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Hitzewelle in Deutschland: Autobahnen platzen reihenweise auf

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff – und nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Der DWD verschärft seine amtlichen Warnungen deutlich. Die Entwicklungen im Liveblog. Regionalbahn-Stopps entfallen hitzebedingt 17.38 Uhr: Wegen der erwarteten Hitze am Wochenende entfallen auf den Regionalbahnlinien RE1 und RE8 die Stopps Schwerin Süd und Holthusen. Die betroffenen Linien verkehren zwischen Hamburg und Rostock (RE1) beziehungsweise Wismar , Berlin und Elsterwerda (RE8). Grund sind nach Angaben der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) die fehlenden Möglichkeiten, sich an diesen Bahnhöfen während des Umstiegs vor der Hitze zu schützen. Feuerwehr belüftet See 17.30 Uhr: Die Stadt Heilbronn hat wegen sinkender Sauerstoffwerte im Pfühlsee mit einer Belüftung des Gewässers begonnen. Die Feuerwehr pumpt Wasser aus dem See ab und spritzt es über Schläuche wieder zurück. So werde die Wasseroberfläche in Bewegung gehalten, damit mehr Sauerstoff aus der Luft in das Wasser aufgenommen werden kann, teilte die Stadt mit. Grund für die Aktion sind anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge, die die Wasserqualität verschlechtern und die Natur im See bedrohen. Hohe Temperaturen und niedrige Wasserstände verringern den gelösten Sauerstoff im Wasser. Das kann für Fische wie Karpfen, Zander und Hecht sowie für andere Wasserlebewesen lebensbedrohlich werden. Schweiz schaltet Atomkraftwerk ab 16.44 Uhr: Wegen der Hitzewelle ist das Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz vorübergehend abgeschaltet worden. Grund sei die zu hohe Temperatur des Flusses Aare, der zur Kühlung der beiden AKW-Reaktoren genutzt wird, teilte das Energieunternehmens Axpo mit. In der Aare wurde demnach am Donnerstag und Freitag 25 Grad gemessen. Sobald sich der Fluss abkühle oder eine ausreichende Abkühlung in Sicht sei, könne die Wiederinbetriebnahme der beiden Reaktoren geplant werden, hieß es. Fenstertrick ist bei Hitze gefährlich 16.35 Uhr: Im Sommer kann die Hitze in der Wohnung oder im Haus unerträglich werden. Damit Räume nicht so stark aufheizen, soll Alufolie vor die Fenster gehängt werden. Doch Experten sind von dem Tipp wenig begeistert – aus mehreren Gründen. Weil sie so dünn ist, gibt sie die Wärme an die Fensterscheibe ab, die sich dadurch ebenfalls aufheizt. Schließlich ist Alufolie ein guter Wärmeleiter. Peter Huber, Präsidiumsmitglied des Bundesverbands Rollladen- und Sonnenschutz (BVRS), rät von dem Trick ab. Bei bestimmten Verglasungen oder ungünstiger Ausrichtung der Fenster könne es passieren, dass die Scheiben mit der Alufolie zerspringen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zehn Tipps zur Abkühlung: So halten Sie die Hitze aus der Wohnung raus Bewässerungsverbot für den Rasen ausgerufen 16.23 Uhr: Mehrere Gemeinden haben Verbote ausgesprochen, Wasser aus Flüssen und Seen zu entnehmen oder Pools zu befüllen. Je nach Region unterscheiden sich die Regelungen zur Wasserentnahme sowie Gartenbewässerung deutlich. Die Hitze-Verbote im Überblick. Folgen der Hitzewelle: Autobahnen platzen reihenweise auf 16.10 Uhr: Wegen der enormen Hitze sind an zahlreichen Autobahnen in Deutschland Schäden aufgetreten. Allein in Brandenburg waren am Freitag die A2, A10, A11, A13 und A15 betroffen. Die Autobahn GmbH sprach von sogenannten "Blow-ups", also Aufwölbungen oder Aufbrüche der Fahrbahndecke. Für mehrere Strecken wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen erlassen. Auch die A3 nahe Wiesbaden war von Hitzeschäden betroffen. Zwischen dem Mönchhofdreieck und dem Wiesbadener Kreuz dürfe in Richtung Köln bis auf weiteres maximal mit Tempo 80 gefahren werden, teilte die Autobahn GmbH mit. Eine Reparatur sei erst bei niedrigeren Temperaturen möglich. In Rheinland-Pfalz gab es auf der A48 Probleme: Im Bereich der Rheinbrücke bei Bendorf wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert. Bereits am Donnerstag war die A2 bei Burg nordöstlich von Magdeburg wegen Hitzeschäden gesperrt worden. Hitze-Tipps: Jörg Kachelmann schimpft 16.03 Uhr: Unter Wetterexperten ist ein Streit entbrannt, wie man sich angesichts der Hitzewelle am besten verhalten sollte. Jörg Kachelmann nannte den Tipp des Wetterexperten Karsten Brandt, bei der Hitze in der Wohnung zu bleiben, "abseitig, dumm und für viele Menschen tödlich". Karsten Brandt reagierte inzwischen – lesen Sie hier, was der Wetterexperte zur Kachelmann-Kritik zu sagen hat. DWD: Deutscher Hitzerekord im Juni gebrochen 15.55 Uhr: Der Juni-Rekord ist gebrochen: Um 14.20 Uhr am Freitag wurden an der offiziellen Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Saarbrücken-Burbach 40,0 Grad gemessen, zehn Minuten später dann auch im bayerischen Kitzingen. Der bisherige Juni-Rekord war 2019 in Bernburg an der Saale aufgestellt worden, er betrug 39,6 Grad. Die Temperaturen steigen weiter: Deutscher Hitzerekord im Juni gebrochen Neuer Juni-Rekord im Bodensee 15.48 Uhr: Das Wasser im Bodensee steht so niedrig wie noch nie im Monat Juni. Laut dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung betrug der Wasserstand am Pegel Konstanz zuletzt 3,30 Meter. Es werde angesichts der Hitze der letzten Tage mehr Trinkwasser nachgefragt und die Wasserabgabe steige deutlich, wie eine Sprecherin sagte. Die Versorgung im Verbandsgebiet sei aber nicht gefährdet. Hitzewelle: Hauptstadt-Polizei rüstet sich 15.40 Uhr: Die Berliner Polizei stellt sich auf die besondere Lage mit der ungewöhnlich starken Hitze am Wochenende ein. Man wolle in der Stadt fortlaufend eine hohe Polizeipräsenz zeigen, sagte ein Sprecher der dpa. Dazu gebe es auch Sonderstreifen, die im ganzen Stadtgebiet unterwegs seien. An solchen Tagen käme einiges zusammen: freie Tage für die meisten Menschen am Wochenende, eine volle Stadt, in der die Touristensaison bereits laufe, die Schulferien aber noch nicht begonnen hätten, sowie eine extreme Hitze mit Auswirkungen auf Gesundheit und das Verhalten der Menschen. Hitze im Auto: Feuerwehr rettet kleines Kind 15.32 Uhr: Die Feuerwehr hat in Bedburg bei hohen Außentemperaturen ein Kleinkind aus einem Auto befreit. Nach Angaben eines Sprechers war die Mutter ausgestiegen und der Schlüssel danach unbeabsichtigt in den Fußraum gefallen. Der Wagen verriegelte sich daraufhin selbstständig – während das Kind sich noch in der Babyschale auf dem Beifahrersitz befand. Den Feuerwehrleuten gelang es, eine leicht geöffnete Fensterscheibe weiter hinunterzudrücken und so die Türverriegelung zu öffnen. Wärmste Nacht in Deutschland: Rekord wieder eingestellt 12.43 Uhr: Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wurden in der Nacht zum Freitag in Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz wieder Temperaturen von 26,2 Grad erreicht. Bereits in der vorherigen Nacht war Bad Bergzabern der heißeste Ort Deutschlands. Damit hat der Ort an zwei Tagen in Folge mit dem Wert für die wärmste Nacht in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gleichgezogen. Bereits 2019 wurden die 26,2 Grad in Deutschland erreicht – damals in der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz. Wasser im Rhein fast 30 Grad warm 12.35 Uhr: Die Hitze der vergangenen Tage hat die Wassertemperatur im Rhein steigen lassen. Nach Zahlen der Informationsplattform Undine der Bundesanstalt für Gewässerkunde hatte das Wasser am Freitagmorgen um 7 Uhr auf der Höhe von Koblenz 28 Grad betragen. Hohe Temperaturen führten zu sinkenden Sauerstoffgehalten, die das ökologische Gleichgewicht empfindlich störten. Wenn dann noch weitere sauerstoffzehrende Prozesse hinzukämen, werde Stress für Fische und andere Lebewesen ausgelöst, erklärte Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU). "An der Obermosel können wir ein Fischsterben nicht ausschließen." 24-Jähriger kommt bei Badeunfall um 12.21 Uhr: Die Polizei hat einen 24-Jährigen tot aus dem Emmeringer See geborgen. Wie die Polizei mitteilte, waren zuvor herrenlose Kleidungsstücke am Ufer entdeckt worden. In der Folge gab es eine Suchaktion. Gesundheitssystem überlastet: Veranstaltungen in Frankreich abgesagt 12.07 Uhr: Wegen der Hitze und der angespannten Lage in Frankreichs Krankenhäusern ist die Pariser Gay Pride abgesagt worden. Die Parade für die Gleichberechtigung queerer Menschen werde voraussichtlich im September nachgeholt, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Auch das Musikfestival Solidays und weitere Veranstaltungen im Freien wurden abgesagt. Die Pariser Polizei hatte die Organisatoren gebeten, die Veranstaltungen abzusagen, und zugleich mit einem Verbot per Dekret gedroht. "Die Rettungsdienste und das Gesundheitssystem sind bereits stark ausgelastet", erklärte die Präfektur. Eine Versammlung von mehreren Hunderttausend Menschen stelle ein zu hohes Risiko für das bereits überstrapazierte Gesundheitssystem dar. Senioren versinken im Bodensee 11.59 Uhr: Zwei ältere Männer sind nach einem Sprung in den Bodensee seit Donnerstagnachmittag verschollen. Wie die Polizei mitteilte, wurden die beiden in einer mehrstündigen Aktion gesucht – allerdings ohne Erfolg. Die Tragödie ereignete sich vor den Augen ihrer Ehefrauen. Experten rechnen mit hunderten Hitzetoten in Hauptstadt 10.39 Uhr: Journalisten der britischen Zeitung "The Economist" haben Berechnungen dazu angestellt, auf welche europäischen Städte sich die Hitzewelle besonders verheerende auswirken wird – und wo mit besonders vielen Todesfällen zu rechnen ist. Für Berlin ist laut den Berechnungen mit etwas mehr als 300 zusätzlichen Todesfällen zu rechnen. Die Berechnungen stützen sich dabei auf Zahlen aus den vergangenen Jahren. Die Daten legen nahe, dass Hitze besonders in Städten viele Tote nach sich zieht, in denen so hohe Temperaturen nicht normal sind. Wie der "Economist" betont, sind die Berechnungen mit Vorsicht zu genießen: Bei den von den Journalisten genutzten Prognosen für das Wochenende wird etwa die Luftfeuchtigkeit nicht berücksichtigt. Die größte Gefahr besteht laut den Berechnungen in Paris . Hier wird für das kommende Wochenende eine 300 Prozent höhere Sterberat erwartet. In London soll die Sterberate etwa 200 Prozent über dem normalen Schnitt liegen und in Mailand 170. Hitzewelle: Techno-Festival abgesagt 10.21 Uhr: Das niederländische Festival Defqon.1 ist wegen der extremen Temperaturen vorzeitig beendet worden. Wie das Festival auf Instagram erklärte, wurde die Entscheidung in enger Kooperation mit den Behörden getroffen. Auch in den Niederlanden werden am Wochenende Temperaturen von über 40 Grad erwartet. Der niederländische Wetterdienst hatte am Donnerstag eine Hitzewarnung der Stufe Rot veröffentlicht – zum ersten Mal in seiner Geschichte. Das Defqon.1-Festival konzentriert sich vor allem auf elektronische Musik. Das Festival hat mehr als 70.000 Besuchern pro Tag. "Extreme Hitze": DWD verschärft Warnungen 10.14 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die amtlichen Warnungen für Deutschland aktualisiert und deutlich verschärft. Die Meteorologen warnen nun für große Teile des Landes vor "extremer Hitze" – also in der höchsten Hitzewarnstufe. Der DWD empfiehlt, nach Möglichkeit die Hitze zu vermeiden und sich in Innenräumen aufzuhalten. Zudem solle darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken. Hitzewelle: Die heißesten Orte in Deutschland 9.58 Uhr: Am frühen Morgen kommen zahlreiche Orte in Deutschland bereits auf über 30 Grad. Insbesondere im Westen und Südwesten ist es brütend heiß – und neue Rekorde drohen. Hier der Überblick über die heißesten Orte im Land. Teenager kommt vor Augen seiner Mitschüler ums Leben 9.42 Uhr: Ein 17-Jähriger ist am Donnerstag beim Baden in Berlin ertrunken. Wie ein Polizeisprecher erklärte, war der Teenager eine ganze Zeit unter Wasser, bis er wieder leblos auftauchte. Die alarmierten Rettungskräfte reanimierten den Teenager und brachten ihn in eine Klinik. Die Polizei teilte später mit, dass der 17-Jährige im Krankenhaus gestorben ist. Der Teenager war gemeinsam mit 15 Mitschülern an dem See Krumme Lanke im Berliner Südwesten baden. Die 15 Jugendlichen werden psychologisch betreut. Rettungsorganisation warnt Veranstalter 9.28 Uhr: Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) appelliert an Vereine im Amateursport, für die kommenden Tage angesetzte Veranstaltungen zu verschieben – wegen gesundheitlicher Risiken. Die Rettungsorganisation teilte der Zeitung "Welt" mit: "Bei Sportveranstaltungen mit einem hohen Anteil an untrainierten und unprofessionellen Sportlern würden wir eine Verschiebung empfehlen." Hitzewarnung des DWD: Fast ganz Deutschland färbt sich lila Angesichts der extremen Temperaturen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für annähernd ganz Deutschland amtliche Warnungen veröffentlicht. Für weite Teile des Westens von Deutschland warnen die Experten sogar vor "extremer Hitze". Wie der DWD schreibt, ist der Freitag in einigen Gebieten der 9. Tag der Warnsituation in Folge. Wetterdienst rechnet mit historischem Hitzewert Erstmals an einem Juni-Tag könnte heute in Deutschland die 40-Grad-Marke geknackt werden. Laut Prognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD) sind an einigen Orten sogar Temperaturen von 41 Grad möglich. Der DWD rechnet damit, dass die Temperatur-Grenze in der Gegend des Oberrheins und des Rhein-Main-Gebiets überschritten wird. Laut den Meteorologen wird in Deutschland in den kommenden Tagen mehrmals hintereinander die 40-Grad-Marke überschritten. Der bisherige Juni-Rekord liegt bei 39,6 Grad, die 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen wurden. Gewitter treten während Hitzewelle in Großbritannien auf Während die rekordverdächtige Hitzewelle anhält, sind in Großbritannien Gewitter aufgetreten. Am Abend wurden in Devon und Cornwall Blitzeinschläge beobachtet, nachdem das Met Office Gewitterwarnungen für alle vier Nationen des Vereinigten Königreichs herausgegeben hatte. Der britische Wetterdienst rechnet auch am Freitag mit Gewittern im Norden Schottlands und im Südwesten Englands; am Freitag sollen diese auch Nordirland, Nordengland und den Rest Schottlands erreichen. Die stürmischen Wetterbedingungen folgen auf einen weiteren Tag mit Rekordhitze, an dem in Merryfield in Somerset mit 36,7 Grad die höchste jemals im Juni gemessene Temperatur verzeichnet wurde. Hitzewelle in Europa: Paris erlässt Alkoholverbot Die Hitzewelle zieht nicht nur in Deutschland, sondern auch weiter in Europa ihre Kreise. In Frankreich ist die Lage weiter angespannt. In Paris hat die Polizeipräfektur nun zu einer Notmaßnahme gegriffen und vorübergehend ein Alkoholverbot erlassen . Hitze in Deutschland: Temperaturrekord im Südwesten fällt Die Hitzewelle in Deutschland knackt die nächste Hitzespitze. In Waghäusel-Kirrlach im Kreis Karlsruhe ist es am Donnerstag so heiß gewesen wie nie zuvor in Baden-Württemberg im Monat Juni. Dort wurden 39,0 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte. Der bisherige Juni-Temperaturrekord seit Beginn der Aufzeichnung von Wetterdaten im Südwesten lag bei 38,9 Grad – gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim. Hitzewelle in Europa: Novum in den Niederlanden In den Niederlanden kommt es aufgrund der Hitzewelle in Europa zu einem Novum. Das Land gibt erstmals eine rote Hitzewarnung heraus und warnt vor "gefährlichen" Bedingungen. Der nationale Wetterdienst gab die Warnung für weite Teile des Landes heraus, wo die Temperaturen am Freitag an einigen Orten voraussichtlich 40 Grad erreichen werden. Hitzeschäden: Wichtige Autobahn tagelang gesperrt Die A2 ist am Donnerstagvormittag zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum nordöstlich von Magdeburg in Fahrtrichtung Magdeburg gesperrt worden. Als Grund gibt die Autobahn-Gesellschaft des Bundes Hitzeschäden an, wie der MDR berichtete. Laut ADAC soll die Sperrung wohl noch tagelang andauern, bis Montagmittag. Laut Autobahn GmbH sollen die Schäden an diesem Wochenende repariert werden, der beschädigte Beton werde durch modernen Asphalt ersetzt, hieß es. Eine Sprecherin der Autobahn GmbH appellierte an alle Autofahrer, "vorsichtig und rücksichtsvoll" zu fahren und auftretende Fahrbahnschäden sofort der Polizei zu melden. Hitzewelle in Deutschland: Parade der Harley Days abgesagt Eine am Sonntag geplante Biker-Parade durch Hamburg hat der Veranstalter wegen der erwarteten Hitze vorerst abgesagt. "Sicherheit und Gesundheit gehen vor!", heißt es in einer Stellungnahme auf der Website der Hamburg Harley Days zu der Entscheidung. Der Deutsche Wetterdienst warnt derzeit in Hamburg vor Hitze. Am Wochenende werden in Hamburg bis zu 38 Grad erwartet. In anderen Regionen könnte die Hitzewelle, die Deutschland trifft, noch zu höheren Temperaturen jenseits der 40 Grad führen. Die Hamburg Harley Days beginnen am Freitag und enden am Sonntag. Absagen weiterer Programmpunkte gingen aus dem Hinweis nicht hervor. Hitzewelle: Schweiz misst heißesten jemals gemessenen Juni-Tag Europa ächzt unter der Hitzewelle: Die Schweiz verzeichnete am Donnerstag die höchste Juni-Temperatur aller Zeiten. In der nördlichen Stadt Basel wurden 38 Grad gemessen, womit der vor acht Jahrzehnten aufgestellte bisherige Rekord von 36,9 Grad gebrochen wurde, wie der Schweizer Wetterdienst mitteilte. "Zum ersten Mal in der Geschichte der Schweiz wurden im Juni Temperaturen von über 37 °C gemessen, womit ein Rekord aus dem Jahr 1947 gebrochen wurde", teilte MeteoSchweiz am X mit und fügte hinzu, dass "an der Wetterstation in Basel sogar eine Temperatur von 38 °C gemessen wurde". Wegen Hitze: Amt schickt Winterdienst auf die Straße Kuriose Szenen auf mehreren Landes- und Bundesstraßen in Thüringen: Trotz – oder gerade wegen – der Extremhitze ist dort in diesen Tagen ein Fahrzeug des Winterdienstes unterwegs. Wie die "Thüringer Allgemeine" (TA) berichtete, war der Winterdienst am Mittwoch im Unstrut-Hainich-Kreis im Einsatz, um die Straßen zu kühlen. So soll verhindert werden, dass die hohen Temperaturen Fahrbahnschäden auslösen. Experte kritisiert Extrem-Prognose für Sonntag Während einzelne Verläufe von Wettermodellen für Sonntag zeitweise bis zu 44 Grad vorhergesagt haben, kritisiert der Diplom-Meteorologe Dominik Jung derartige Extrem-Prognosen. 44 Grad sind nach aktueller Datenlage nicht das, was man erwarten kann", teilte er t-online mit. Ihn habe beim Lesen der 44-Grad-Prognosen "ein gewisses Fremdschämen überkommen", sagt Jung. Die aktuelle Lage sei zu ernst, um derart hohe Zahlen ohne realistische Grundlage zu verbreiten. Allerdings: Der deutsche Allzeit-Rekord von 41,2 Grad sei durchaus in Reichweite, so Jung. "Äußerster Rand des Möglichen": 44 Grad – zweifelhafte Extrem-Prognose für Sonntag Die kältesten Orte Deutschlands Vielerorts lechzen die Menschen in Deutschland nach Abkühlung. Doch nur an wenigen Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) waren die Temperaturen im Tagesverlauf erträglich: An der Zugspitze wurden am Donnerstagnachmittag etwa 13,6 Grad gemessen, auf Helgoland 19,2 Grad. Hier gelangen Sie zur Übersicht der kältesten Orte Deutschlands. Zu heiß: Deutscher Bundestag schließt Kuppel Ein Besuchermagnet im Deutschen Bundestag fällt weg: Wie eine Sprecherin des Bundestags t-online bestätigte, sind Kuppel und Dachterrasse derzeit wegen der Hitzewelle geschlossen. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" berichtet. Auch am Wochenende bleibe die Kuppel geschlossen. "Bereits bestätigte Besuche von Dachterrasse und Kuppel an diesen Tagen mussten storniert werden", heißt es auf der Webseite des Bundestags. Frankreich ruft wegen Hitzewelle höchsten Krisenmodus aus Angesichts der Hitzewelle in Frankreich mit Temperaturen über 40 Grad hat Premier Sébastien Lecornu für das Gesundheitssystem den höchsten Krisenmodus ausgerufen. "Die Hitzewelle in unserem Land hält unvermindert an und der Druck auf unser Gesundheitssystem nimmt weiter zu", teilte Lecornu mit. Deshalb erfolge nun eine umfassende Mobilisierung mit einer Aufstockung des Personals in Kliniken, einer Anpassung des Krankenhausbetriebs, um die Bewältigung der Hitzewelle zu gewährleisten, sowie dem Verschieben nicht dringender Eingriffe. Zahlreiche Menschen suchten im weltberühmten Louvre Schutz vor der Hitze. Insbesondere Amerikaner drängten sich unter der ikonischen Glaskuppel, wie der "Spiegel" berichtete. Hitzewelle: Trinkwasser im Umland von Paris wird knapp Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich wird in mehreren Orten im Umland von Paris das Trinkwasser knapp: Die Bewohner von neun Dörfern im Département Val d'Oise sollten vorerst mit Plastikflaschen versorgt werden, wie das Unternehmen Veolia am Donnerstag mitteilte. Betroffen waren demnach insgesamt etwa 8300 Menschen. Der Wasserverbrauch war wegen der Hitzewelle in der Gegend um 30 Prozent gestiegen. Dies hatte zur Folge, dass das Wasserversorgungsnetz nicht mehr ausreichte. Zu heiß: Bayerischer Fußballverband sagt alle Spiele ab Die Hitzewelle macht auch vor dem Amateursport nicht halt. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat für das kommende Wochenende sämtliche Spiele abgesagt. Der BVF-Präsident Christoph Kern teilte auf Instagram mit: "Wir haben eine Fürsorgepflicht und der kommen wir mit dieser Entscheidung nach. Der Schutz der Gesundheit hat für uns oberste Priorität." Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern hat die für das Wochenende in Neubrandenburg geplanten Jugendsportspiele aufgrund der vorhergesagten Extrem-Temperaturen ebenfalls abgesagt. Hitze: Bahn-Tickets können kostenlos storniert werden Um Reisenden in der aktuellen Hitzewelle entgegenzukommen, führt die Deutsche Bahn erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz ein, die laut Bahn vom 23. Juni bis 30. Juni gelten wird. Wer für diesen Zeitraum ein Ticket gekauft hat, wegen der außergewöhnlichen Wetterlage aber auf die Fahrt verzichten möchte, kann kostenfrei stornieren. Digitale Tickets lassen sich direkt über bahn.de stornieren. Wer ein Papierticket besitzt, kann sich dafür an eine DB-Verkaufsstelle wenden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwei Brüder sterben beim Baden in Kanal Nach dem Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen ist auch der 19 Jahre alte Bruder eines bereits gestorbenen 14-Jährigen seinen Verletzungen erlegen. Das teilte die Polizei mit. Feuerwehrtaucher hatten die beiden Brüder am Sonntagabend aus dem Kanal geborgen. Sie waren bereits längere Zeit unter Wasser gewesen. Der 14-Jährige war Anfang der Woche gestorben, der 19-Jährige nun ebenfalls. Die Brüder stammten aus Gladbeck. Bereits am Samstag war an derselben Stelle ein 16-Jähriger ertrunken. "Kein noch so heißer Tag ist es wert, ihn gegen das Leben einzutauschen", warnte die Polizei. Der Heat Dome schiebt sich unaufhaltsam übers Land Der Heat Dome schiebt sich unaufhaltsam über Deutschland. Am Wochenende wird der vorläufige Hitze-Höhepunkt erreicht. Wetterkarten für jeden Tag zeigen die Eskalation. Wetterkarten zeigen dramatische Lage: Historische Hitzewelle legt sich über Deutschland Frankreich schaltet Atomreaktoren ab Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen. Wegen der Hitzewelle drosselte EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren. Die 57 französischen Atomkraftwerke sind alle an Flüssen oder am Meer gebaut, um das Wasser zum Kühlen der Reaktoren zu nutzen. Totes Kleinkind in Auto bei Paris gefunden Ein dreijähriger Junge ist inmitten der Hitzewelle in Frankreich in einem Auto gestorben. Rettungskräfte versuchten am Mittwochabend vergebens, das Kind in Saint-Gratien in der Nähe von Paris wiederzubeleben. Zuvor hatten die Eltern bereits versucht, ihr Kind noch zu retten, wie die Staatsanwaltschaft Pontoise mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörde hatte die Mutter mit dem jüngeren Geschwisterkind des Jungen eine Siesta eingelegt. Der Vater arbeitete demnach im Gartenschuppen und hatte den Dreijährigen gebeten, sich ebenfalls schlafen zu legen. Von den Eltern unbemerkt sei das Kind dann in das draußen am Hauseingang stehende Auto der Familie gestiegen. Die Türen seien offen gewesen, doch wegen der Kindersicherung habe der Kleine sich im Inneren eingesperrt. Historische Hitzewelle heizt Europa auf 45 Grad hoch – Heat Dome kennt kein Halten mehr Hitzewelle in Deutschland: Rekord laut DWD eingestellt Deutschland hat eine außergewöhnlich warme Nacht erlebt. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurde der bisherige Wärmerekord eingestellt: Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad, wie die Meteorologen mitteilten. Dieser Wert wurde um 5.50 Uhr gemessen, danach stieg die Temperatur wieder. Bereits Ende Juli 2019 waren in Rheinland-Pfalz in einer Gemeinde 26,2 Grad gemessen worden. Deutscher Wetterdienst verkündet: Nächtlicher Hitze-Rekord in Deutschland eingestellt Badeseen rund um München heizen sich auf Die Hitze macht sich auch in den Badeseen rund um München bemerkbar. Besonders warm ist derzeit der Wörthsee: Am Donnerstagmorgen wurden dort nach Angaben des Gewässerkundlichen Dienstes Bayern bereits 27 Grad gemessen , am Mittwochabend zeitweise sogar knapp 29 Grad. 30-Grad-Marke geknackt – vor 9 Uhr In mehreren Bundesländern ist bereits vor 9 Uhr die 30-Grad-Grenze überschritten worden. Um 8.50 Uhr wurden in Weiskirchen an der Saar (Saarland) 30,8 Grad gemessen, in Frankfurt am Main (Hessen) 30,4 Grad und in Berlin-Tempelhof 30,1 Grad. Fast 30 Grad schon vor 8 Uhr Der Donnerstag wird heiß, darauf deuten schon die am Morgen gemessenen Temperaturen hin. Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen: Um 7.50 Uhr wurden in Berlin-Marzahn bereits 29,1 Grad gemessen. In Berlin-Tempelhof waren es zur gleichen Zeit 28,2 Grad. Fast 30 Grad vor 8 Uhr: Diese Wetterstationen führen Deutschlands Hitze-Ranking an DWD warnt vor extremer Belastung Der Deutsche Wetterdienst hält am Donnerstag das Überschreiten der 40-Grad-Marke für möglich. Auch nachts kühlt es kaum ab. Warnungen vor extremer Hitzebelastung gelten im Westen der Republik – vom Kreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen bis nach Baden-Württemberg. Mittwoch, 24. Juni 2026 Hitzewelle in Westeuropa: Frankreich erlebt heißesten Tag Die aktuelle Hitzewelle hat Westeuropa fest im Griff hat. Frankreich hat laut Angaben des nationalen Wetterdienstes den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947 verzeichnet und damit den am Dienstag aufgestellten Rekord gebrochen. Der nationale Temperaturindex – ein Durchschnitt aus Tages- und Nachttemperaturen an Dutzenden von Standorten – erreichte 30 Grad, nach 29,8 Grad am Vortag. Mehr als die Hälfte des Landes befindet sich weiterhin unter einer roten Hitzewarnung, wobei Zehntausende Haushalte im Westen ohne Strom sind. Die Temperatur in Paris und vielen anderen Gebieten stieg am Mittwoch auf über 40 °C. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer sengenden Hitzewelle in Europa, die Todesfälle und Beeinträchtigungen verursacht, die insbesondere Frankreich, Spanien und Italien betreffen. Der Klimawandel treibt die Temperaturen weltweit in die Höhe – besonders jedoch in Europa. Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent und heizt sich laut dem Copernicus-Klimadienst doppelt so schnell auf wie der globale Durchschnitt. Dies führt zu vermehrten Hitzewellen im Sommer, einem größeren Druck auf die Wasserversorgung in Europa und intensiveren Waldbränden. Die aktuelle Hitzewelle breitete sich am Mittwoch weitere Teile Westeuropas aus, wobei für Teile der Niederlande eine orangefarbene Warnung vor gefährlichem Wetter gilt. Hitzewelle in Europa: Überraschende Region in Spanien mit Rekord Spanien hat in dieser Woche die heißesten Juni-Tage seit mehr als 70 Jahren erlebt. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde Aemet lag die landesweite Durchschnittstemperatur am Montag bei 28,08 Grad, am Dienstag stieg sie auf 28,17 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord von 28,01 Grad vom 30. Juni 2025 übertroffen. Die Messreihen reichen bis 1950 zurück. Spanien leidet seit Ende vergangener Woche unter einer Hitzewelle, die inzwischen weite Teile Europas erfasst hat. Am Donnerstag wurde für Regionen im äußersten Norden des Landes die höchste Warnstufe Rot ausgerufen. In der kleinen Ortschaft Tama wurden am Dienstag 43,7 Grad gemessen – so heiß war es in Kantabrien noch nie. Für den Großteil Spaniens galten die Warnstufen Orange und Gelb. Heißester Ort in Deutschland liegt im Norden Die Hitzewelle in Deutschland baut sich zunehmend im Bundesgebiet auf. Der aktuell heißeste Ort in Deutschland liegt derzeit im Norden des Saarlands. In Weiskirchen/Saar zeigte das Thermometer 37,5 Grad (Stand: 17 Uhr). Hitze in Deutschland: Hamburger Halbmarathon abgesagt Der für Sonntag vorgesehene Hamburger Halbmarathon fällt wegen der erwarteten Hitze aus. Das gaben die Organisatoren des Events, für das sich 24.000 Läuferinnen und Läufer angemeldet hatten, bekannt. "Es ist vermutlich die schwerste Entscheidung, die wir in der Geschichte dieser Veranstaltung treffen mussten", hieß es auf der Homepage. Zunächst hatte die "Zeit" über die Absage der Laufveranstaltung berichtet. Der Halbmarathon werde auf einen noch unbekannten Termin im Jahresverlauf verschoben. "Nach sorgfältiger Analyse der aktuellen Wetterlage sowie intensiven Gesprächen mit Expertinnen und Experten, den zuständigen Behörden und unseren Partnern sind wir zu dem Entschluss gekommen, den 32. hella hamburg halbmarathon leider nicht wie geplant am 28. Juni 2026 durchzuführen", teilte der Veranstalter BMS Die Laufgesellschaft mbH mit. Man könne trotz eines umfangreichen Konzepts "aktuell nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es zu einer erhöhten Inanspruchnahme von Rettungs- und Einsatzdiensten kommen könnte, mit der Folge, die Grundversorgung der Bevölkerung zu belasten", hieß es weiter. Für das Wochenende werden in der Hansestadt Temperaturen bis 37 Grad Celsius erwartet. Großbritannien ächzt unter Hitzewelle in Europa Auch in Großbritannien hinterlässt die Hitzewelle, die ganz Europa erfasst hat, ihre Spuren. Die erste Rekordmarke ist heute offiziell gefallen. Der 24. Juni 2026 markiert den heißesten Junitag aller Zeiten im Vereinigten Königreich und bricht damit den Rekord aus dem Jahr 1976. Nach Angaben des Met Office, dem nationalen Wetter- und Klimadienstes, wurde zunächst in Wisley, Surrey, und in Gosport, Hampshire, eine Temperatur von 36 Grad gemessen. Wenig später übertrumpfte Gosport die Rekordmarke erneut, da das Thermometer auf 36, 1 Grad kletterte. In diesem Jahr jährt sich die Hitzewelle von 1976 zum halben Jahrhundert: ein Sommer, in dem die Menschen ihre Fenster mit Folie abdeckten, um die Sonne abzuhalten, und gezwungen waren, öffentliche Wasserhähne auf der Straße zu nutzen, da die Wasservorräte knapp wurden. Der absolute Höchstwert in Großbritannien liegt bei 40,3 °C und wurde im Juli 2022 gemessen. Hitzewelle in Deutschland: Weiterer Verband sagt Spiele ab Aufgrund der angekündigten Hitzewelle hat der Württembergische Fußballverband sämtliche Fußballspiele für das kommende Wochenende abgesagt. Betroffen seien verbandsweit alle Meisterschafts- und Freundschaftsspiele sämtlicher Spielklassen und Altersstufen, hieß es in einer Mitteilung. Auch Genehmigungen für private Turniere sowie die dafür vorgesehenen Schiedsrichter-Einteilungen würden widerrufen. Der Verband empfiehlt darüber hinaus, Veranstaltern nicht genehmigungspflichtiger Fußballveranstaltungen, Absagen zu prüfen. Hintergrund sind die vorhergesagten Temperaturen von rund 40 Grad und sehr hohe UV-Belastungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker Hitze und rät dazu, körperliche Belastungen während der Tagesstunden zu vermeiden. Die Hitze kennt jetzt kein Halten mehr Europa steht unter einer außergewöhnlichen Hitzeglocke. In mehreren Ländern steigen die Temperaturen auf Werte, die sonst erst deutlich später im Sommer erreicht werden. Frankreich, Spanien und Italien sind bislang von der Hitze besonders betroffen. Vor allem in Frankreich hat der Heat Dome mehrere Wärme-Rekorde geknackt. Gefangen unter Heat Dome: Historische Hitzewelle heizt Europa auf 45 Grad hoch Fußball-Verband sagt fast alle Spiele ab Für das kommende Wochenende werden Temperaturen um 40 Grad vorhergesagt. Der Berliner Fußball-Verband reagiert mit weitreichenden Spielabsagen: Alle Begegnungen im Kinderfußball werden abgesetzt, außerdem fallen alle Spiele im Freizeitbereich aus, die keine Relevanz für Auf- oder Abstiege haben. Spiele, bei denen es noch um Auf- oder Abstieg oder die Meisterschaft geht, werden auf Anstoßzeiten in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden verlegt. Waldbrandgefahr: Warnkarte färbt sich rot Die Hitzewelle treibt die Waldbrandgefahr in Deutschland nach oben. Wie der Deutsche Wetterdienst meldet, ist am Sonntag in weiten Teilen Deutschlands mit einem Wert vier auf dem Waldbrandgefahrenindex zu rechnen. Besonders im Osten und im Süden Deutschlands prognostizieren die Experten eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. NRW ändert Hitzefrei-Reglung Hitzefrei ist in Nordrhein-Westfalen ab sofort für alle Schüler möglich. Das teilte das Schulministerium des Landes mit. Für Schüler höherer Klassenstufen an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs war dies bisher nicht erlaubt. Die Regelung solle zunächst bis zum Ende des Schuljahrs gelten. Wie die neue Regel genutzt wird, entscheidet jede Schule selbstständig, erklärt das Ministerium. Mehrere Events abgesagt In ganz Deutschland reagieren Veranstalter auf die angekündigten Hitzetage am Wochenende. Die Volkssolidarität der Region Rostock etwa hat ihr für den Samstag geplantes Fest zum 80-Jahr-Jubiläum abgesagt. Auch in Brandenburg und Thüringen wurden präventiv mehrere Open-Air-Events und Stadtfeste abgesagt – zum Beispiel in Wittstock/Dosse, Zella-Mehlis oder in Ostramondra. Um eine Möglichkeit zur Abkühlung zu liefern, haben mehrere Bäder in Brandenburg ihre Öffnungszeiten geändert und öffnen schon früher. Berühmtes Museum reagiert auf Hitzewelle Fast ganz Europa kämpft mit der extremen Hitze. Das hat auch Auswirkungen auf den Betrieb kultureller Einrichtungen. Die Museen in Basel öffnen für Menschen ab 65 Jahren kostenlos. Ganz anders reagiert der Louvre in Paris . Vier Grad über dem Schnitt: Deswegen ist diese Hitzewelle so extrem Das Klimaprojekt Climameter beschäftigt sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf Wetterbedingungen in Europa – und hat die aktuelle Hitzewelle untersucht . Das Ergebnis fällt sehr eindeutig aus: "Die Analyse zeigt, dass die mit dem aktuellen Zirkulationsmuster verbundenen Temperaturen etwa 2 bis 4 Grad höher sind, als sie unter ähnlichen meteorologischen Bedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen wären." Nordwesten von Frankreich ohne Strom Zehntausende Haushalte im Nordwesten von Frankreich sind vom Strom abgeschnitten. Wie die bretonische Präfektur Finistère mit Sitz in Quimper mitteilte, sind 68.000 Haushalte von dem Ausfall betroffen. Zeitweise waren 120.000 Haushalte ohne Strom. Grund sei ein Vorfall vom Dienstag, der mit den hohen Temperaturen im Zusammenhang steht. Das Stromnetz könne frühestens am Abend wieder in Betrieb genommen werden. Minister meldet 40 Badetote: Hitzewelle trifft Frankreich – auch Fußballer stirbt Wasser in NRW wird rationiert Mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben neue Regeln zur Nutzung von Trinkwasser erlassen. Wer in Hille, Hüllhorst, Bad Oeynhausen und Löhne lebt, darf seit Mittwoch vorerst kein Trinkwasser für den Garten, die Einfahrt oder den Pool nutzen. Der zuständige Wasserbeschaffungsverband erklärte laut "Westfälischem Anzeiger" (WA), dass ein freiwilliger Sparappell nicht funktioniert habe. Verstöße sollen durch das Ordnungsamt geahndet werden. Es sind Bußgeldstrafen von bis zu 1.000 Euro möglich. Wie lange die Regel gelten soll, ist laut "WA" noch offen. Hitze in Deutschland: DWD weitet Warnungen aus Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Hitzewarnungen für Deutschland ausgeweitet. Bereits seit Dienstag gelten für weite Teile des Landes amtliche Warnungen vor Hitze und extremer Hitze – für den Donnerstag rechnen die Meteorologen damit, dass sich die Wärmebelastung noch einmal ausbreitet. Lediglich für das Gebiet an der Ostseeküste warnt der DWD nicht.


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