Kriminalstatistik 2017: Erstmals seit 2014 weniger Straftaten in der Region
Mannheim. (pol/gun/dpa) Die Gesamtzahl der Straftaten in der Region ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2014 zurückgegangen. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die das Polizeipräsidium Mannheim am Mittwoch vorstellte.
Demnach sank die Zahl der Delikte in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis um 2,5 Prozent auf 74.838. Auch die Aufklärungsquote konnt nochmals gesteigert werden. In mehr als der Hälfte aller Taten ermittelte die Polizei einen oder mehrere Tatverdächtige.
Vorreiter des positiven Gesamttrends ist der Rhein-Neckar-Kreis, wo die Straftaten sogar um 6,3 Prozent zurückgingen. In Mannheim liegt das Minus bei 1,5 Prozent. Nur aus Heidelberg gibt es keine so guten Nachrichten: Hier stieg die Summe der Vorfälle leicht um 1,4 Prozent.
Mannheims Polizeipräsident beklagte auf der Pressekonferenz die hohe Zahl von Gewalttaten gegen Polizeibeamte. In der Region seien im vergangenen Jahr 441 Fälle registriert worden. "Darin sind die zahlreichen Beleidigungen, mit denen die Beamtinnen und Beamten im täglichen Dienst konfrontiert werden, nicht erfasst." Zwar seien die Zahlen im Vergleich zu 2016 leicht um 2,6 Prozent gesunken. "Leider liegen sie aber noch immer auf einem hohen Niveau", kritisierte Köber. "Da läuft in der Gesellschaft etwas falsch."
Einen Rückgang der Übergriffe erhofft sich die Polizei durch den verstärkten Einsatz von Antikonfliktteams bei Veranstaltungen sowie durch die Einführung sogenannter Bodycams. Das sind von Einsatzkräften sichtbar getragene Videokameras zur Dokumentation.
Mehr Informationen zur Vorstellung der Kriminalstatistik 2017 lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.