Geschichte Tag für Tag: 21. Juli
21. Juli 1994:
Alexander Solschenizyn / AP
Der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn kehrt aus seinem Exil in den USA nach Moskau zurück. Sein Hauptwerk "Der Archipel Gulag" beschreibt das System, den Alltag und die Verbrechen der sowjetischen Gefangenenlager zu Zeiten Stalins.
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Große Kunst aus dem Gulag
21. Juli 1992:
/ AP
Mit dem Zerfall der Sowjetunion wollte sich auch der östliche Teil der Republik Moldau, Transnistrien, von Moldawien abspalten. In einem kurzen, aber heftigen Krieg ab 1990 machte sich der kleine, langgezogene Landstreifen faktisch unabhängig. Auf beiden Seiten werden über 1000 Todesopfer gemeldet. Nach zwei Jahren werden die gewalttätigen Auseinandersetzungen auf Vermittlung des russischen Generals Alexander Lebed hin eingestellt.
Transnistrien sieht sich selbst noch immer als „sozialistische Republik“, hat eine eigene Währung in Rubel, die vorwiegende Sprache ist Russisch. Innerhalb des Staates werden Grenzkontrollen durchgeführt.
Moldawien gilt heute, direkt vor den EU-Außengrenzen in Rumänien gelegen, als ärmstes Land Europas.
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21. Juli 1613:
Russland bekommt seinen ersten Zaren: Michael Romanow wird zum Herrscher über den aufstrebenden Russischen Staat gekrönt und begründet damit die Romanow-Dynastie, die Russland dann über drei Jahrhunderte bis 1917 regieren sollte. Außerdem beendete der Amtsantritt Michaels die 15 Jahre andauernde turbulente Zeit der Wirren von 1598 bis 1613.
Alexej Tolstoj schreibt über dem ersten russischen Zaren: „Das russische Volk glaubte kaum an den neuen Zaren, aber das Leben musste weitergehen.“
Rutschen und Séancen: Zeitvertreib mit der Zarenfamilie