Konstruktives Rudersportforum in Lübeck
Landestrainer und Sichtungstrainer stellen ihre Arbeit vor – Ehrung für Anne Klose
Beim Rudersportforum des RVSH im Bootshaus der Lübecker Ruderklubs kamen zahlreiche Vereins- und Verbandsvertreter zusammen, um in sehr konstruktiver und zugewandter Atmosphäre zu informieren und zu diskutieren.
Zunächst hatte RVSH-Vorsitzender Reinhart Grahn die traurige Aufgabe, die rund 30 Anwesenden um eine Schweigeminute für den im Januar verstorbenen Tobias Tietgen zu bitten, der mehr als 20 Jahre stellvertretender Vorsitzender für Finanzen des RVSH war. Ein gutes Zeichen für das Ruderland Schleswig-Holstein: Mit Axel Wagner vom Elmshorner Ruderclub wurde schon ein kommissarischer Leiter der Finanzen im RVSH gefunden, der sich im Finanzwesen ebenfalls hervorragend auskennt. Axel Wagner stellte sich kurz vor stand für Fragen zur Verfügung.
Anschließend wurde eine Ehrung nachgeholt: Anne Klose vom Ersten Kieler Ruder-Club wurde durch Lars Koltermann, stellvertretender Vorsitzender für Leistungssport im RVSH und Mitglied im Ausschuss Leistungssport des Landesportverbandes, für ihre Leistungen in der Saison 2025 ausgezeichnet. Anne Klose wurde Deutsche Meisterin und WM-Dritte im Pararudern auf dem Ergometer. Eine tolle Leistung!
Im Anschluss stellte Stephan Froelke, der neue Landestrainer des RVSH, seine Arbeit und seine Pläne vor. Besonders wichtig sind ihm die physiologische Verbesserung im Bereich der U19 und U17 und die Einbindung der Vereine. In Form von Austausch, Trainingsbesuchen und Fortbildungen soll eine Weiterentwicklung des Heimtrainings unterstützt werden. Am Fokus auf das Skullen möchte Froelke festhalten, allerdings möchte er ergänzend eine Riemenausbildung mit Hinblick auf den U19-Bereich durchführen.
Auch RVSH-Sichtungstrainer Christoph Pridik informierte über seine Arbeit. „Unser wichtigstes Ziel ist, mehr Kinder ins Boot zu bringen – denn nur aus einer breiten Basis kann sich später Leistungssport entwickeln“, so Pridik, der ausführte: „Nachhaltige Nachwuchsarbeit im Rudern gelingt nur im Zusammenspiel von Vereinen, Schulen, Trainern und Verbänden. Besonders Schulkooperationen sind ein zentraler Zugang.“ In der Grundausbildung stehe nicht die frühe Spezialisierung im Vordergrund, sondern das Verständnis der Bewegung, vielseitige Athletik und Spaß am Rudern. Diese Grundlagen seien entscheidend für eine langfristige sportliche Entwicklung.
In Abwesenheit der für den Bereich Coastal Rowing verantwortlichen Anna Louisa Kollster informierte Lars Koltermann schließlich über diesen immer wichtiger werdenden und bald olympischen Bereich. Er warb für die im Land stattfindenden Coastal-Regatten und ermutigte alle Interessierten, das Coastal Rowing bei Vereinen, die schon Boote besitzen, auszuprobieren.
Kim Koltermann
Berichtsband 2026 (pdf)