Visionär der Moderne: Der Autor Stanislaw Lem
- womit Stanislaw Lem als junger Mann die SS bekämpft,
- wie er über den angewandte Psychologie zur Raumfahrt kommt,
- warum seine Romane Abgründe aufzeigen und dennoch lustig sind.
Als junger Mann erlebt Stanislaw Lem den Überfall der Nazis auf seine polnische Heimatstadt Lemberg. Nur mit falschen Papieren überlebt der Sohn eines jüdischen Arztes die NS-Zeit. Nach dem Krieg muss er Lemberg verlassen und findet in Krakau eine neue Heimat.
Dort tauscht er das Medizinstudium gegen die Schreibmaschine und den Kosmos ein. In seinen Science-Fiction-Büchern verknüpft Lem Wissenschaft mit Philosophie. Gesellschaftskritik verlegt er geschickt von der Erde ins Universum – und entzieht sich so der staatlichen Zensur. Zu seinem bekanntesten Roman gehört "Solaris" aus dem Jahr 1961.
Lems Bücher erreichen Millionenauflagen – in Ost und West. Daneben verfasst er Essays über Evolution, Künstlicher Intelligenz, Gen-Technologie mit der Frage: "Wie können Mensch und Maschine im Einklang bleiben?" Und er wird nicht müde zu warnen: "Es steckt sehr viel Böses im Menschen. Sehr viel Böses."
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Alfred Gall (Literaturwissenschaftler Universität Mainz)
- Christopher Coenen (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe)
- Stanislaw Lem (Archiv)
Weiterführende Links:
- ARD Alpha: Klassiker der Weltliteratur – Stanislaw Lem
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!
Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.
Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Michael Richmann
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Joachim Baumann, Michael Wagner ]]>