Drogen-Kriminalität: Razzia gegen Drogen-Labore - Festnahmen
Razzia in NRW und den Niederlanden: Hunderte Einsatzkräfte stürmen Wohnungen und Lagerhallen. Im Visier: Drogen-Chemikalien und Drogen-Labore.
Bei einer deutsch-niederländischen Razzia gegen Drogen-Labore hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Spezialeinheiten, hätten zehn Objekte in Nordrhein-Westfalen und drei in den Niederlanden durchsucht, teilte die Polizei mit.
Zahlreiche Verdächtige festgenommen
Drei mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden in NRW und den Niederlanden festgenommen und darüber hinaus noch mehrere weitere, die vor Ort angetroffen wurden, sagte ein Polizeisprecher.
Die Ermittlungen richten sich gegen neun deutsche und niederländische Verdächtige. Ihnen wird vorgeworfen, seit vergangenem Jahr Grundstoffe für die illegale Herstellung von Amphetamin im Tonnenbereich beschafft und mehrere Amphetamin-Labore betrieben zu haben.
Europol und Bundeskriminalamt beteiligt
Durchsucht wurden neben Wohnungen, etwa in Erkelenz auch mutmaßliche Produktionsstätten, darunter zwei Lagerhallen in Kaldenkirchen und Niederkrüchten im Kreis Viersen. Dort wurde auch eine scharfe Pistole entdeckt.
Wegen der Chemikalien seien die Feuerwehr und Spezialisten des Landeskriminalamts hinzugezogen worden. Die Ermittler hätten umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter auch die mutmaßlich zur Drogenproduktion genutzten Stoffe.
An den Maßnahmen der Ermittlungskommission „Awari“ seien am Mittwochmorgen Europol, Landeskriminalamt und Bundeskriminalamt beteiligt gewesen.