Umzug: LKA warnt vor überteuerten Nachsendeaufträgen im Internet
Online-Anbieter verlangen für Nachsendeaufträge teils über 100 Euro, die Aufträge geben sie an die Post weiter. Wer direkt bei der Post bucht, zahlt deutlich weniger.
Wer nach einem Umzug einen Nachsendeauftrag für seine Post einrichtet, sollte genau hinschauen: Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale warnen vor Preisfallen von Online-Firmen. Diese würden einen Nachsendeauftrag von teilweise mehr als 100 Euro für eine Laufzeit von sechs Monaten anbieten, hieß es in der Mitteilung. Der entsprechende Nachsendeservice der Post koste bei einer Online-Beauftragung 31,90 Euro.
Die Online-Firmen, deren Internetseiten den Eindruck eines Angebots der Deutschen Post erweckten, führten die Nachsendungen nicht selbst durch, sondern leiteten den Auftrag lediglich an die Deutsche Post weiter. In den bislang bekanntgewordenen Fällen in Rheinland-Pfalz wurden der Mitteilung zufolge etwa die Internetseiten „nachsendeauftrag.services“ und „nachsendung.online“ genutzt.
Laut früheren Angaben der Deutschen Post landen jährlich etwa 350.000 Nachsendeaufträge bei den sogenannten Drittanbietern. Die Post müsse diese weitergeleiteten Aufträge wegen einer gesetzlichen Pflicht annehmen. Ansonsten gebe es keine Verbindungen zu diesen Firmen.