Gerichtsverhandlung: Lange Haftstrafen im Prozess um Erfurts Riesen-Meth-Küche
Sie ließen in einer Erfurter Drogenküche große Mengen Crystal Meth produzieren - und handelten auch mit reichlich Cannabis. Wie das Landgericht Erfurt über die Drogenbande urteilte.
Im Prozess um ein riesiges Drogenlabor in Erfurt sind die drei Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer sollen nach Entscheidung des Landgerichts jeweils Gesamtfreiheitsstrafen von 6 Jahren, 13 Jahren und 6 Monaten sowie 14 Jahren verbüßen. Sie hatten sich im Prozess überwiegend und weitgehend geständig gezeigt.
Die Angeklagten haben sich laut Urteil unter anderem in mehreren Fällen des Handels mit Cannabis und mit anderen Drogen im großen Stil schuldig gemacht - beziehungsweise der Beihilfe dazu. Teils hätten sie als Bande agiert. Es ging um einen Zeitraum von etwa Mitte 2020 bis Februar 2022. In einer professionell eingerichteten großen Drogenküche in Erfurt sollen mindestens 40 Kilogramm Methamphetamin produziert worden seien - bekannt als Crystal Meth.
Jeweils 6 Monate der Haftstrafen gelten bereits als vollstreckt. In das Strafmaß eingeflossen sind auch Urteile aus einem früheren Drogen-Prozess gegen die Männer. Die Staatsanwaltschaft hatte im aktuellen Prozess etwas längere Gesamtfreiheitsstrafen gefordert, die Verteidiger kürzere. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.