Feuer in der Schweiz: Behörden ermitteln gegen Bar-Betreiber wegen fahrlässiger Tötung
Wegen der Feuerkatastrophe von Crans-Montana drohen dem Betreiber-Paar der Bar strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizei ermittelt gleich wegen mehrerer Vorwürfe.
Gegen die Betreiber der abgebrannten Bar in Crans-Montana in der Schweiz ist eine Strafuntersuchung eröffnet worden. "Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen", teilte die Polizei mit. Noch am Freitag hatte Oberstaatsanwältin Beatrice Pilloud gesagt, sie habe bislang keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Aspekte. Die Staatsanwaltschaft hat das Paar nach eigenen Angaben als Zeugen verhört.
Die Betreiber der Unglücksbar von Crans-Montana sind nach Medienberichten am Boden zerstört. "Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht", sagt der Wirt nach einem Bericht des Nachrichtenportals "20 Minuten" in einem Gespräch.
Barbetreiber in Crans-Montana unterstützen Behörden
Sie kooperierten mit den Behörden. "Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären", zitiert das Nachrichtenportal den Wirt. "Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert."
Seine Frau war nach Medienberichten in der Nacht in der Bar und wurde leicht verletzt. Bei dem Brand sind in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen, 119 wurden großenteils schwer verletzt.