Viernheim: Kein Brummifahrer bei Großkontrolle betrunken
Viernheim. (pol/mün) Die gute Nachricht: Bei eine Großkontrolle von 43 Lastwagen- und 38 Transporterfahrer am Sonntagabend auf der Autobahn A67 bei Viernheim wurde niemand im alkoholisierten Zustand erwischt.
Die schlechte Nachricht: Dafür fanden die Beamten aber Verstöße gegen das Sonntagsfahrverbot, wegen illegaler Personenbeförderung und in neun Fällen wegen Verstößen gegen die geltenden Lenk- und Ruhezeiten. Insgesamt wurden 11.400 Euro an Sicherheitsleistungen von den betroffenen Fahrern gefordert.
Das war noch nicht alles.
Ein Brummifahrer aus Osteuropa händigte den Beamten bei der Kontrolle einen gefälschten Führerschein aus. Ihn erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung.
Ein Autofahrer stand augenscheinlich unter dem Einfluss von Drogen. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Genauso wie gegen den Beifahrer in einem Kleintransporter, der kleine Mengen Amphetamin, Haschisch und Marihuana bei sich hatte.
Zudem fanden die Gesetzeshüter in einem Transporter zahlreiche elektronische Geräte. Kaufbelege oder Eigentumsnachweise konnten die Insassen nicht vorlegen. Ein Computer war im polizeilichen Fahndungssystem als gestohlen registriert. Die Beamten stellten die Gegenstände sicher und prüfen nun, ob sie weiteren Straftaten zugeordnet werden können.
Die Großkontrolle wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss wurde durchgeführt, weil es immer wieder zu schweren Unfällen mit betrunkenen Lkw-Fahrern gekommen war. Im September 2017 verursachte ein osteuropäischer Transporterfahrer auf der A67 bei Rüsselsheim als Geisterfahrer einen Verkehrsunfall mit drei Toten. Der Wagenlenker hatte damals 3,4 Promille.
Im April verursachte ebenfalls ein Transportfahrer aus Osteuropa im Bereich der Rastanlage Bergstraße einen Unfall mit einer schwer verletzten Person. Ein Atemalkoholtest zeigte 2,72 Promille an.
Erst im Dezember 2018 konnte ein ebenfalls osteuropäischer Lkw-Fahrer bei Darmstadt nur durch ein als Sperre eingesetztes Streufahrzeug gestoppt werden. Auch dieser Brummifahrer stand deutlich unter Alkoholeinwirkung. Ein Test zeigte 2,3 Promille an.
Weitere Fälle mit alkoholisierten Lkw-Fahrern aus Osteuropa registrierten die Ordnungshüter zudem unter anderem im August 2018 und im November 2018 auf der A67.