Der erschossene Eindringling auf Trumps Anwesen war wohl enttäuscht vom Präsidenten. Die EU will das Handelsabkommen pausieren. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 23. Februar Mar-a-Lago-Angreifer war offenbar enttäuschter Trump-Anhänger Der bewaffnete Mann, der beim Versuch, in Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago einzudringen, vom Secret Service erschossen wurde, war nach neuen Erkenntnissen offenbar ein enttäuschter Trump-Anhänger. Personen aus seinem Umfeld erklärten, Austin Tucker Martin sei sehr auf die Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein fokussiert gewesen. Der Umgang der Regierung mit der Veröffentlichung habe ihn verärgert. Laut TMZ schrieb er eine Woche vor seiner Tat eine Nachricht an einen Kollegen. Darin hieß es: "Ich weiß nicht, ob du dich mit den Epstein-Akten befasst hast, aber das Böse ist real und unverkennbar." Laut der Webseite berichteten Kollegen, Martin sei "zutiefst beunruhigt" über das, was er als "staatliche Vertuschung" des Epstein-Falls empfand, und habe wiederholt davon gesprochen, dass mächtige Leute "damit durchkommen". Clarice Bonillo, die Martins Offizierin im Junior Reserve Officer Training Corps war, sagte der "New York Times": "Er stammt aus einer sehr pro-Trump-orientierten Familie und passt in dieses Narrativ." Das bestätigte auch Martins Cousin Braeden Fields. "Wir sind alle große Trump-Anhänger. Wirklich alle", sagte er der Zeitung "The Sun". Sein Cousin sei allerdings "sehr ruhig" gewesen und habe "nie wirklich über irgendetwas gesprochen". EU will Handelsabkommen mit USA aussetzen Nach dem Zollurteil in den USA und neuen Ankündigungen von Präsident Donald Trump liegt eine Zollvereinbarung mit der EU aus dem vergangenen Jahr auf Eis. Abgeordnete einer breiten Mehrheit im Europaparlament sprachen sich am Montag dafür aus, ihre Arbeit an der Umsetzung der Vereinbarung zu pausieren. Das Parlament stimmt damit vorerst nicht über eine Abschaffung der EU-Zölle auf US-Industrieprodukte ab. Die EU-Kommission verlangte Erklärungen aus Washington . Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Freitag die meisten der von Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Das von Trump bemühte Notstandsgesetz ermächtige den Präsidenten nicht zur Verhängung von Zöllen. Hierfür sei der Kongress zuständig, urteilten die Richter. Die US-Zollbehörde teilte am Sonntagabend mit, die Zölle ab Dienstag nicht mehr zu erheben. Trump kündigte jedoch neue Sonderzölle auf Basis eines anderen Gesetzes an. Am Freitag sprach er zunächst von zehn Prozent Aufschlag auf Waren aus aller Welt, am Samstag dann von 15 Prozent. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs bezeichnete er als "lächerlich, schlecht geschrieben und außergewöhnlich anti-amerikanisch". Lesen Sie hier mehr dazu. Trump-Hotel soll höchstes Gebäude in Australien werden Ein Trump-Hotel soll künftig die Skyline der australischen Gold Coast dominieren: Im Touristen-Hotspot Surfers Paradise ist ein Luxus-Wolkenkratzer für 1,5 Milliarden Australische Dollar (900 Millionen Euro) geplant. Mit 340 Metern wäre es das höchste Gebäude in Australien . Der Vertrag für das Projekt an der Ostküste sei mittlerweile unterzeichnet worden, teilte die australische Entwicklerfirma Altus Property Group mit. Lesen Sie hier mehr dazu. Sonntag, 22. Februar Papst bleibt 250-Jahr-Feierlichkeiten in den USA fern Papst Leo XIV. besucht am 4. Juli – dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, an dem die USA dieses Jahr zudem ihr 250-jähriges Bestehen feiern – eine Mittelmeerinsel, die für die Überfahrt von Migranten nach Europa bekannt ist. Der Vatikan gab diese Woche bekannt, dass das erste amerikanische Oberhaupt der katholischen Kirche Lampedusa besuchen wird. Die kleine italienische Insel gilt seit Jahren als Tor für Migranten und Geflüchtete, die aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa reisen. Der Besuch des Papstes in Lampedusa folgt auf ein Jahr voller Spannungen zwischen dem Vatikan und der Trump-Regierung. Papst Leo XIV. hatte sich mehrfach gegen die weitreichenden Einwanderungsmaßnahmen des US-Präsidenten ausgesprochen. Noch vor seiner Wahl zum Papst veröffentlichte der damalige Kardinal Robert Prevost mehrere Beiträge, in denen er sowohl die Politik von Vance als auch jene von Trump kritisierte. Im vergangenen September stellte er angesichts der Einwanderungspolitik der US-Regierung die Frage, ob die schlechte Behandlung von Einwanderern mit den Lehren der katholischen Kirche vereinbar sei. Dass der amerikanische Papst ausgerechnet am amerikanischen Unabhängigkeitstag nach Lampedusa reist, werten Beobachter als deutliches Zeichen in Richtung Trump. Der US-Präsident hatte bereits angekündigt, am 4. Juli werde er die "spektakulärste Geburtstagsparty feiern, die die Welt je gesehen hat". Erst vor wenigen Tagen hatte der Vatikan eine Einladung der US-Regierung zu einem Besuch in seiner Heimat ausgeschlagen. Der Papst werde dieses Jahr nicht mehr in die USA reisen, hieß es. Paris bestellt US-Botschafter ein Nach Äußerungen der US-Regierung zum mutmaßlichen Mord an einem rechten Aktivisten in Frankreich bestellt der Pariser Außenminister Jean-Noël Barrot den US-Botschafter Charles Kushner ein. "Wir weisen jede Instrumentalisierung dieses Dramas (…) zu politischen Zwecken zurück", sagte Barrot im Sender France Inter. Die Einbestellung eines Botschafters gilt – gerade unter Verbündeten – als deutliches diplomatisches Mittel des Protests. Die US-Botschaft in Frankreich hatte eine Mitteilung des Anti-Terror-Büros des US-Außenministeriums auf der Plattform X verbreitet, in der das Tötungsdelikt in Lyon als Beleg für eine besorgniserregende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt gewertet wurde. Man werde die Situation weiterhin beobachten und hoffe, dass die Verantwortlichen für diese Gewalt vor Gericht gestellt werden, hieß es in der Stellungnahme weiter. Barrot entgegnete nun, man brauche keine Belehrung von der "reaktionären Internationalen", insbesondere in Sachen Gewalt. Die Analysen des politischen Lebens und der Rolle der Gewalt führe man selbst mit genügend Nachdruck durch. Charles Kushner ist der Vater von Jared Kushner , dem Schwiegersohn Trumps. Jared ist seit 2009 mit Ivanka Trump verheiratet. Hier finden Sie ältere Nachrichten zur US-Politik.