Sanierung, Abschnitte, Umleitungen: So läuft die zweijährige Sperrung des Schulbergwegs in Ziegelhausen
Von Thomas Seiler
Heidelberg-Ziegelhausen. Für den 16. September plant die Stadt den Beginn der Erneuerung des Schulbergwegs zwischen Schönauer Straße und Hausnummer 2. Bis Ende September 2021 soll der Weg komplett für den Verkehr gesperrt werden. Dementsprechend viele Fragen - insbesondere von Anliegern - prasselten im Bezirksbeirat auf die zwei Mitarbeiter des Tiefbauamts, Stefan Ziemer und Hartmut Tilman, sowie auf Pia Dammbach vom Amt für Verkehrsmanagement ein, geht es doch darum, dass fast jeder der vielen Bewohner des Hahnberggebiets über diesen Verbindungsweg hinunter ins Neckartal gelangt, um ins "Dorf" oder nach Heidelberg zu kommen. Auch der Bergbus (Linie 36) fährt über diese Route.
Warum sind die so lange andauernden Arbeiten, die sich in zwei Abschnitte gliedern, überhaupt notwendig? "Die Stützmauer im Schulbergweg zwischen Hausnummer 24 und Schönauer Straße ist auf einer Länge von rund neunzig Metern äußerst marode", erklärte Ziemer. Mit einer neu zu errichtenden Winkelstützmauer gehe man daher zukünftigen Problemen aus dem Weg.
Dies nehmen die Stadtwerke zum An-lass und erneuern komplett auf der gesamten Strecke die bestehenden Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie die Straßenbeleuchtung. In diesem Zusammenhang erfolgt laut Ziemer durch das Tiefbauamt im Rahmen der Fortführung des Straßensanierungsprogramms auf einer Länge von etwa 350 Metern eine grundhafte Gesamterneuerung der Straße. "Das ist bitter notwendig", wusste Bezirksbeirat Gert Benz (FDP) als Anlieger aus eigener Erfahrung.
Ebenfalls vorgesehen sind zwei kleine Winkelstützwände an der Unterführung des Schulbergwegs vom Hahnbergweg ins Wohngebiet hinauf, dem sogenannten Almendohl. Zusätzlich tauschen die Stadtbetriebe noch den Mischwasserkanal zwischen Hausnummer 4 und 16 sowie zwischen den Nummern 23 und 33 aus.
Umfangreich erläuterte Ziemer die Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten in dieses Wohngebiet. Im ersten Bauabschnitt zwischen Schönauer und Karl-Christ-Straße erfolgt die Anfahrt über den Friedhofweg, und wenn man in die Karl-Christ-Straße will, dann über den Schönauer Abtweg oder den
Hahnbergweg. Beim zweiten Bauabschnitt ist dann wieder, von der Schönauer Straße kommend, die Zu- und Abfahrt über die Karl-Christ-Straße möglich. Beim ersten Abschnitt bleibt dagegen nur die Möglichkeit, über die Hirtenaue Richtung Neckar zu kommen.
Komplizierter gestaltet sich die Umleitung der Linie 36, obwohl für Anwohner und den Rettungsdienst immer eine Zufahrt bis zum Baufeld gewährleistet ist. Denn der Bus wird während der gesamten Bauzeit die Haltestellen "Schönauer Straße" und "Schulbergweg" nicht anfahren und eine "verkürzte" Route zwischen "Ziegelhausen Kirche" und "Ziegelhausen Friedhof" nutzen.
Dies geschieht in beiden Richtungen über die Einbahnstraße des Friedhofwegs, die für den Autoverkehr in dieser Zeit als solche bestehen bleibt. Drei Engstellensignalisierungen sollen dafür sorgen, dass der Bus entgegen der Einbahnstraße wieder in Tal kommt.
Wenig Hoffnung machte Ziemer auf Parkplätze in der Schönauer Straße, da dort Baumaterialien gelagert werden. Besser sieht es dagegen bei der Leerung der Mülltonnen aus: Gelangt man kurzfristig nicht zu den Häusern, werden die Tonnen an eine zentrale Stelle gebracht und später wieder zurückgestellt.