Mannheim: Freundeskreis des Planetariums feiert 40-jähriges Bestehen
Von Gerhard Bühler
Mannheim. Der Freundeskreis des Planetariums war nicht nur maßgeblich mitverantwortlich, dass es 1982 überhaupt zum Neubau des Planetariums am Europaplatz kam. Bis heute bringt der Verein immer wieder wichtige Projekte für das Planetarium mit Spendengeldern voran. So auch beim neusten Projekt, der Planetenallee in der Augustaanlage, die noch in diesem Jahr realisiert werden soll.
105.000 Besucher bei über 1250 Veranstaltungen im vergangenen Jahr seien der Beweis für die Popularität des Planetariums, erklärte dessen Direktor Christian Theis beim Neujahrsempfang. Diese Popularität ist auch ein Verdienst des Freundeskreises, der 2018 sein 40-jähriges Bestehen feiert. Neben dem neuen Online-Ticket-System hob Theis dann auch die neue LED-Außenbeleuchtung hervor und dankte dem Freundeskreis für die 15.000- Euro-Investition, die mithilfe von Spenden möglich wurde.
Welch entscheidende Rolle der Verein mit seinen 500 Mitgliedern schon kurz nach seiner Gründung für die Realisierung des Planetarium-Neubaus spielte, führte die stellvertretende Vereinsvorsitzenden Roswitha Henz-Beswurde den Zuhörern im Kuppelsaal durch ihren ihren bebilderten Vortrag vor Augen. Ohne die Vereinsgründung und das Drängen einiger engagierter Bürger wäre der Bau des Planetariums wohl nie zustande gekommen.
Nachdem das ursprüngliche Ziel des Neubaus erreicht war, nannte sich der Verein von Planetarium Mannheim in Freundeskreis des Planetariums um. Das neue Vereinsziel ist seither, "die astronomische und naturwissenschaftliche Bildung zu fördern und das Planetarium in seiner Arbeit zu unterstützen", wie Roswitha Henz-Best betonte.
Genau diesem Zweck soll die neue Planetenallee in der Augustaanlage dienen. Mit dem geplanten Modell, in dem die Abstände der Planeten maßstabsgetreu wiedergegeben sind, können beim Spaziergang vom Planetarium bis zum Friedrichsplatz die Entfernungen in unserem Sonnensystem erlebbar gemacht werden.
Als Symbol der Sonne soll am Beginn der Augustaanlage eine fußballgroße, mittels LED-Technik hell strahlende und weithin sichtbare Glaskugel in 3,60 Metern Höhe zum Einsatz kommen. "Die Einweihung ist noch in diesem Jahr vorgesehen", kündigte Wolfgang Wacker, der Vorsitzender des Freundeskreises, an. Er hofft für das Projekt noch auf weitere Spenden. Noch seien die Kosten über 150.000 Euro nicht ganz finanziert. Nach den ersten sichtbaren Installationen werde die Spendenbereitschaft aber wachsen, ist Wacker überzeugt.