Flughafen Manchester: „Mayday!“: Ryanair-Flug wäre beinahe in einem Unglück geendet
Im Oktober 2025 wäre es in Großbritannien fast zu einer Katastrophe gekommen: Einer Ryanair-Maschine drohte bei schwierigen Wetterverhältnissen der Treibstoff auszugehen.
Eine Ryanair-Maschine ist während eines Sturms in Großbritannien nur knapp einer Katastrophe entgangen. Die Boeing 737 mit 171 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern landete am 3. Oktober 2025 in Manchester – mit nur noch 363 Kilogramm Treibstoff an Bord. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der britischen Flugunfallbehörde AAIB hervor. Diese Menge hätte laut Medienberichten nur noch für wenige Minuten gereicht.
Der Flug FR3418 sollte ursprünglich von Pisa nach Glasgow gehen. Der Sturm „Amy“ sorgte jedoch für außergewöhnlich schwierige Wetterverhältnisse in Großbritannien. Bei zwei Landeversuchen in Glasgow löste eine Warnung wegen sich schnell ändernder Windgeschwindigkeit und -richtung aus. Beide Male mussten die Piloten die Landung abbrechen und durchstarten.
Ryanair-Maschine musste dreimal durchstarten
Schließlich baten die Verantwortlichen im Cockpit um eine Umleitung nach Manchester. Dieses Ziel hatten sie schon vor dem Abflug als Alternative ins Auge gefasst, da dort die Wetterverhältnisse etwas besser waren. Doch die Anfrage wurde zunächst abgelehnt. Laut AAIB kam es innerhalb des Flughafens zu einer Kommunikationspanne. Die Maschine flog deshalb weiter nach Edinburgh.
Auch dort verhinderten die unberechenbaren Winde die Landung. Zu diesem Zeitpunkt verschärfte sich die Treibstoffsituation erheblich. Die Piloten entschieden sich schließlich für Manchester und setzten einen Notruf ab: „Mayday Mayday Mayday.“ Laut Bordcomputer sollten sich bei der Landung in Manchester nur noch weniger als 300 Kilogramm Kerosin im Tank befinden. Vorgeschrieben ist eine Reserve von 1101 Kilogramm. Insgesamt befand sich das Flugzeug eine Stunde und 45 Minuten länger in der Luft als geplant.
Die Maschine sei sicher in Manchester gelandet, stellte die AAIB in ihrem Untersuchungsbericht fest. Im Falle einer weiteren abgebrochenen Landung hätte der Treibstoff aber wahrscheinlich nicht ausgereicht.
Quellen: Untersuchungsbericht der AAIB, „Independent“