Mehr Kontrolle über Daten: Facebook startet “Clear History”-Funktion – anderthalb Jahre nach der Ankündigung
Im Mai 2018 hat Facebook unter dem Druck der Datenaffären das Werkzeug “Clear History” angekündigt. Die Funktion, die den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten gibt, sollte das Vertrauen in das Netzwerk wieder herstellen. Anderthalb Jahre später startet Facebook nun das Tool.
Zunächst nur in Irland, Südkorea und Spanien verfügbar, erlaubt Facebook fortan, Daten von Drittanbietern zu entfernen. Damit sind jegliche Informationen gemeint, die das US-Unternehmen über Pixel oder einen Facebook-Login auf anderen Webseiten und Apps bekommen hat. Werbetreibende nutzen die Daten, um auf der Plattform personalisierte Werbung schalten zu können.
So sieht die Funktion aus
Das nun “Off-Facebook activity” genannte Werkzeug steht den Nutzern der drei Länder in den Einstellungen zur Verfügung und soll vor allem dafür sorgen, dass die Daten der Drittanbieter vom Facebook-Account entkoppelt werden – und diese auch in Zukunft keine Informationen mehr teilen können. Es ist sowohl möglich einzelne Webseiten und Apps auszuschließen als auch den gesamten Datenverlauf zu entfernen. Dadurch erhalten die Mitglieder mehr Kontrolle im Umgang mit persönlichen Informationen.
Facebook nimmt mit dem Schritt Einbußen im Werbegeschäft in Kauf, könnte auf der anderen Seite aber auch das Vertrauen der Nutzer wieder gewinnen. In Deutschland und den USA soll das Tool in den kommenden Monaten starten.
rt