"Kings of Hollywood": Wenn der Westernstar einen Strich durch die Rechnung macht
Ein Hollywood-Produzent, der vor der Pleite steht, verfällt auf die Idee, einen alten Star verunglücken zu lassen und so eine hohe Versicherungssumme zu kassieren. "Kings of Hollywood" ist eine amhaft besetzte Hollywood-Komödie.
Wenn Hollywood über sich selbst Filme dreht, gibt es meistens was zu lachen. So auch in diesem Remake des Films "The Comeback Trail" (1982). Die Besetzung von "Kings of Hollywood" (2020, nun bei 3sat) ist mit Robert De Niro, Tommy Lee Jones und Morgan Freeman hochklassig, der Plot sitzt: Max Barber (Robert De Niro), ein in Not geratener Produzent von Trashfilmen wie "Der älteste Colt im Westen" oder "Kühe aus dem Jenseits", verfällt auf die Idee, den tödlichen Unfall seines Hauptdarstellers zu inszenieren, um so an eine hohe Versicherungssumme zu gelangen. Schließlich sitzt ihm der mafiöse Geldgeber Reggie Fontaine (Morgan Freeman) im Nacken, der innerhalb von drei Tagen sein Geld zurückwill. Ansonsten werde er erwürgt. Doch die Geschichte um den gecasteten Altstar Duke Montana (Tommy Lee Jones) nimmt eine überraschende Wende.
Duke, der Westernstar, ist auch bei noch so gefährlichen Stunts nicht totzukriegen, offensichtlich hat er neun Leben, wie eine Katze. Mehr noch: Durch die Aufregung um den alternden Star werden Max und seine Firma, die "Miracle Motion Pictures", so berühmt, dass sie schließlich bei der Oscarverleihung landen. Das alles spielt auf die Zeit des Übergangs vom teuren Kinofilm zu billigen Videoproduktionen in den Siebzigern an. Die Dialoge haben einigen Esprit.
Letztlich erging es dem Regisseur der Komödie, dem erfahrenen Action-Fachmann George Gallo, mit seiner augenzwinkernden Hollywood-Kritik fast so wie Robert De Niro im Film: 25 Millionen Dollar verschlangen die Dreharbeiten in New Mexico, aber nur 2,4 Millionen spielte der Film an der Kinokasse ein.
Kings of Hollywood – Sa. 04.07. – 3sat: 18.35 Uhr