imperators zu fallen, fürchteten alle – selbst seine Familie.

Ein verhasster Sohn

Zu denen, die dauerhaft die Gunst Peters des Großen verloren hatten, zählte dessen erstgeborener Sohn, der 1690 auf die Welt gekommene Alexei. Als Kind einer ungeliebten Frau, die Peter ins Kloster verbannen ließ, wuchs er in Moskau heran, weit weg von seinem Vater. Er lebte dort die ersten 19 Jahre seines Lebens in einem aristokratischen Milieu, in dem Skepsis gegenüber den Petrinischen Reformen vorherrschte. Der Imperator befahl seinem Sohn immer wieder, Aufgaben auszuführen, etwa Moskau für den Fall einer Invasion der Schweden aufzurüsten. Zufrieden mit den Ergebnissen war er jedoch nie. Er habe seinen Sohn dafür nicht nur getadelt, sondern ihn auch „mit einem Stock geschlagen“, bekannte der Zar.

Der Zarewitsch fürchtete seinen Vater sehr. Die Angst war so groß, dass sich Alexei, als Peter ihn prüfen wollte, lieber durch einen Schuss in die Hand verletzte, als zur Prüfung erscheinen zu müssen und sie möglicherweise nicht zu bestehen. Peter verachtete seinen Sohn. Er konnte ihn keinesfalls als seinen Thronfolger akzeptieren.

Flucht statt Kloster

Der Zarewitsch Alexei fürchtete seinen Vater sehr. Foto: RIA Novosti

Alexei blieb dennoch der rechtmäßige Thronfolger Peters des Großen. Dem Zaren war er eine große Last, vor allem als seine zweite Frau, die künftige Zarin Katharina I, einen weiteren Sohn zur Welt brachte.

Im gleichen Jahr übermittelte Peter der Große, so schreibt der Historiker Michail Ryschenkow, Alexei öffentlich einen Brief, in dem er ihm vorwarf, „seinen staatlichen Pflichten nicht nachzukommen“, und in dem er ihm drohte, ihn von der Thronfolge auszuschließen. Der in Angst versetzte Alexei antwortete seinem Vater, er sei bereit, freiwillig auf die Krone zu verzichten und in ein Kloster zu ziehen. Schließlich aber floh er nach Europa, wo er sich zunächst in Österreich niederließ.

Nach Österreich und zurück

Der Reichsvizekanzler der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Friedrich Carl von Schönborn erinnerte sich, wie der geflüchtete russische Zarewitsch im November 1716 bei ihm vorsprach und ihn anflehte, Kaiser Karl VI. möge ihm Asyl in Österreich gewähren: „Möge er mein Leben retten, man möchte mich umbringen“. Der österreichische Monarch willigte ein. Alexei diente von nun an, so schreibt Ryschenkow, als Schachfigur im politischen Spiel.

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Alexei lebte mit seiner Geliebten Jefrosinja, einer ehemals leibeigenen Bäuerin, zunächst in der Tiroler Festung Ehrenburg, danach zog das Paar weiter nach Neapel. Dort machte ihn der erfahrene Diplomat Pjotr Tolstoi, ein Gesandter Peters des Großen, im Mai 1717 ausfindig. Er überreichte ihm ein Schreiben des Zaren. In diesem versprach Peter seinem Sohn: „Du hast keine Strafe zu erwarten. Ich werde Dich mit aller erdenklichen Liebe empfangen, wenn Du meinen Wunsch erfüllst und zurückkehrst“.

Alexei lehnte voller Furcht vor seinem Vater ab. Da bestach Tolstoi einen österreichischen Beamten. Dieser richtete Alexei fälschlicherweise aus, Kaiser Karl sei bereit, ihn auszuliefern. Alexei sah keinen Ausweg mehr und willigte ein.

„Möge Gott uns ein Leben auf dem Land schenken“

Anfangs verkündete Peter tatsächlich, er werde sich mit dem Zarewitsch aussöhnen, wies ihn aber zugleich an, für sich und seine Nachkommen auf den Thron zu verzichten. Alexei verzichtete gerne. „Zum Glück wurde mir das Erbe entzogen“, schrieb er Jefrosinja. „Möge Gott uns ein zufriedenes Leben auf dem Land schenken.“

Alexeis Träume sollten sich nicht verwirklichen. Man leitete Ermittlungen wegen seiner Flucht nach Österreich gegen ihn ein. Er wurde beschuldigt, einen Komplott gegen Peter geplant zu haben. Jefrosinja, seine Geliebte, belastete den Zarewitsch in einem Verhör. Alexei selbst legte, nachdem er gefoltert wurde, ein umfassendes Geständnis ab. Man verurteilte ihn zum Tode mit der Begründung, er habe „nicht nur mit Unterstützung durch Aufständische, sondern auch mit ausländischer Hilfe“ versucht, Peter vom Thron zu stoßen. Im Juni 1718 starb der Zarewitsch im Gefängnis noch vor Vollstreckung des Urteils.

Verschwörer oder Opfer?

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Inwieweit die Aussagen Jefrosinjas und Alexeis über dessen Beteiligung an einer Verschwörung der Wahrheit entsprachen, ist bis heute ungeklärt. Fest steht, dass sie durch Folter erzwungen wurden. Weitere Beweise für Alexeis Schuld gibt es nicht. Michail Ryschenkow zweifelt sie deshalb an: „Dass Alexei in Wien als wichtige Figur im politischen Spiel betrachtet wurde, bedeutet keinesfalls, dass der Zarewitsch dort bewaffnete Verstärkung für die Entmachtung seines Vaters suchte.“

Wahrscheinlich nutzte Peter die Flucht Alexeis nach Österreich als Gelegenheit, um sich endgültig seines unbequemen Sohnes zu entledigen. Das Schicksal wollte es, dass dennoch keine Ruhe in die Zarendynastie einkehren sollte: Peter der Große starb 1725, noch bevor er einen Thronfolger ernannt hatte. Bis 1801 versank das Haus Romanow in Palastrevolutionen.





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