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Trump und der Iran-Krieg: So lässt sich der US-Präsident bremsen

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser, Donald Trump gibt sich gerne allmächtig. Anfang des Jahres sagte der US-Präsident etwa der "New York Times", dass er nur eine Grenze seiner eigenen Macht kenne: "Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann." Völkerrecht? Entscheidungen von Gerichten? Internationale Bündnisse wie die UN oder Nato? Für Trump ist das alles nur dann von Bedeutung, wenn es ihm persönlich nützt. So allmächtig, wie sich Trump selbst darstellt, ist er aber ganz gewiss nicht. Es gibt sogar ein Gesetz, dem er sich sehr wohl beugt. Und dieses Gesetz hat so viel Kraft, dass es den Präsidenten bereits mehrfach bändigen konnte: das Gesetz des Marktes . Die wahre Grenze im Handeln Trumps liegt nicht in seinem Verstand oder seiner Moral, sondern in der Brieftasche der USA. Nicht Gerichte, politischer oder militärischer Druck hegen Trump am wirksamsten ein, sondern die Aussicht auf wirtschaftliche Verluste. Und das ist – anders als man vielleicht zunächst denken mag – gut so. Denn wer Trump bremsen will, bekommt damit einen Hebel in die Hand. Er muss ihm nur die Kosten seiner Politik aufzeigen. Das iranische Regime setzt diesen Hebel gerade besonders effizient ein. Die USA mögen gegen den Iran einen militärischen Krieg begonnen haben. Das Mullah-Regime hat allerdings darauf mit einem ökonomischen Krieg geantwortet. Indem die iranischen Truppen die Straße von Hormus blockieren, besitzt das Land ein sehr wirksames und zugleich vergleichsweise simples Druckmittel. Durch die Meerenge wird ein Fünftel der weltweiten Gas- und Ölvorkommen exportiert. Zusätzlich greift das Regime Öl- und Erdgasanlagen seiner Nachbarstaaten an und bringt damit den gesamten Weltmarkt in Schieflage. Es zeigt sich: Militärisch kann sich der Iran gegen die USA nicht ausreichend verteidigen, ökonomisch dagegen schon. Die Auswirkungen machen sich überall bemerkbar. Die Preise für Öl oder Gas sind in den vergangenen Wochen rasant in die Höhe geschnellt. Wer in den USA tankt, zahlt aktuell pro Gallone (3,785 Liter) fast einen Dollar mehr als vor Kriegsbeginn. In Deutschland liegen die Literpreise für Diesel bei deutlich mehr als zwei Euro. In anderen Ländern wird wegen der hohen Energiepreise empfohlen, häufiger von zu Hause aus zu arbeiten, vom Auto auf das Fahrrad zu wechseln oder weniger zu duschen . Trump hatte zunächst am Wochenende mit einem Ultimatum gedroht. Sollte der Iran die Meerenge weiter blockieren, würden die USA damit beginnen, iranische Kraftwerke "auszulöschen" . Das Regime kündigte daraufhin im Gegenzug neue Attacken an, unter anderem auf die israelische Stromversorgung. Daraufhin gingen die Märkte auf Talfahrt. Am Montag verlängerte dann Trump überraschend die Frist. Denn man befinde sich aktuell in guten Gesprächen mit dem Iran, um den Krieg beizulegen – woraufhin die Kurse zumindest kurzzeitig wieder anzogen. Wie substanziell diese Verhandlungen sind, ist bislang unklar. Der Iran dementierte zunächst, dass diese Gespräche überhaupt stattgefunden hätten. Am gestrigen Abend hieß es laut Medienberichten, die USA hätten dem Land einen 15-Punkte-Plan zum Ende des Kriegs vorgelegt . Möglicherweise ist Ihnen aufgefallen, dass Trump nicht zum ersten Mal auf diese Art gehandelt hat. Eine ganz ähnliche Abfolge der Ereignisse gab es bereits vor ziemlich genau einem Jahr. Damals ging es allerdings nicht um Krieg und Öl, sondern um Zölle . Trump hatte im April 2025 großspurig an einem "Befreiungstag" angekündigt, künftig Zölle gegen zahlreiche Staaten weltweit erheben zu wollen. Diese Ankündigung hielt Trump allerdings nur eine Woche durch. In der Zwischenzeit waren die Börsenkurse dermaßen abgestürzt, dass der US-Präsident seinen harten Zollkurs anpassen musste. Trumps Zickzack-Kurs war die Geburtsstunde eines neuen Begriffs: "Taco" , eine englische Abkürzung für "Trump always chickens out", oder auf Deutsch: Trump kneift immer . Auf den Taco-Geschmack war man zuletzt auch in Europa gekommen. Anfang des Jahres hatte Trump lautstark über die Übernahme von Grönland nachgedacht und prompt die Quittung auf den Finanzmärkten kassiert: Zahlreiche Anleger hatten aufgrund seiner Drohungen Vermögenswerte abgestoßen. Und die EU-Kommission drohte mit Sonderzöllen für den Fall, dass Trump tatsächlich eine Annexion der Insel anstreben sollte. Denn Grönland gehört rechtlich zu Dänemark, und damit zu einem EU- und Nato-Staat. Und siehe da: Trump sah von einem militärischen Eingreifen ab, es war wieder Taco-Zeit. Die drei Beispiele geben Aufschluss darüber, wie man dem US-Präsidenten entgegentreten sollte. Gerade Europa, und damit auch Deutschland, könnte noch einige scharfe Schwerter gegen die USA zücken: Mit zusammengerechnet 8 Billionen Dollar in Anleihen und Aktienpapieren ist Europa etwa der mit Abstand größte Gläubiger der USA. Oder anders gesagt: Europa ist der größte ausländische Finanzierer amerikanischer Schulden, mit dem es sich Washington eigentlich nicht verscherzen darf. Der Thinktank "Dezernat Zukunft" hatte im Februar in einer Studie weitere Hebel Europas aufgelistet. Die USA sind etwa stark abhängig von europäischen Lieferungen von Uran oder der Produktion von Gasturbinen . Zudem kommt aus Europa etwa ein Viertel des Umsatzes von großen US-Techkonzernen wie Google, Microsoft oder Nvidia . Wenn Trump also irgendwann drohen sollte, die Produkte der Unternehmen in Europa vom Markt zu nehmen, wird er den Tech-CEOs, die ihn zuletzt so tatkräftig unterstützt haben, eine Sache erklären müssen: nämlich, wo das Geld stattdessen herkommen soll. Das bedeutet nicht, dass Europa vom Iran lernen und selbst in einen ökonomischen Krieg ziehen sollte. Aber es bedeutet, mit der naiven Vorstellung zu brechen, man könne Trump mit ein paar netten Worten zur Vernunft bringen. Die vergangenen Monate haben gezeigt: Wenn Trump zurückweicht, dann nicht, weil ihn das bessere Argument überzeugt. Sondern, weil ihn die Rechnung erschreckt. Bundespräsident über den Iran-Krieg Ein Schlaglicht auf Widersprüche Ungewöhnlich scharf waren die Formulierungen von Frank-Walter Steinmeier. Bei einer Veranstaltung zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amtes nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete der Bundespräsident den Krieg im Iran als vermeidbar und unnötig. Zudem sei er nach Steinmeiers Dafürhalten völkerrechtswidrig. Diese Meinung ist durchaus vertretbar. Das Problem daran ist nur: Diese Position vertritt der Bundespräsident, noch bevor die Bundesregierung eine eindeutige Meinung zu dem Krieg entwickelt hat. "Ein politischer Affront, der überhaupt keine Notwendigkeit hatte. Der auch gar nichts bringt, außer Probleme für die amtierende Bundesregierung", urteilt deshalb mein Kollege Christoph Schwennicke über die Auslassungen des Bundespräsidenten . Der Bundespräsident sollte in dieser so heiklen Frage der Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz (CDU) den Vortritt in der Bewertung lassen. Allerdings werfen Steinmeiers Äußerungen ein Schlaglicht auf die Regierung, deren bislang eher widersprüchliche Haltung dadurch deutlich wird. Kann ein Bundeskanzler tatsächlich den Angriff auf den Iran im Beisein von Donald Trump loben und zugleich wiederholt und vehement betonen, dass es sich keinesfalls um einen Krieg handelt, an dem sich Deutschland beteiligen wird? "Überhaupt keine Hilfe anzubieten, ist strategisch unklug. Konkrete Vorschläge könnten Trump besänftigen. Man muss sie ihm nur eben gut verkaufen", meinte mein Kollege Bastian Brauns zuletzt zu der Thematik . In jedem Fall wird es Zeit, dass die Bundesregierung eine einheitliche Haltung entwickelt. Das historische Bild 1911 kam es in New York zu einem Inferno. Mehr lesen Sie hier . Lesetipps Politisch ist die FDP kaum noch mehr als eine Randnotiz. Und jetzt steht der Partei auch noch ein Kampf um die Spitze bevor, der nur schwer gut gehen kann, meint mein Kollege Florian Schmidt. Artikel lesen Donald Trump agiert unberechenbar und erratisch. Thomas Fuchs sieht in Trump einen ausgeprägten Narzissten. Was das bedeutet, erklärt der Psychiater im Interview mit meinem Kollegen Marc von Lüpke. Artikel lesen Markwayne Mullin war Unternehmer, Kampfsportler und politischer Raufbold im Kongress. Ab sofort muss er eine der größten Behörden der USA führen – aber ohne Skandale, schreibt mein Kollege Bastian Brauns. Artikel lesen In Ungarn wird gewählt. Die Ungarn entscheiden über die Zukunft von Viktor Orbán und darüber, ob Merz Europa voranbringen kann, schreibt unser Kolumnist Uwe Vorkötter. Artikel lesen Deutsche Sparer ändern ihr Verhalten. Eine neue Studie zeigt, warum klassische Geldanlagen an Bedeutung verlieren, schreibt meine Kollegin Christine Holthoff. Artikel lesen Ohrenschmaus Am Wochenende war ich auf der Straße unterwegs, die in diesem Lied besungen wird. Sie hat sich mittlerweile verändert, aber das Lied bleibt unverändert gut . Zum Schluss Alles eine Kostenfrage ... Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch. Morgen schreibt für Sie David Digili. Herzliche Grüße Ihr David Schafbuch Korrespondent in New York Mit Material von dpa.



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