BUNTE BÜHNE BASKETBALL (58)
Mitten im Abstiegskampf setzen die RheinStars Köln mit der Trainerverlängerung ein deutlich sichtbares Ausrufezeichen.
Mitten im Kampf gegen den Abstieg aus der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA setzen die RheinStars Köln ein Zeichen, denn sie haben die Verträge mit ihrem aktuellen Trainergespann Zoran Kukic und Oliver Elling um weitere zwei Jahre verlängert. „Die beiden haben in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet, das Team stabilisiert und mit ihrer positiven Art und Herangehensweise ein gutes Klima geschaffen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Sie haben das Team in einer schwierigen Phase Ende Oktober übernommen und tragen entscheidend dazu bei, dass wir unsere selbst gesetzten Ziele auch erreichen werden. Davon bin ich überzeugt. Wir wollen mit beiden auch die zukünftige Entwicklung angehen und uns im Unterhaus etablieren.“ Es sind lobende Worte, die Zoran Kukic in einer Pressemitteilung des Clubs gerne erwidert: „Wir kennen und schätzen beide das Umfeld über Jahre, wir wissen um die Perspektive. Bei den RheinStars herrscht ein gutes, produktives Arbeitsklima, deshalb war es für uns nach den ersten Monaten ein logischer Schritt, den Weg gemeinsam weiterzugehen.“ Kukic und Elling hatten den Job von Stephan Baeck Ende Oktober übernommen. Es war der erste Trainerwechsel der Saison 2025/26 in der ProA. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rheinländer die ersten fünf Partien verloren. Inzwischen jedoch treten die RheinStars als Neuling deutlich gefestigter auf. Sie besiegten die GIESSEN 46ers, die Bozic Estriche Knights Kirchheim und die HAKRO Merlins Crailsheim vor eigenem Publikum und schufen mit elf Siegen bei zwölf Niederlagen unter Kukic und Elling das Fundament zum Ligaverbleib.
Es ist ein Aufwärtstrend, den Köln auch am Montag gegen Tabellenführer Phoenix Hagen, der auf Dennis Nawrocki, Lucas N’Guessan und Ryan Schwieger verzichten musste, bestätigte. Zwar behielt der kommende Gegner der GIESSEN 46ers am Ende mit 92:91 hauchdünn die Oberhand, doch zeigten die Kukic-Schützlinge bei zwischenzeitlichen 25:16- und 57:46-Führungen, dass sie mit jeder Mannschaft mithalten können. Mit dem rheinischen Grundgesetz, „Et hätt noch emmer joot jejange“, sicherten sich die „Feuervögel“ nicht nur beide Punkte, sondern auch den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde. Gegen eine aufopferungsvoll auftretende Kölner Mannschaft, bei der Ex-Phoenix-Profi Haris Hujic mit 23 Punkten zum Topscorer avancierte, brauchten die Volmestädter bis zur Crunchtime, ehe sie ansatzweise die Kontrolle über das Geschehen erlangten. Angeführt von Jeffrey Carroll (21 Punkte) erarbeitete sich Phoenix auf der Zielgeraden an der Linie einen hauchdünnen Vorsprung, den sie trotz taktischer Kölner Fouls über die Zeit brachten.
Die Ausrufezeichen des 28. Durchganges setzten jedoch nicht die Profis des Spitzenreiters, sondern die der Artland Dragons, der HAKRO Merlins Crailsheim, der Bozic Estriche Knights Kirchheim sowie im Tabellenkeller die der SBB Baskets Wolmirstedt und der Uni Baskets Münster. Quakenbrück setzte dabei ein Statement im Ringen um die Playoff-Plätze und siegte bei BBL-Absteiger BG Göttingen mit 101:93. In einer hochklassigen und lange offenen Partie entschieden die Gäste das Niedersachsen-Derby erst im Schlussviertel für sich. Überragende Akteure waren Amir Hinton (36 Punkte) sowie Ben Burnham (30), der zusätzlich noch zehn Rebounds einsammelte. Da auch Buzz Anthony am Ende acht Assists zu verzeichnen hatte, war die fünfte Heimniederlage der „Veilchen“ perfekt.
Die Bozic Estriche Knights Kirchheim zeigten sich von der derben 89:111-Packung bei den GIESSEN 46ers gut erholt, schlugen die VfL SparkassenStars Bochum souverän mit 93:72 und feierten damit den sechsten Sieg aus den vergangenen sieben Duellen. Weiter ohne Nico Bretzel, Lukas Zerner und Phillip Russell lagen die Teck-Städter schon zur Pause beim 48:28 fast uneinholbar in Front, was in erster Linie an der abermals bärenstarken Vorstellung von Big Man Tylan Pope lag. Der US-Boy versenkte fünf Dreier, markierte 25 Zähler und angelte sich auch noch 14 Rebounds.
Die HAKRO Merlins Crailsheim, die auf Brock Gardner (Sprunggelenkverletzung) verzichten mussten, fügten den Eisbären Bremerhaven die erst zweite Heimniederlage in dieser Saison zu. Vor nur 1200 Besuchern bekamen die Hohenloher 20 Freiwürfe weniger zugesprochen als die Nordlichter, zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt. Topscorer der Gäste wurde Marvin Ogunsipe mit 17 Zählern, Kapitän Moe Stuckey traf fünf seiner neun Dreier für 15 Punkte. Auch Vinnie Shahid und Anthony Gaines drückten mit je 14 Zählern dem Spiel ihrem Stempel auf.
Am anderen Ende des Tableaus sendeten die Uni Baskets Münster ein Lebenszeichen. Nach zuletzt nur zwei Siegen aus 13 Partien gewannen sie trotz eines schnellen 1:13-Rückstandes noch souverän mit 79:73 bei den Nürnberg Falcons, die ihrerseits nach acht Pleiten in Folge den Playoff-Einzug langsam ad acta legen können. Über ein starkes drittes Viertel (34:22) erspielten sich die Uni Baskets eine 13-Punkte-Führung vor dem Schlussabschnitt. In Gefahr geriet der siebte Saisonsieg vor 1378 Zuschauern in der KIA Metropol Arena nicht mehr. Vier Punkte beträgt der Rückstand der Ostwestfalen nun nur noch auf den ersten Nicht-Abstiegsplatzt, den die Bayer Giants Leverkusen (Direktvergleich pro Münster) innehaben.
Und dann sind da noch die SBB Baskets Wolmirstedt, die sich nach dem Trainerwechsel zum ehemaligen Gießener Profi Cha Cha Zazai immer mehr gegen den drohenden Abstieg stemmen. Zwei Siege und eine Niederlage heißt die Bilanz des neuen Chefcoaches, dessen Truppe am Wochenende auch die Tigers Tübingen mit 82:71 in Schach hielt. Martin Bogdanov (elf Punkte, zehn Assists) gelang ein Double-Double, Daivien Williamson wurde mit 24 Punkten Topscorer der Partie.
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