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Grönland-Krise: Kommt die "Handels-Bazooka" der Europäer?

US-Präsident Trump verschärft die Grönland-Krise und zwingt Europa zu einer Reaktion. Während sich Kanzler Merz betont zurückhält, droht Vizekanzler Klingbeil mit scharfen Maßnahmen. Kann das klappen? Friedrich Merz stockt kurz, bevor er das Wort ausspricht: "Zollandrohung", sagt der Bundeskanzler. Friedrich Merz ist gerade von einem Journalisten gefragt worden, ob er Donald Trumps Verhalten eigentlich als "Drohung" empfinde. Das aber ist ihm dann wohl doch zu deutlich. "Ich möchte, dass wir zu Lösungen kommen", sagt Merz. "Wir möchten diese Eskalation nicht, wir wollen keinen Handelsstreit ." Und: "Wir werden jedenfalls auf der europäischen Seite besonnen und auch angemessen auf Herausforderungen reagieren." Also Trump besser nicht zusätzlich gegen sich aufbringen, bedeutet das wohl für Merz. "Die Prinzipien der territorialen Integrität und Souveränität gelten", sagt der Kanzler dann irgendwann noch. Und: Er werde alles versuchen, die amerikanische Regierung davon zu überzeugen, dass sie diese Grundsätze nicht antaste. Denn das hätte auch Folgen für das Miteinander in der Nato . Es sind die deutlichsten Worte, die Friedrich Merz bisher gewählt hat. Und selbst die sind, nun ja, sehr "besonnen". Es zeigt das Dilemma, in dem sich der Kanzler wähnt: Er will Trump nicht unnötig reizen, auch wenn ihm klar ist, dass es mit der Geschmeidigkeit vorbei ist, wenn es um Staatsgebiet geht. Noch aber hat die Bundesregierung Hoffnung, dass es nicht zum Äußersten kommt. Das liegt auch an einem Mann: US-Finanzminister Scott Bessent. Merz hielt sich lange zurück Am Wochenende hatte der Bundeskanzler vor allem geschwiegen. Am Samstag ließ er seinen Sprecher nur mitteilen, man habe die Zoll-Äußerungen Trumps "zur Kenntnis genommen" und stimme sich nun mit den Partnern ab. Dann paraphrasierte Merz am Sonntag in einem Beitrag auf der Plattform X lediglich die gemeinsame Erklärung der betroffenen Staaten. Man stehe "entschlossen und geeint an der Seite Dänemarks und der Bevölkerung Grönlands", schrieb Merz. "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation." So viel Zurückhaltung hielten andere Europäer schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für sinnvoll. Allen voran der französische Präsident Emmanuel Macron . Er verteidigte die Teilnahme an der Militärübung auf Grönland "für die Sicherheit in der Arktis und an den Grenzen Europas". Macron schrieb auf X: "Weder Einschüchterung noch Drohungen können uns beeinflussen." Und: "Zolldrohungen sind inakzeptabel und haben in diesem Zusammenhang nichts zu suchen." Ein Dilemma namens Trump Es ist diese Militärübung, die Trump auch aus Sicht der Bundesregierung erbost hat. Er hat sie als Drohung an sich selbst gewertet, da nutzten auch alle Beteuerungen der Europäer nichts, man wolle sich damit gegen Russland und China rüsten. Die Sicherheit erhöhen und Trump damit ein Argument für seine Grönland-Gelüste nehmen. In der Koalition halten es nicht alle für glücklich, dass Macron sofort so losgepoltert hat. Sehr klar und konsequent wollen auch die Zurückhaltenden in Berlin jetzt auftreten, aber eben nicht schrill. Man will keine Gegnerschaft zu Trump herbeireden, die zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden könnte. Und damit eine Lösung erschwert. Es ist im Kern die Strategie, mit der es Friedrich Merz schon seit Beginn seiner Kanzlerschaft versucht: Eher einer der Leisen sein, um Trump nicht zu provozieren und Lösungen zu ermöglichen, bei denen er sein Gesicht wahren kann. Oder wie es Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag formuliert: "Die Erfahrung lehrt, dass Ziele leichter zu erreichen sind, wenn das bestimmt in der Sache und zurückhaltend im Ton vorgetragen wird." Allerdings bezweifeln Kritiker schon länger, dass diese Lehre auch für Donald Trump gilt: Offensichtlich funktioniere das nicht wirklich gut. Trump verstehe nur Stärke. Auch das erklärt, warum der Kanzler eher zurückhalten reagiert, während sein Vize Klingbeil offensiver auftritt – und den USA etwa am Sonntag "Erpressung" vorwarf. Zumindest in Teilen der schwarz-roten Koalition herrscht noch Zuversicht, die Lage auch diesmal entschärfen zu können. Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit ruhen die Hoffnungen auf den vergleichsweise Vernünftigen in Washington . Traditionell zählt dazu Marco Rubio, der Außenminister, bei den Zöllen aber auch Finanzminister Scott Bessent. Doch kann Bessent wirklich ein Verbündeter der Europäer sein? Angesichts seines bisherigen Auftretens ist das mehr fraglich. Klingbeils Einflussoperation Der 63-jährige Bessent, ein ehemaliger Hedgefonds-Manager und Unterstützer der Demokratischen Partei, gilt der Bundesregierung als einer der wenigen kühlen Köpfe in Washington. Im Finanzministerium zählt man ihn zu den drei Schlüsselfiguren im Trump-Kabinett, neben Rubio und Handelsminister Howard Lutnick. Als früherer Finanzinvestor, der an der Wall Street zum Milliardär wurde, gilt Bessent zudem als wirtschaftsliberal. Ob er jedoch tatsächlich Einfluss auf den US-Präsidenten hat – und ob Deutschland ihn für sich nutzen kann –, darüber rätselt man dem Vernehmen nach auch in der Bundesregierung. Klar ist nur: Finanzminister Klingbeil versucht systematisch, ein belastbares Verhältnis zu Bessent aufzubauen, um die deutsche Position in Washington deutlich zu machen. Klingbeil betont dabei auffällig oft den "sehr engen Austausch" mit Bessent. Man telefoniere, schreibe sich SMS, suche das Gespräch, so Klingbeil im vergangenen Jahr auf seiner US-Reise. Bisher war die Ausbeute von Klingbeils Einflusskampagne aber eher überschaubar: Bei ihrem ersten Treffen im Sommer 2025 gab es zwar schöne Fotos, aber kein vorzeigbares Ergebnis. Im Gegenteil: Während Klingbeil um eine gemeinsame Lösung warb, verhängte Trump den nächsten Zollhammer. Bessent konnte oder wollte es nicht verhindern, Klingbeil stand am Ende düpiert da. Deutschland hat kaum Einfluss in Washington Doch Klingbeil ließ nicht locker, sah den Rückschlag nur als Zwischenetappe. Nach dem Motto: Besser ein dünner Draht ins Trump-Universum als gar keiner. Wenige Wochen später, im August 2025, lud ihn Bessent nach Washington für ein bilaterales Gespräch ein. Kurz zuvor hatte Trump die EU mit massivem Druck in einen Zolldeal gezwungen, der die europäische Wirtschaft einseitig belastete, aber Schlimmeres verhinderte. Klingbeil entschied sich damals für eine Doppelstrategie: Er hielt seine Hand weiter in Richtung der Amerikaner ausgestreckt, kritisierte aber zugleich Trump scharf für dessen Zollpolitik. Anfang Januar reiste Klingbeil erneut in die US-Hauptstadt, wieder auf Einladung Bessents . Man merkte Klingbeil schon im Vorfeld an: Der Ton wird rauer. Trump hatte zum Jahreswechsel seine Rhetorik in der Grönland-Krise verschärft, drohte nun unverhohlen mit militärischen Maßnahmen. Klingbeil nahm sich fest vor, Bessent darauf anzusprechen und ihm die europäische Position klarzumachen: Was die Zukunft Grönlands betrifft, sei allein Sache der Grönländer, so Klingbeil. Langsam sickert eine Erkenntnis durch Einmal mehr musste Klingbeil erfahren, wie gering der deutsche Einfluss in Washington, wie gering bislang auch sein persönlicher Einfluss auf den US-Kollegen ist. Rund eine Woche, nachdem Klingbeil ihm Grenzen setzen wollte, setzte sich Scott Bessent in ein US-Fernsehstudio und erklärte, warum die Europäer "schwach" seien und die USA Grönland "kontrollieren" müssten. Es war der Tag nach Trumps jüngster Zolleskalation gegen Europa. Doch Klingbeil scheint seine Lehren daraus zu ziehen. Den leisen Tönen des Kanzlers will er sich bewusst nicht anschließen. Bei einer Pressekonferenz am Montagmorgen deutete Klingbeil zudem einen strategischen Kurswechsel an. Schon nach seinem Treffen mit Bessent in Washington habe er keinen Hehl daraus gemacht, dass er glaube, "die wichtigste Aktion" sei jetzt, dass man Europa stark mache: "Dass wir mit 27 europäischen Ländern und 450 Millionen Bürgerinnen und Bürgern eine wirtschaftspolitische und sicherheitspolitische Stärke entwickeln, dass niemand in den Verdacht käme, dass wir schwach sein könnten." Europa will sich wehren Zwar wolle er weiter mit den Amerikanern im Gespräch bleiben und kündigte an, in den nächsten Tagen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit der US-Seite zu sprechen. Zugleich machte Klingbeil klar, dass seine Geduld und die der Europäer langsam an eine Grenze stößt. Konkret: Sollte die US-Regierung ihre Zölle tatsächlich umsetzen, kündigte der Finanzminister am Montag drei Gegenmaßnahmen an. Neben der Aussetzung des Zolldeals und europäischen Gegenzöllen brachte Klingbeil auch ein drittes Instrument ins Spiel, das in Europa als besonders scharfes Schwert gilt: Das Anti-Zwangsinstrument ("Anti-Coercion Instrument", ACI), das 2023 in Kraft trat, aber seither nie eingesetzt wurde, erlaubt es der EU, eine ganze Reihe an wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen zu verhängen, etwa Zölle, gezielte Sanktionen und Handelsbeschränkungen. Die Voraussetzung ist, dass eine wirtschaftliche Nötigung der EU durch ein Drittland vorliegt. Doch kommt die "Handels-Bazooka", wie sie etwa Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert, tatsächlich zum Einsatz? Es wäre nicht das erste Mal, dass Europa damit droht – und am Ende doch zurückschreckt. Denn ein offener Handelskrieg mit den USA würde schließlich auch der europäischen Wirtschaft erheblich schaden. Das weiß man in Washington – und sieht sich daher in einer starken Verhandlungsposition. Lässt es Europa trotzdem darauf ankommen? Auch in den europäischen Hauptstädten ist man sich bewusst: Wer eine rote Linie zieht, sie aber nicht verteidigt, gilt als schwach. Und schwach wollen die Europäer ja eigentlich nicht mehr sein.


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