Fahrer verhielt sich auffällig: Kompressor voller Drogen – Kurier verrät sich bei Kontrolle
15 Kilogramm Crystal Meth im Auto versteckt: Bei einer Kontrolle auf der A44 bringt ein nervöser Fahrer den Zoll auf die Spur.
Bei einer Fahrzeugkontrolle hat der Zoll ein raffiniertes Drogenversteck entdeckt. Eingebaut in einem Kompressor steckten 15 Kilogramm Crystal Meth mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von mehreren hunderttausend Euro. Der 25-jährige mutmaßliche Drogenkurier hatte sich zuvor durch sein Verhalten verraten, wie das Hauptzollamt Bielefeld mitteilte.
Zollbeamte hatten den Wagen des Mannes an der Autobahn 44 in Anröchte bei Soest herausgewinkt. Der 25-Jährige gab demnach an, einen Freund besuchen zu wollen und weder Waffen noch Betäubungsmittel dabeizuhaben.
Doch als die Ermittler einen genaueren Blick in sein Auto werfen wollten, sei er zunehmend nervös geworden. Vor allem bei einem Kompressor im Kofferraum habe er sich verdächtig verhalten, hieß es weiter. Deshalb hätten die Zollbeamten das Gerät genauer untersucht - und seien fündig geworden.
Beamte mussten Kompressor auseinanderbauen
„Nach dem Entfernen des Oberteils samt Motor kamen im Druckluftbehälter des Kompressors insgesamt 15 Kunststoffbeutel mit einer kristallinen Substanz zum Vorschein“, sagte ein Zollsprecher. Später habe eine Analyse bestätigt, dass es sich dabei um die synthetische Droge Crystal Meth handelte. Im Straßenverkauf hätte die Menge demnach einen Erlös „im oberen sechsstelligen Bereich“ gebracht.
Die Kontrolle habe bereits im April stattgefunden. Um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, informiere man erst jetzt darüber, sagte der Zollsprecher. Der 25-Jährige sitze seitdem in Untersuchungshaft.
Crystal Meth ist eine synthetisch hergestellte, kristalline Form von Methamphetamin. Die Droge gilt als besonders gefährlich, macht schnell abhängig und ist vergleichsweise billig. In Deutschland und Europa ist sie seit Jahren auf dem Vormarsch.