Musik für die Autobahn: Ferienzeit! Die besten Auto-Songs für die Urlaubsfahrt – und den Stau
Von den Beatles bis zu Elton John, vom Start bis zum Stau: Der ultimative Soundtrack für eine relaxte Urlaubsfahrt – auch dann, wenn es keinen Zentimeter mehr vorwärtsgeht.
Wenn in den einzelnen Bundesländern die Sommerferien anbrechen, schwingen sich die Deutschen in ihre Blechkisten und schwärmen auf die Autobahnen aus. Seit Jahrzehnten gehört es zu unseren festen Erholungsritualen, uns noch einmal richtig Stress zu geben – im Stau, beim Schlangestehen auf der Autobahntoilette, bei waghalsigen Überholmanövern –, bevor sich am Zielort schlagartig Entspannung und Entschleunigung einzustellen haben. Doch jetzt kann der Urlaub schon bei der Abfahrt beginnen.
Auto-Songs für die Urlaubsfahrt: Start, Vollgas, Stau
Diese kleine Playlist beginnt mit Sixties-Klassikern von den Beatles und Beach Boys, bei denen sich die Gänge wie von selbst einlegen. Für geschmeidige Überholmanöver legt sie einen Zahn zu, mit den Doors, AC/DC und Deep Purple. Und auch für den Soundtrack im unvermeidlichen Stau ist gesorgt, den Anfang macht Freddie Mercury, gefolgt von entspanntem Country-Rock.
Noch zwei kleine Hinweise zu Ihrer Fahrsicherheit: Nach 15 Songs für Start, Vollgas und Stau gibt es noch einen Bonustrack, quasi die Tankreserve. Und bitte nicht das Steuer herumreißen, wenn die Playlist einige überraschende stilistische Abstecher macht!
1. Ray Charles: Hit the Road Jack
Eigentlich handelt Ray Charles’ Hit aus dem Jahr 1961 von einem Typen, der von seiner Frau auf die Straße gesetzt wird, mit der Bitte, sich nie wieder blicken zu lassen. Aber so beschwingt, wie der Pate der Soulmusik das Stück singt, ist es der perfekte Starter, um den Alltag hinter sich zu lassen, in den Urlaub zu fahren – und nie wieder zurückzukehren.
2. The Beach Boys: Fun, Fun, Fun
Für die Kalifornier liegt der Hort der Freiheit hinter dem Autosteuer. In der Cruising-Hymne der Beach Boys von 1964 gibt es nur ein Problem: dass man irgendwann die Autoschlüssel abgeben muss, weil der Wagen Daddy gehört. Immerhin bezahlt der die Tankrechnung.
3. The Beatles: Drive My Car
Bitte den Weg frei machen, hier kommt der Song für alle Beifahrer: John Lennon war ein so miserabler Autofahrer, dass er sich am liebsten kutschieren ließ. Doch in diesem Beatles-Stück von 1965 ist er von einer Frau so beeindruckt, dass er gerne ihren Chauffeur spielt. Beep Beep Yeah!
4. Kraftwerk: Autobahn
Fährst du noch oder meditierst du schon? Als Kraftwerk 1974 ihren Klassiker aufnahmen, zockelten noch Millionen VW-Käfer mit 100 auf der Überholspur. Der Rhythmus ist so entspannt, dass man möchte, dass er niemals aufhört. Tut er auch (fast) nicht: Das Stück tuckert länger als 22 Minuten.
5. Markus: (Gib Gas) Ich will Spaß
Wenn der Nachwuchs schon nach zehn Minuten vom Rücksitz nölt „Wann sin’ wir denn dahaa?“, dann hilft nur das hier: Markus’ schamlos-debile Ode an den Bleifuß. Und falls sich danach die Stimmung tatsächlich nicht gebessert haben sollte, müssen alle den Song zur Strafe noch mal hören.
6. The Doors: L.A. Woman
Manchmal muss man einfach ausbrechen aus dem Trott und alles hinter sich lassen – oder links auf die Überholspur schwenken, um den Schwertransporter zu überholen. Der Doors-Track aus dem Jahr 1971 beginnt flott und nimmt dann noch mehr Tempo auf, das perfekte Stück zum Blinkersetzen.
7. Steppenwolf: Born To Be Wild
Sind wir nicht alle wild geboren? Der Song von Steppenwolf wurde 1969 zum Erkennungsstück des Hippie-Road-Movies „Easy Rider“ – und er macht auch heute noch mächtig Druck aufs Gaspedal, wenn es gilt, die Schlange von 17 LKWs vor der Steigung zu überholen. Freedom!
8. AC/DC: Highway to Hell
AC/DC drehen nicht nur ihre Gitarrenverstärker auf bis Elf, dieser Song verleiht auch jedem Auto einen Extra-Gang. Funktioniert auch bei Stromern: 1979, als die Australier das Stück veröffentlichten, war die neue Technik noch nicht so weit – aber wer AC/DC heißt, der fährt auch Elektroauto.
9. Jimi Hendrix: Crosstown Traffic
Obwohl Hendrix davon singt, im Stadtverkehr festzustecken, funktioniert der Song auch beim Überholen auf der Autobahn: Das Stück von 1968 gibt derart Gas, dass es die Tachonadel noch mal 20 km/h nach vorn schiebt, auch wenn man langsamer wird.
10. Deep Purple: Highway Star (live)
Ein musikalischer Geschwindigkeitsrausch: Deep Purples Live-Version ihrer Speed-Hymne von 1972. Wenn der Song läuft, fühlt man sich als König oder Königin des Highways, selbst wenn man gerade mit dampfendem Kühler auf dem Standstreifen festhängt.
11. Queen: Don’t Stop Me Now
Wenn der erste Stau sich abzeichnet, schlägt die große Stunde von Freddie Mercury. Niemand kann ihn stoppen in dem Stück von 1978 – und doch bremst er am Ende elegant ab, weil er einsieht: Nichts geht mehr. Mit diesem Song gibt es nichts Schöneres als Stop-and-Go bei 35 Grad im Schatten.
12. Eagles: Take It Easy
Geschrieben haben die Country-Rocker das Stück 1972 für alle Frauen, die sie zum Überkochen brachten. Der entspannte Rhythmus leistet aber auch hervorragende Dienste, wenn bei der Stoßstangen-Polonäse der Motor überhitzt – und die eigenen Nerven blank liegen.
13. Jackson Browne: Running On Empty
Der Tank ist leer, obwohl man noch weiterrollt: Wer nach sieben Stunden im Stau den ultimativen Reise-GAU erlebt, braucht diesen Song. Jackson Brownes Hymne ans Unterwegssein ohne jemals anzuhalten gibt dann die Kraft zum Schieben.
14. Elvis Presley: (There’s) No Room To Rhumba In A Sports Car
Wer mag dem King of Rock’n’Roll widersprechen, wenn er in diesem herrlich albernen Stück von 1963 feststellt, dass in einem Sportwagen nicht genug Platz zum Rumba-Tanzen ist. Glücklich, wer dies hört und im Stau steht: einfach aussteigen und ein Tänzchen auf dem Seitenstreifen einlegen.
15. Roxette: Sleeping In My Car
Wenn um 23 Uhr die Vollsperrung der Autobahn immer noch nicht aufgehoben ist, wird es Zeit, die Sitze zurückzuklappen und Roxette zu hören: Der Hit aus dem Jahr 1994 zelebriert eine gemeinsame Nacht im Auto, wenn auch nicht erzwungenermaßen in einem Jahrhundert-Stau.
Bonus-Track:
16. Elton John: I’m Still Standing
Zwar kurvt Elton John im Video zu seinem 1983er-Hit kurz in einer Limousine umher – doch mit Autofahren hat das Lied gar nichts zu tun. Stattdessen besingt er das Gefühl, vieles hinter sich zu haben und trotzdem noch zu stehen – exakt das Gefühl nach einem mehrstündigen Stau. Aber fahren lässt es sich zu dem Stück auch sehr schön.