Experten erklären, was sich wirklich hinter den Sicherheitshinweisen der Flugbegleiter verbirgt
Fast jeder hat sie mittlerweile ein paar Mal gehört, einige kennen sie vielleicht schon auswendig: Die Sicherheitshinweise des Board-Personals vor dem Abflug des Flugzeugs. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Anweisungen? Warum darf man sein Handy während des Fluges nicht benutzen, wozu die Lehne jedes Mal hochklappen und wozu ist bloß der Aschenbecher auf der Toilette da, wenn eh ein allgemeines Rauchverbot herrscht?
Wir haben recherchiert und auf all diese Fragen Antworten gefunden. Hier kommt das gesammelte Hintergrundwissen zu den Sicherheitshinweisen auf Flugzeugen.
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„Bitte schalten Sie Ihre Mobiltelefone während des gesamten Fluges in den Flugzeugmodus.“
Flugbegleiter erinnern gerne mehrmals daran, dass Handys während des Fluges ausgeschaltet oder in den Flugmodus gehören. Lange Zeit wurde diese Regel damit begründet, dass die Signale des Handys die Frequenzen der Navigationssysteme beeinflussen oder stören könnten.
Ein Easyjet-Pilot widerspricht dem: „Die Bordkommunikationssysteme sind heutzutage hochentwickelt. Eine Handynutzung kann keine Behinderung verursachen“, erklärte Chris Foster in der Zeitung „Liverpool Echo“.
In vielen Airlines wird das Handyverbot mittlerweile viel locker angegangen als früher. Mittlerweile gehe es bei dieser Regel mehr um den Komfort der Passagiere als um die Sicherheit, erklärt der Luftfahrtexperte Cord Schellenberg in der „Welt“. „Wäre es wirklich gefährlich, das Handy während Start und Landung zu nutzen, dann würden Fluggesellschaften die Handys einsammeln oder ganz verbieten“, sagt er.
Stattdessen soll das Verbot nunmehr bezwecken, dass die unmittelbaren Sitznachbarn nicht durch Klingeltöne oder laute Telefongespräche gestört werden.
„Das Rauchen ist während des gesamten Fluges nicht gestattet — auch nicht in den Waschräumen!“
Seit den 1980er Jahren wurde in immer mehr Fluggesellschaften systematisch das Rauchverbot eingeführt. Es gibt diese Regelung also schon ganz schön lange. Und trotzdem findet man in vielen Flugzeugen auf der Bordtoilette noch immer einen Aschenbecher. Eine Flugbegleiterin verrät auf dem Blog der Lufthansa, was es damit auf sich hat: „Der kleine Aschenbecher soll vermeiden, dass die Asche oder der heiße Glimmstängel den Papierkorb in Brand setzen und somit das ganze Flugzeug in Gefahr bringt“, schreibt sie.
Es empfiehlt sich dennoch nicht, den „geheimen“ Aschenbecher hinter verschlossener Toilettentür auszuprobieren — denn werdet ihr erwischt, erwartet euch möglicherweise eine hohe Geldstrafe.
„Ziehen Sie die Sauerstoffmaske ganz zu sich heran und drücken Sie sie fest auf Mund und Nase.“
Den Hinweis mit den Sauerstoffmasken solltet ihr durchaus ernst nehmen, denn sollte der Fall, dass Druckverlust in der Kabine herrscht, tatsächlich eintreten, bleiben euch nur 15 bis 20 Sekunden, bevor ihr das Bewusstsein verliert. „Selbstschutz geht immer vor!“, mahnt die Flugbegleiterin in ihrem Blogeintrag. Helft daher euren Sitznachbarn erst dann, wenn Ihr selbst versorgt seid.
Die Sauerstoffmasken können für etwa 15 Minuten Sauerstoff spenden. Das klingt nach nicht so viel, reicht den Piloten aber vollkommen, um das Flugzeug wieder auf die richtige Höhe zu bringen.
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