Wetter: Diese Karten zeigen, wo es in Europa aktuell besonders heiß ist
Rekordtemperaturen, Hitzewarnungen und Waldbrände: Die Hitzewelle bringt Europa an seine Grenzen. Unsere Wetterkarten zeigen die Lage in den betroffenen Ländern.
Europa ächzt unter der Hitzewelle. Während in vielen Regionen die Thermometer deutlich über die 30-Grad-Marke klettern, kämpfen einige Länder zusätzlich mit den Folgen von Trockenheit und Waldbränden. Unsere interaktiven Wetterkarten zeigen, wo die Hitze derzeit besonders intensiv ausfällt.
Karten zeigen das Wetter in Europa
Wer einen Überblick behalten möchte, wo es aktuell besonders heiß ist oder wo die Temperaturen wieder etwas angenehmer werden, kann sich auf den hier eingebetteten Wetterkarten informieren. Die interaktiven Grafiken zeigen die Wetterlage in mehreren europäischen Ländern in Echtzeit. Über den Zeitstrahl am unteren Rand lässt sich zudem die Vorhersage für die kommenden Stunden und Tage abrufen. Oben rechts kann die Darstellung auf weitere Wetterphänomene wie Gewitter, Regen oder Schnee umgestellt werden.
Italien
In Italien hält die Hitzewelle unvermindert an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden auch in den kommenden Tagen Temperaturen von mehr als 35 Grad erwartet. Deshalb wurde für sieben größere Städte die höchste Warnstufe ausgerufen. Neben der Hauptstadt Rom sind auch beliebte Reiseziele wie Florenz, Bologna und Turin betroffen. Für das Mittelmeerland ist es bereits die dritte Hitzewelle in diesem Jahr.
Frankreich
Auch Frankreich ächzt unter der Hitze. Große Teile des Landes befinden sich in der dritten Hitzewelle innerhalb von nur zwei Monaten. Für mehr als ein Drittel der Bevölkerung galt am Sonntag die höchste Warnstufe. Nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France waren rund 26 Millionen Menschen in 37 Départements betroffen. In weiten Teilen des Landes wurden deutlich mehr als 30 Grad gemessen, örtlich stiegen die Temperaturen sogar auf etwa 40 Grad.
Die Auswirkungen der Hitze sind bereits deutlich zu spüren: In Paris schlossen Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm vorzeitig am Nachmittag. Zudem wurde erstmals in der Geschichte der Tour de France eine Etappe aufgrund der hohen Temperaturen verkürzt.
Spanien und Portugal
Besonders dramatisch ist die Lage im Süden Spaniens. In Andalusien wütete ein großer Waldbrand, bei dem mindestens 13 Menschen ums Leben kamen, weitere Personen gelten als vermisst. Die Behörden teilten mit, dass sich die Situation inzwischen stabilisiert habe. Schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit erleichtern die Löscharbeiten.
Im Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar, rund 70 Kilometer nordöstlich von Almería, waren weiterhin etwa 500 Feuerwehrleute, Soldaten und weitere Helfer im Einsatz. Nach offiziellen Angaben wurden insgesamt rund 7000 Hektar Wald- und Buschland zerstört.
Griechenland und Türkei
In Griechenland sorgen die hohen Temperaturen immer wieder für gefährliche Situationen. In den vergangenen Jahren kamen während Hitzewellen mehrfach Touristen ums Leben. Besonders Wanderungen in der Mittagshitze werden häufig unterschätzt. Während die Temperaturen im Schatten auf etwa 37 Grad steigen, kann es in der direkten Sonne sogar bis zu 60 Grad heiß werden. Ärzte warnen deshalb vor einer schnellen Dehydrierung und einem erhöhten Risiko für einen Hitzschlag – insbesondere bei älteren Menschen.
Großbritannien
Auch Großbritannien hat zuletzt unter der Hitzewelle gelitten. Zahlreiche Schulen blieben zeitweise geschlossen oder verkürzten den Unterricht. Mehrere Bahnunternehmen riefen dazu auf, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.
Die eingebetteten Karten stammen vom Wetterdienst Windy.com. Für ihre Darstellungen und Prognosen nutzen die Betreiber das Modell des „Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage“. So lässt sich die aktuelle Wetterlage in Europa nahezu in Echtzeit verfolgen.