Breite Allianz kämpft weiter für Betroffene
In der aktuellen Ausgabe von „Wiener Wissen“ analysieren Internistin Corinna Geiger, Unternehmer Mikis Waschl und WWTF-Programm-Manager Benjamin Missbach die nüchterne Alltags-Realität von Betroffenen der Multisystemerkrankung ME/CFS, an der in Österreich etwa 80.000 Personen leiden. Waschl über seinen an ME/CFS-erkrankten Jugendfreund Christoph Ströck: „Christoph ist seit vielen Jahren ans Bett gebunden. Menschen wie er liegen im Dunklen und fühlen sich alleine.“
Geiger: „Die derzeit einzige Möglichkeit, mit ME/CMS umzugehen, ist das konkrete Einteilen der eigenen Energie. Wie geht man mit dem eigenen Energiehaushalt um? Etwa beim Essen. Beim Duschen. Oder auch beim Abtrocknen danach“. Waschl: „Christoph Ströck hat einen Spießrutenlauf von einer Fehldiagnose zur nächsten hinter sich. Ich bewundere ihn, wie er das alles erträgt.“ Auf die Frage, ob sich die Situation verbessern würde meint Geiger, die auch eine Online-Klinik für Long-Covid-Betroffene betreibt: „Wir kämpfen mit Evidenz gegen Meinung.“
Um den Weg zu wirksamen Behandlungen und einer Heilung zu beschleunigen, braucht es Forschung und Menschen, die jeden Tag aufs Neue alles geben, um den Betroffenen zu helfen, weiß Benjamin Missbach vom WWTF nur allzu gut. Wie Engagierte aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medizin für Jene kämpfen, die es selber nicht mehr können, erfahren Sie im Video oben.