Café Erdmann Hirschberg-Leutershausen: Birnentörtchen als Bergstraßen-Botschafter
Von Nicoline Pilz
Hirschberg-Leutershausen. Was das Makronengebäck "Mannemer Dreck" für die Quadratestadt ist, soll das "Bergsträßer Birnentörtchen" für die Region werden. Kreiert von Konditor Klaus Erdmann nach einer Idee von Fernsehkoch Bert Schreiber, birgt es in seinem runden Inneren schichtweise köstliche und vor allem regionale Zutaten vom Obsthof Werner Volk.
Dort wächst die alte und eigentlich recht unansehnliche Birnensorte "Geißhirt’l", die allerdings ein ganz besonders feines Aroma habe, wie Schreiber gestern beim Pressetermin nebst Birnentörtchen-Verkostung im "Café Erdmann" verriet. Allerdings ist dieses volle Geschmackserlebnis zeitlich begrenzt. Werner Volk rettet es über den Winter, in dem er einen "Geißhirt’l‘"-Brand produziert: Der sanft vollmundige Brand bildet die Hauptzutat, mit der Klaus Erdmann den Schokoladenbiskuit des Törtchens tränkt.
Schreiber hatte schon recht klare Vorstellungen von einem Törtchen für die Region, als er mit seiner Idee vor Klaus Erdmann trat. In dem Café in Leutershausen, gerade vom Fachmagazin "Der Feinschmecker" als eines von Deutschlands besten Cafés bewertet, ist Schreiber ohnehin jeden Samstag anzutreffen - das kreative Duo tüftelt dann gerne mal Neues aus.
Anlass für die süße Kreation war Schreiber zufolge die Bitte seiner Frau, er solle doch von Ehrungen nicht noch einen Teller oder einen Pokal mitbringen. "Denn die müsse sie immer abstauben", schmunzelte der Generalsekretär der "Confédération Culinaire Internationale". Und ergänzte: "Meine Freunde aus Wien oder Salzburg bringen Sachertörtchen oder Mozartkugeln mit. Etwas zu essen bleibt doch eher in Erinnerung. Vor allem dann, wenn es schmeckt."
Und das tut das "Bergsträßer Birnentörtchen" fraglos. "Ganz fein, sehr intensiv", lobte Werner Volk, der auch die Haselnüsse für das nussige Baiser lieferte, das die Schichten der Kreation aus Biskuit, Birnenkompott und einer Creme umschließt.
Schneeweißer Puderzucker bildet das i-Tüpfelchen der ansehnlichen Oberseite. Für Bürgermeister Manuel Just eine "tolle Geschichte", als Gemeinde diese Kreation mit Produkten zweier ortsansässiger Betriebe als Werbeträger in die Region tragen zu können. Und natürlich werde man sich beteiligen: "Das Portfolio der Geschenkepalette der Gemeinde Hirschberg wird durch das Birnentörtchen erweitert", versprach Just.
Sein Dossenheimer Amtskollege Hans Lorenz äußerte, er finde es schön, dass die Gemeinden an der Bergstraße immer mehr zusammenwachsen würden: "Auch im kulinarischen Bereich." Er werde das Törtchen ebenfalls bei Gelegenheit, zum Beispiel als Gastgeschenk bei Geburtstagen, nutzen.
"Kurpfälzer sind kreativ", fand Klaus Schlappner, der ehemalige Cheftrainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft und Botschafter der Bergstraße gestern Vormittag. Dieses Törtchen sei identitätsstiftend für die Kurpfalz, meinte er sinngemäß.
Die Idee, das fluffig-süffige Törtchen in eine dekorative Holzschachtel mit Schleife zu packen, stammt von Monika Erdmann. Haltbar ist es im Kühlschrank rund zwei Wochen. Schreiber selbst lieferte dazu einen "Lebenslauf" des Birnentörtchens, das sich beim Öffnen der Schachtel quasi selbst vorstellt.
Info: Zu haben ist das "Bergsträßer Birnentörtchen" zum Preis von 19,90 Euro im "Café Erdmann" in Leutershausen.