Sepp Straka stürzt am Finaltag heftig ab
Wie schon in der Vorwoche beim Masters, geht bei Sepp Straka auch der Finaltag der RBC Heritage völlig daneben. Am Ende notiert der noch 32-jährige am Sonntag im Harbour Town Golf Links sogar ledigich eine 78 (+7) , womit er vom 3. noch bis auf den 42. Rang abrutscht.
Nachdem Sepp Straka bei Masters ziemlich mit seiner Performance auf den Grüns haderte, läuft es, nach etlichen harten Trainingssessions am Putting Green, bei den RBC Heritage wieder deutlich besser. Zum Auftakt notierte Österreichs Nummer 1 gleich eine makellose 66 (-5) und setzte sich damit sozusagen von Beginn an im Spitzenfeld fest. Nach einer 67 (-4) am Freitag kletterte er dann sogar bis auf Rang 4 nach oben und machte unmissverständlich klar, dass er auf einem Platz, wo er schon in der Vergangenheit durchwegs gut spielte, auch heuer ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden möchte.
Am Moving Day wurde er dann längere Zeit auf den Grüns nicht unbedingt vom Glück verfolgt, wie etliche hauchdünn vergebene Chancen zeigten. im Finish erzwang er sein Glück dann aber doch noch, notierte erneut eine 67 (-4) und startet damit als hervorragender 3. in den Finaltag. Matt Fitzpatrick (ENG) an der Spitze weist auf die Nummer 13 der Welt zwar bereits vier Schläge Vorsprung auf, gerade bei Sepp muss dies jedoch nichts heißen, denn Daniel Berger (USA) war vor einigen Jahren sogar fünf Schläge voraus, am Ende stemmte Sepp in Florida seine erste PGA Tour Trophäe in den Himmel.
Auch am Sonntag können sich die Scores wieder durchaus sehen lassen, womit auch Sepp eigentlich wieder Gas geben muss um wirklich bis zum Schluss vorne mitmischen zu können. Sein Visier hat er jedoch nur in der Anfangsphase wirklich gut eingestellt, denn perfekt findet er Fairway und Grün und nimmt so auf der 1 ein ganz souveränes anfängliches Par mit. Am darauffolgenden Par 5 parkt er dann zwar die Attacke nur knapp vor dem Grün, mit etwas zu langem Chip verbaut er sich aber eine erste zwingende Birdiemöglichkeit und lässt so eine gute Chance auf den ersten roten Eintrag ungenützt verstreichen.
Probleme in allen Bereichen
Richtig unangenehm wird es dann aber erstmals auf der 3, denn nach knapp verfehltem Grün kann er sich nicht mehr zum Par scramblen und legt so endgültig einen ziemlichen Fehlstart in den Sonntag hin. Die Probleme intensivieren sich dann sogar noch, da er auf der 5 den Drive wassert, vom Tee sogar nachladen muss und nach einem zusätzlichen Ausflug in den Grünbunker am Ende in ein Doppelbogey schlittert. Damit rutscht er nicht nur bereits klar aus den Top 10, sondern droht sogar hinter die besten 20 abzudriften.
Erst am Par 3 der 7 hat er dann nach gelochtem Zweimeterputt zum Birdie auch erstmals Grund zu jubeln, allerdings bleibt ihm dieser regelrecht im Hals stecken. Direkt danach wassert er die Annäherung, bringt danach noch dazu den Ball aus dem Grünbunker nicht wie geplant raus und fasst so die nächste Doublette, womit der Finaltag langsam aber sicher eine ziemlich bittere Richtung einschlägt. Auch nach dem Wechsel auf die Backnine geht es in ganz ähnlicher Tonart weiter: Ein überschlagenes Grün mündet postwendend im nächsten Schlagverlust, was Sepp mittlerweile bereits bis ins vordere Mittelfeld abrutschen lässt.
Der rabenschwarze Tag setzt sich dann nach zwei zwischenzeitlichen Pars auf der 13 mit einem Dreiputtbogey zwar in mehr als unangenehmer Art und Weise weiter fort, immerhin gibt sich Sepp aber auch im Finish nicht auf und holt sich trotz eines verzogenen Abschlags mit einem gelochten Sechsmeterputt auf der 16 sein zweites Birdie ab. Passend zum völlig verpatzten Tag zieht dann auf der 18 der Drive in die Native Area, von wo aus er nur die Küstenlinie links neben dem Grün findet und sich von dort aus noch ein drittes Doppelbogey eintritt. Am Ende geht sich so lediglich die 78 (+7) aus, was ihn mit der schlechtesten Runde des Tages die RBC Heritage nur auf Rang 42 beenden lässt.
Konstanz als Spielverderber
Ziemlich ungewohnt hat Sepp in den letzten Wochen vor allem mit der Konstanz zu kämpfen. Konnte er in der frühen Phase der Saison noch ziemlich gleichmäßig gute Runden abspulen, was ihm in Pebble Beach etwa auch einen hervorragenden 2. Platz einbrachte, so hat er zuletzt immer wieder mit völlig verpatzten Runden zu kämpfen. Ganz schlimm erwischte es ihn am Samstag bei den Genesis Invitational, wo er mit der 80 seine bis dato höchste Runde der Karriere notierte.
Auch danach war meist eine wilde Runde dabei, was ihm etwa bei den Arnold Palmer Invitational mit einer 76er Schlussrunde das Top 10 Resultat vermasselte. Zuletzt war dann der Sonntag beim Masters zum Vergessen, wo er ebenfalls aufgrund einer 76 ein deutlich besseres Ergebnis als Rang 41 liegenließ. In Hilton Head Island ist er nun am Finaltag sogar im völlig freien Fall unterwegs, denn die hervorragende Ausgangslage als 3. nach drei Runden löste sich bereits nach wenigen Löchern buchstäblich in Luft auf.
Kommende Woche wird Sepp Straka während der Zurich Classic eine Pause einlegen, ehe es danach in Miami am Blue Monster Course von Doral mit dem nächsten Signature Event wieder zur Sache geht. Danach steht er in Quail Hollow sogar als Titelverteidiger bei den Truist Championship in den Teeboxen, ehe danach mit den PGA Championship bereits das zweite Major des Jahres auf dem Programm steht.
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