Walldürn: Wallfahrtsplatz ist kein Hundeklo
Walldürn. (RNZ) In der Sitzung des Wallfahrtsausschusses wurden neben einem Rückblick auf die Fahrradwallfahrt auch anstehende Termine besprochen. Als nächster besonderer Wallfahrtstag steht das Treffen der Pilgerführer am Samstag, 20. Oktober, in der Wallfahrtsstadt auf dem Programm.
Am Vormittag findet zunächst eine Pilgermesse mit allen verantwortlichen Organisatoren der Fußwallfahrtsgruppen statt. Danach schließt sich die Aussprache über die letzte Wallfahrtzeit an. Nach dem Mittagessen wird das Leitwort für das Wallfahrtsjahr 2019 vorgestellt, bevor dann am Nachmittag das Treffen mit einer kurzen Andacht und dem Segen für alle Beteiligten endet.
Eine größere Diskussion gab es zur aktuellen Situation am Wallfahrtsplatz. Vermehrt wird in den vergangenen Wochen und Monaten festgestellt, dass der Wallfahrtsplatz als Hundeklo genutzt wird. Dies kann dem Anspruch der größten eucharistischen Wallfahrtsstätte in Deutschland - mit der Basilika, dem Bereich des Wallfahrtsplatzes und mit der Lourdes-Grotte als heiligen Bezirk - nicht genügen. Dies war einstimmiger Tenor in den Reihen der Ausschussmitglieder.
Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen habe diese ganze Situation noch verschärft, der Geruch sei bisweilen unerträglich. Es wird an einer Lösung gearbeitet und dazu auch Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen. Gleichzeitig appelliert der Wallfahrtsausschuss an alle Hundehalter, diesen Bereich um die Basilika zu schützen, damit dort eine Atmosphäre entstehen kann, die einer Wallfahrtsstadt gerecht wird. Das Areal soll für Tausende von Pilgern im Jahr ein einladendes und gern gesehenes religiöses Zentrum zum Verweilen darstellen.
Dass der Wallfahrtsplatz mit seiner terrassenförmigen Struktur und dem Freialtar mit dem Relief des Blutbilds aus Sandstein im Mittelpunkt derzeit noch nicht zufriedenstellend gestaltet ist, wurde im Ausschuss festgestellt. Die 2014 gegründete Arbeitsgruppe "Wallfahrt" hatte in ihrem Konzept die Infrastruktur um diesen heiligen Bezirk im Blick. Eine ganze Reihe von guten Ideen zur Umgestaltung und Aufwertung dieses Bereiches wurden dabei eingebracht. Bislang fehlt es aber an der Umsetzung und vor allem an der Bereitstellung der finanziellen Mittel.
Um die Wallfahrtstage in der Kernwallfahrtszeit wie auch die besonderen Wallfahrtstage außerhalb dieser Zeit besser hervorzuheben, sollen einheitliche Plakate gestaltet und an entsprechende kirchliche und öffentliche Einrichtungen versandt werden.