Kurz vor der Wahl in Baden-Württemberg kämpft die CDU um AfD-Wähler. Union und Grüne liegen Kopf an Kopf. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Wahl-Blog. Donnerstag, 5. März ZDF-Umfrage sieht Union und Grüne bei 28 Prozent Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist das Rennen um die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wieder völlig offen. Das Politbarometer des ZDF sieht die CDU von Spitzenkandidat Martin Hagel gleichauf mit den Grünen von Cem Özdemir . Beide Parteien kommen auf 28 Prozent, allerdings legen die Grünen im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte zu, die Union, die monatelang die Umfragen dominierte, erzielt ein Plus von einem Punkt. Die AfD kommt auf 18 Prozent (minus 1), die SPD liegt bei 8 Prozent (minus 1), FDP und Linke müssen mit jeweils 5,5 Prozent um den Einzug in den Stuttgarter Landtag zittern. Strobl attackiert die AfD Vor der Landtagswahl am Sonntag in Baden-Württemberg hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) vor der Wahl der AfD gewarnt. "Wer AfD wählt, bekommt einen grünen Ministerpräsidenten", sagte Strobl im Interview mit "TableMedia". Die in Teilen rechtsextreme AfD betreibe "einen Abgrund von Vetternwirtschaft", sagte Strobl. Dass die Partei in Baden-Württemberg mitregieren könne, schloss der CDU-Politiker aus. Debatte um Hagel-Video – Özdemir wehrt sich Seit knapp zwei Wochen steht CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wegen unangemessener Äußerungen über eine Schülerin in der Kritik. Doch auch Hagels Grünen-Konkurrent Cem Özdemir verteidigt sich gegen Vorwürfe . Vetternwirtschaftsvorwurf: AfD-Spitzenkandidaten bricht Schweigen Der AfD-Spitzenkandidat für Baden-Württemberg, Markus Frohnmaier, gibt die Anstellung seines Vaters im Bundestag zu. Frohnmeier selbst spricht von einer "Anti-AfD-Kampagne", scharfe Kritik kommt vom CDU-Kandidaten Manuel Hagel . Vetternwirtschaft um AfD-Spitzenkandidat: Erst die Frau, jetzt auch noch der Vater BW-Wahl 2026: Özdemir will bei Sieg Handys an Schulen verbieten Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat für den Fall eines Wahlsiegs ein Handyverbot an allen Schulen im Südwesten angekündigt. "Dann haben wir Gleichheit unter den Schulen", sagte Özdemir in einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern bei einer Veranstaltung des "Mannheimer Morgen" am Mittwochabend über seine möglichen Pläne nach der BW-Wahl 2026. Außerdem sprach er sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus. Da eine solche Regelung auf europäischer Ebene getroffen werden müsse, solle sich die Bundesregierung in Brüssel für ein entsprechendes Verbot stark machen. Özdemir, der Sozialpädagogik studiert hat, betonte vor der BW-Wahl am Sonntag die negativen Auswirkungen, die eine zu frühe Nutzung von Social Media auf die Entwicklung von Kindern haben könne. "Ziel muss sein, dass wir unsere Jugendlichen nicht mehr den Tech-Konzernen zum Fraß vorwerfen", sagte er. Umfrage: Jeder Fünfte in Baden-Württemberg unentschlossen Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg (BW) haben sich viele Wählerinnen und Wähler noch nicht festgelegt, ob und wie sie abstimmen wollen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur für die BW-Wahl 2026 gaben 22 Prozent der Befragten an, sich erst zu einem späteren Zeitpunkt endgültig festlegen zu wollen. 73 Prozent erklärten, sie hätten sich schon abschließend entschieden, fünf Prozent antworteten mit "weiß nicht". Für die repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Yougov vom 25. Februar bis 3. März 1.010 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Baden-Württemberg. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,3 und 3,1 Prozentpunkten. Der große Überblick: Alles zur Landtagswahl in Baden-Württemberg Landtagswahl Baden-Württemberg: Diese Spitzenkandidaten gehen an den Start Landtagswahl in Baden-Württemberg: "Messe noch nicht gelesen" Die hohe Zahl an Unentschlossenen kurz vor der BW-Wahl ist aus Sicht des Freiburger Politikforschers Michael Wehner nicht unüblich. Studien zeigten schon länger, dass die Zahl der Spätentscheider zugenommen habe – wie auch die Zahl der Wechselwähler. "Insofern muss man klar und deutlich sagen: Die Messe ist noch nicht gelesen", sagt er zu Umfragen zum Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Das Rennen um den Wahlsieg sei weiter offen. Ein Fünftel aller Wahlberechtigten sei nicht zu vernachlässigen, so Wehner. "Da kann sich ein Wahlergebnis in die eine oder die andere Richtung verändern." Mittwoch, 4. März Was Hagels Frau zu dem Video sagt Nach anhaltender Kritik an einem alten Video mit CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat ihn seine Ehefrau öffentlich in Schutz genommen. In dem Clip hatte Hagel von den "rehbraunen Augen" einer Schülerin geschwärmt. "Na ja, dass dieser Satz mal solche Wellen schlägt, hätte ich, ganz ehrlich gesagt, nicht gedacht", sagte Franziska Hagel in einem gemeinsamen Interview mit ihrem Mann dem Magazin "Bunte". "Ich fand ihn aber einfach nicht gut. Das hat irgendwie gar nicht zu ihm gepasst." In dem acht Jahre alten Clip berichtet Hagel, damals 29 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, von einem Schulbesuch. In der Klasse hätten "80 Prozent Mädchen" gesessen. "Also da gibt's für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen", sagt er in dem Video. Über eine Schülerin äußert er sich mit den Worten: "Ich werd's nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen." Umfrage zeigt: So kommt das Hagel-Video bei den Wählern an Welche Auswirkungen hat das viel kritisierte acht Jahre alte Interview von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg? Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gibt nun erstmals Hinweise darauf, wie stark die Debatte Hagel schadet. In der Befragung gab etwa die Hälfte (47 Prozent) der Befragten, die von dem Video gehört hatten, an, dass es ihr Bild von Hagel eher negativ beeinflusse. Etwa jeder Zehnte (13 Prozent) hat nun sogar ein positiveres Bild von Hagel. Bei 38 Prozent der Befragten ändert das Video eher wenig an der Beurteilung Hagels. Viele Befragte haben von der Debatte über Hagels Äußerung nichts mitbekommen. Fast jeder Zweite (48 Prozent) gab an, von dem Video und der anschließenden Debatte nichts gehört oder gelesen zu haben. 34 Prozent haben davon gehört oder gelesen und können auch erklären, worum es geht. 14 Prozent haben die Debatte mitbekommen, können sie aber nicht genau erklären.