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Iran-Krieg aktuell | Drohne trifft Atomkraftwerk in Abu Dhabi – Brand

Die Emirate werden erneut Ziel von Angriffen. Großbritannien hilft seinen Verbündeten im Nahen Osten bei der Drohnenabwehr. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 17. Mai Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran , der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran. Großbritannien unterstützt Verbündete mit neuer Waffe zur Drohnenabwehr Großbritannien will die Golfstaaten und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer Drohnen künftig mit einer neuen Waffe unterstützen. Das Verteidigungsministerium in London erklärte, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich – und das "zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden". Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, hieß es weiter. Es werde der Luftwaffe helfen, "bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen", erklärte Verteidigungsminister Luke Pollard. Die Typhoon-Kampfflugzeuge verteidigten im Nahen Osten britische Staatsbürger und Interessen sowie Verbündete. Die Jets dienten als Rückgrat der Luftabwehr Großbritanniens und der Nato . Die Kampfflugzeuge schützen demnach auch die Nato-Ostflanke vor dem möglichen Eindringen russischer Drohnen. Die neue Anti-Drohnen-Waffe (Kürzel APKWS) nutzt demnach ein Laser-Zielsystem, das einfache Raketen in günstige Präzisionswaffen umwandelt. Das Ministerium nannte keinen genauen Preis für das System. "Die Entwicklung günstiger Systeme bietet einen effektiveren und nachhaltigeren Weg, der zunehmenden Bedrohung des britischen Militärs und unserer Partner durch Drohnen zu begegnen", hieß es. Berichten zufolge kostet die Herstellung einer Drohne den Iran nur um die 25.000 US-Dollar , wohingegen von Kampfjets und der Luftabwehr eingesetzte Raketen mehrere Hunderttausend Dollar oder mehr als eine Million Dollar kosten können. Die modernsten Raketen für Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot, die auch ballistische Raketen abfangen können, kosten Berichten zufolge jeweils um die vier Millionen US-Dollar. Bericht: USA wollen VAE iranische Insel einnehmen lassen Aus Donald Trumps Umfeld sollen Vorschläge kommen, nach denen die Vereinigten Arabischen Emirate die iranische Insel Lavan einnehmen sollen. Sie wurde Berichten zufolge Anfang April bei geheimen Militärschlägen der Emiratis bombardiert. Wie der britische "Telegraph" berichtet, soll ein US-Beamter "Macht sie fertig!" gesagt haben. "Dann wären es emiratische Truppen vor Ort statt US-amerikanischer." Die VAE hatten gestern erklärt, dass sie zu Verteidigungsmaßnahmen gegen den Iran bereit seien. Samstag, 16. Mai USA erwägen offenbar Sturm der Öl-Insel Charg Nach Informationen der "New York Times" bereiten sich die USA auf ein Ende der Waffenruhe im Iran vor. Demnach prüft die US-Regierung mehrere Optionen. Darunter auch eine massive Wiederaufnahme der Kämpfe unter anderem mit der Eroberung der Öl-Insel Charg, über die der Iran seine Öl-Exporte abwickelt. Das Blatt zitierte Pentagon-Chef Pete Hegseth mit den Worten: "Wir habe einen Eskalationsplan, falls nötig." Die USA und der Iran haben derzeit eine Feuerpause vereinbart. Ein Ende des Krieges spielte auch bei den Beratungen zwischen US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking eine Rolle. Hamas bestätigt Tod von Anführer al-Haddad Die radikalislamische Terrororganisation Hamas hat den Tod des Anführers ihres militärischen Flügels bestätigt. Zwei Vertreter der islamistischen Palästinenserorganisation sagten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, dass Israel am Vortag Essedin al-Haddad bei einem Angriff auf eine Wohnung und ein Fahrzeug getötet habe. Die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet bestätigten am Samstag den Tod von al-Haddad. Das israelische Verteidigungsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, einen der "wichtigsten Architekten" des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 ins Visier genommen zu haben. Al-Haddad sei verantwortlich für die Ermordung und Entführung von zahlreichen israelischen Zivilisten und Soldaten gewesen, erklärte das Ministerium. "Er hat unsere Geiseln in brutaler Gefangenschaft gehalten, hat Terroranschläge auf unsere Streitkräfte organisiert und sich geweigert, die von US-Präsident Donald Trump vorgelegte Vereinbarung für eine Entwaffnung der Hamas und eine Entmilitarisierung des Gazastreifens umzusetzen." Trump über den Iran: "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen" US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Iran unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Iran verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt." Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde. Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht. Trump: Uran-Bergung nicht wirklich wichtig US-Präsident Donald Trump hat dem US-Sender Fox News gesagt, das Ziel der USA, hochangereichertes Uran aus dem Iran zu bergen, diene "mehr der Öffentlichkeitsarbeit als irgendetwas anderem". Er bekräftigte jedoch zugleich sein Engagement, das Nuklearmaterial zu entfernen. Trump sagte in einem am Donnerstagabend in den USA ausgestrahlten Interview mit Fox News, die Mission zur Bergung des Urans, das vermutlich unter den Trümmern bombardierter Atomanlagen verschüttet liegt, könne als unnötig angesehen werden, da die USA die Anlagen rund um die Uhr überwachten. VAE: Militäroperationen gegen Iran dienen nur der Verteidigung Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt. Angriff im Libanon Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. Freitag, 15. Mai USA: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird verlängert Israel und der Libanon verlängern nach Angaben der USA die bestehende Waffenruhe um 45 Tage. Die am 16. April erklärte Einstellung der Feindseligkeiten werde ausgedehnt, um weitere Fortschritte zu ermöglichen, teilt das US-Außenministerium mit. Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern sollen am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden. Iran: Hoffen, dass Vernunft in das Weiße Haus zurückkehrt Der iranische Außenminister hat die Außenpolitik der USA scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi warf Chefdiplomat Abbas Araghtschi der US-Regierung widersprüchliche Signale in der Kommunikation vor. "Die Botschaften, die wir von amerikanischer Seite erhalten, unterscheiden sich täglich. (...) Manchmal erhalten wir sogar an einem einzigen Tag mehrere unterschiedliche Botschaften", sagte Araghtschi. Als Beispiel nannte der Minister Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich über einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran empört hatte. "Danach erhielten wir jedoch erneut Botschaften von amerikanischer Seite, die zeigten, dass sie an der Fortsetzung der Gespräche und der weiteren Interaktion interessiert sind", sagte Araghtschi bei der Pressekonferenz am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe. Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten. "Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren "Vorschlag". Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen. Emirate wollen Pipeline-Ausbau beschleunigen Die Vereinigte Arabische Emirate (VAE) wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschairah im Osten des Landes beschleunigen. Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Straße von Hormus umgehen. Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fudschairah verdoppeln, hieß es. Der Ort am Golf von Oman spielt für die Emirate eine zentrale Rolle. Von dort aus können Öllieferungen die Weltmärkte erreichen, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. Iran: Kein Vertrauen in die USA – Lage rund um Hormus kompliziert Der Iran hat nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi kein Vertrauen in die USA. Die Führung in Teheran sei nur an Verhandlungen interessiert, wenn diese ernst gemeint seien, sagt er am Rande eines Brics-Treffens in Neu-Delhi. Widersprüchliche Signale ließen an den wahren Absichten der Amerikaner zweifeln. Um der Diplomatie eine Chance zu geben, versuche der Iran, die Waffenruhe einzuhalten. Die Lage rund um die Straße von Hormus sei sehr kompliziert, es könnten jedoch alle Schiffe die Meerenge passieren, die nicht mit den Angriffen der USA in Verbindung stünden. Eine Vermittlung durch Pakistan sei nicht gescheitert, gestalte sich aber schwierig. Zudem sei jede Hilfe Chinas in der aktuellen Situation willkommen. China fordert dauerhafte Waffenruhe in Iran-Krieg Nach US-Präsident Donald Trumps Äußerung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter. Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hieß es weiter. Saudi-Arabien und Emirate haben offenbar Iran angegriffen Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien, noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte. Trump zu Iran: Werde nicht mehr lange geduldig sein US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig. Iran stationiert U-Boote in der Straße von Hormus Die iranische Marine hat nach Angaben ihres Kommandeurs, Konteradmiral Shahram Irani, eigene Mini-U-Boote in der Straße von Hormus stationiert. Die Einheiten sollten dort feindliche Kriegsschiffe überwachen und bekämpfen können, erklärte Irani. Laut Irani könnten die U-Boote über längere Zeit auf dem Meeresboden verbleiben und dabei gegnerische Schiffe verfolgen. Innerhalb der iranischen Marine seien die U-Boote als "Delfine des Persischen Golfs" bekannt, sagte der Kommandeur. Die Boote seien während eines Manövers in der Straße von Hormus aufgetaucht, das dem Gedenken an die Opfer des Zerstörers "Dena" gewidmet gewesen sei. Nach mehreren Formationsmanövern seien die U-Boote wieder in die Tiefe abgetaucht, um ihre Einsätze fortzusetzen, erklärte Irani weiter. USA: Positive Gespräche über Frieden in Libanon Die jüngsten Gespräche in Washington im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind nach US-Angaben bislang "positiv" verlaufen. Es habe am Donnerstag "produktive Gespräche" gegeben, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums. Am Freitag werde es wie geplant ein weiteres Treffen geben, fügte er hinzu. Es handelt sich um die dritte Gesprächsrunde seit Bekanntgabe einer Feuerpause vor fast einem Monat. Bei dem vergangenen Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen. Donnerstag, 14. Mai Marine plant weitere Beiträge für Hormus-Einsatz Für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus stellt das Verteidigungsministerium die Beteiligung von zusätzlichem Gerät und Personal in Aussicht. Bislang waren das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" dafür vorgesehen. Daneben wird nun signalisiert, dass "auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" zum Einsatz kommen sollen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. "Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind", stellte das Ministerium erneut klar. "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages." Internet im Iran soll wieder freigeschaltet werden Im Iran soll das Internet einem Bericht zufolge nach mehr als 75 Tagen Anfang Juni wieder freigeschaltet werden. Ein von Vizepräsident Mohammed-Reza Aref geleiteter "Sonderstab" solle in der kommenden Woche die notwendigen Schritte einleiten, damit das Internet in der ersten Juni-Woche wieder für alle Bürger verfügbar werde, berichtete die Tageszeitung "Etemad" auf ihrem Webportal unter Berufung auf Regierungskreise. Die Regierung hatte den Zugang zum globalen Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither können die fast 90 Millionen Iraner nur auf staatlich genehmigte Webseiten zugreifen. Seitdem sind die iranischen Bürgerinnen und Bürger weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Für viele schränkte das auch den Kontakt zu Angehörigen oder Freunden im Ausland massiv ein. Auch wirtschaftlich sind die Folgen der Blockade erheblich. Insbesondere für Online-Händler, deren Zahl auf mehr als eine Million geschätzt wird. Offiziell begründet der Staat die Sperre mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden. US-Admiral: Berichte über verbliebene Raketen des Iran falsch Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Iran widersprochen. Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals. Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. "Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden." Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. "Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen." Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild. James Adams, Direktor des US-Militärgeheimdienstes DIA, hatte in einer früheren Anhörung im Kongress bereits anerkannt, dass der Iran weiter über erhebliche Bestände verfüge. Obwohl die militärischen Fähigkeiten des Iran durch die Luftangriffe erheblich geschwächt worden seien, "verfügt Teheran weiterhin über Tausende von Raketen und Einweg-Kampfdrohnen, die eine Bedrohung für uns und unsere Verbündeten in der gesamten Region darstellen". Trump: Xi biete Hilfe im Iran-Krieg an Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. "Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: ,Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun'", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich. Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert. In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um "irgendetwas" gebeten habe. "Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung", sagte er. Trump habe allerdings Xi auf die Thematik hingewiesen. "Logistisches Wunder": Golfstaat umgeht Straße von Hormus Ein saudisches Unternehmen will den Lieferkettenstau durch die Krise an der Straße von Hormus bald überwunden haben. Analysten zeigen sich beeindruckt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Bis zu 400 km/h schnell: Hisbollah setzt Israels Armee mit billigen Drohnen zu Die Hisbollah kann trotz gestörter Nachschubwege Drohnen bauen. Damit greift die Terrorgruppe Israels Truppen an – und löst sich aus der Abhängigkeit vom Iran. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Iran kapert offenbar Forschungsschiff vor Küste der Emirate Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist nach Angaben der britischen Sicherheitsfirma Vanguard ein Schiff gekapert worden. "Der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens berichtete, dass das Schiff von iranischem Personal gekapert wurde, während es vor Anker lag", teilte Vanguard am Donnerstag weiter mit. Das Schiff nehme nun Kurs auf iranische Gewässer. Der Kontakt sei abgerissen und das Ortungssystem ausgeschaltet. Zwei Insidern zufolge handelt es sich um das unter der Flagge von Honduras fahrende Fischereiforschungsschiff "Hui Chuan". Seit Beginn des Krieges zwischen dem Iran sowie den USA und Israel Ende Februar hat die Regierung in Teheran bereits mindestens zwei weitere Schiffe festgesetzt. Iran erlaubt chinesischen Schiffen Passage der Straße von Hormus Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert. Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff "eines feindlichen Staates" die Meerenge durchqueren dürfe. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hieß es in dem Bericht. Eine genaue Anzahl der Schiffe wurde in dem Tasnim-Bericht nicht genannt, die Rede war lediglich von "einer Reihe chinesischer Schiffe", die nach vorheriger Koordinierung mit der iranischen Seite die Straße von Hormus durchquerten. Die erste Durchfahrt hatte den Angaben zufolge in der vergangenen Nacht begonnen. Trump und Xi: Straße von Hormus muss "offen bleiben" US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich nach Angaben des Weißen Hauses einig, dass die Straße von Hormus "offen bleiben" muss. Beide Staatschefs seien bei ihrem Treffen in Peking übereingekommen, dass dadurch der "freie Energiefluss" unterstützt werden solle, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag weiter. Die Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar vom Iran weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe in der Region. China ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls. Peking drängt daher auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte verläuft. Indien: Angriff auf indisches Schiff vor Omans Küste inakzeptabel Indien protestiert gegen einen Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff vor der Küste des Omans. "Der Angriff (...) ist inakzeptabel, und wir beklagen die Tatsache, dass die Handelsschifffahrt und zivile Seeleute weiterhin ins Visier genommen werden", erklärte das indische Außenministerium am Donnerstag. Der Angriff habe sich am Mittwoch ereignet. Die gesamte Besatzung an Bord sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich ist, geht aus der Erklärung nicht hervor. Der Oman liegt wie der Iran an der Straße von Hormus. Die für die Schifffahrt äußerst wichtige Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und wird vom Iran wegen des Krieges weitgehend blockiert. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Derzeit besteht eine Waffenruhe. Ministerium: 22 Tote nach jüngsten israelischen Angriffen im Libanon Bei den jüngsten israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach neuen Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 22 Menschen getötet worden. Unter den Toten infolge der Angriffe von Mittwoch seien acht Kinder, teilte das Ministerium mit. Zuvor war von zwölf Toten die Rede gewesen. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldete, die israelische Armee habe etwa 40 Ziele im Süden und Osten angegriffen. Israel und die proiranische Terrororganisation Hisbollah im Libanon greifen sich ungeachtet einer seit Mitte April geltenden Feuerpause weiter gegenseitig an. Mit Angriffen auf Israel hatte die Hisbollah den Libanon Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Parallel dazu laufen erstmals seit Jahrzehnten direkte Friedensverhandlungen zwischen dem Libanon und Israel. Vertreter beider Länder kommen am Donnerstag erneut für Gespräche in Washington zusammen. Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel Israels Vernichtung ist, lehnt die direkten Gespräche zwischen den Nachbarländern ab. Israel und der Libanon unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand. Emirate weisen Bericht über Netanjahu-Besuch zurück Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Angaben zurückgewiesen, wonach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Iran-Krieg das Land heimlich besuchte. Die "kursierenden Berichte über einen angeblichen Besuch" Netanjahus in den Emiraten seien nicht zutreffend, erklärte das Außenministerium der Emirate am Donnerstag. Auch eine israelische Militärdelegation sei nicht empfangen worden. Die Beziehungen zu Israel seien "öffentlich" und beruhten nicht auf "intransparenten oder inoffiziellen Vereinbarungen", erklärte das Ministerium weiter. Netanjahus Büro hatte am Mittwoch erklärt, der israelische Regierungschef habe während des Iran-Kriegs in den Emiraten ein "geheimes" Treffen mit Präsident Mohammed bin Sajed al-Nahjan abgehalten. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost finden Sie hier.


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