Vom Magazin zum Algorithmus: Was ist aus der Popkritik geworden?
Als ich meine Laufbahn als professioneller Musikjournalist und Redakteur Anfang 2008 begann, erreichten unsere Redaktion des (2014 eingestellten) Musikmagazins De:Bug monatlich schubkarrenweise Schallplatten und CDs.
Musikkritik und Musikjournalismus befanden sich damals schon in einer massiven Krise. Immer mehr Blogs schrieben (kostenlos) über Musik. Filesharing und Netz-Communitys hinterfragten mit ihrer immer viraler werdenden Reichweite schon längst die Legitimation der im gekauften Magazin erschienenen Plattenkritik als Kaufempfehlung, um dem Plattenladen um die Ecke einen Besuch mit knisterndem Händedruck abzustatten. Letztlich ging es mitunter auch darum, eine Industrie am Laufen zu halten.
Bei der De:Bug, die sich hauptsächlich mit elektronischer Musik beschä
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