WHO: Nach Hantavirus-Ausbruch auf "Hondius" Andesstamm in acht Fällen nachgewiesen
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in acht Fällen eine Infektion mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Andesstamm des Virus nachgewiesen worden. Bis Mittwoch seien "elf Fälle, darunter drei Todesfälle" gemeldet worden, erklärte die WHO am Mittwochabend. Von diesen elf Fällen seien acht im Labor als Infektionen mit dem Andesvirus bestätigt worden, zwei weitere gelten demnach als wahrscheinlich. Ein weiterer Fall werde noch untersucht.
An Bord der "Hondius" war es während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen. Drei Passagiere starben: ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen am Sonntag und Montag das Kreuzfahrtschiff und traten von Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise an.
Bei der Übertragung des Hantavirus auf den Menschen dienen in der Regel infizierte wilde Nagetiere wie Mäuse oder Ratten als Zwischenwirt. Das Andesvirus ist der einzige Hantavirusstamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist.