Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der von Donald Trump bestätigten Kommandoaktion gegen Maduro hat sich unter anderem Russland zu den Vorfällen geäußert – die internationalen Reaktionen. Nach dem US-Angriff auf Venezuela reagiert die Welt auf die Ereignisse in dem südamerikanischen Land. Neben den Parlamentariern aus den USA haben sich bisher auch einige Länder zu dem Militärschlag der Trump-Regierung geäußert. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump war Venezuelas linksnationaler Staatschef Nicolás Maduro in der Nacht zum Samstag bei einem US-Militäreinsatz in dem südamerikanischen Land gefangengenommen und außer Landes geflogen worden. Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach Regierungsangaben sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. US-Außenminister Marco Rubio soll nach Angaben des republikanischen Senators von Utah, Mike Lee, angekündigt haben, dass Maduro in den USA vor Gericht gestellt werden soll. Die Militärschläge wurden demnach "zum Schutz und zur Verteidigung" derer ausgeführt, die den Haftbefehl vollstreckten. Rubio habe zudem gesagt, dass es keine weiteren Angriffe auf Venezuela geben werde. US-Angriff auf Venezuela: Donald Trump bestätigt Festnahme von Maduro US-Militäreinsatz in Venezuela: Trumps wahre Ziele sind eindeutig Reaktionen aus den USA auf Angriff in Venezuela Mehrere US-Parlamentarier haben deutliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego, schrieb im Kurznachrichtendienst X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten." Der republikanische Senator Mike Lee aus Utah meldete ebenfalls Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf, zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt." Newsblog: Die aktuellen Entwicklungen zum US-Angriff auf Venezuela Trumps Militärschlag: Russland verurteilt US-Angriff in Venezuela Russland hat als Verbündeter Venezuelas den US-Militärangriff auf Venezuela mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei "zutiefst beunruhigend und verwerflich", erklärte das russische Außenministerium in Moskau am Samstag als Reaktion auf den US-Angriff in Venezuela. Es gebe keine Rechtfertigung für diese "bewaffnete Aggression". "Ideologische Feindseligkeit hat über sachlichen Pragmatismus gesiegt", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums aus Moskau weiter. Wichtig sei jetzt, eine weitere Eskalation zu verhindern und den Dialog zu suchen. Russland sei zur Unterstützung bereit. "Lateinamerika sollte eine Friedenszone bleiben", führte das Außenministerium nach dem US-Angriff der Trump-Regierung weiter aus. Venezuela habe das Recht, "seine eigene Zukunft ohne destruktive, geschweige denn militärische Einmischung von außen zu bestimmen". Russland unterstütze Venezuelas Behörden auch bei der Forderung, unverzüglich eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates einzuberufen. In der Erklärung des russischen Außenministeriums wurde Maduro zunächst nicht erwähnt, auch wenn Moskau erneut seine "Solidarität mit dem venezolanischen Volk" zum Ausdruck brachte. Venezuela ist Russlands wichtigster Verbündeter in Südamerika, allerdings hatte Moskau dem Land keine Unterstützung mehr im Falle eines US-Angriffs zugesichert. In einer weiteren Erklärung verlangt Russland nun eine Aufklärung über den Verbleib von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro von den USA. Russlands Regierung sei "extrem besorgt" über Berichte, wonach Maduro und dessen Frau "in Folge der heutigen US-Aggression gewaltsam aus dem Land gebracht wurden", teilte das russische Außenministerium mit und verlangte "eine sofortige Klärung der Situation". US-Angriffe in Venezuela: Kallas kritisiert USA nicht direkt Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat derweil nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung aufgerufen. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schreibt sie auf der Plattform X über die US-Angriffe in Venezuela. "Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf", fügt sie hinzu, ohne die USA nach dem Militärschlag in Caracas und der Festnahme von Maduro direkt zu kritisieren. Bundesregierung mit Krisenstab nach US-Angriff in Venezuela Die Bundesregierung hat sich mit Blick auf den US-Militäreinsatz besorgt gezeigt. "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge", hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Lage in dem südamerikanischen Land "ist derzeit in Teilen noch unübersichtlich". Das Außenministerium stehe "im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas". Der Krisenstab der Bundesregierung werde im Ministerium zusammentreten. Reaktionen aus Deutschland: Deutliche Kritik an US-Angriffen auf Caracas Weitere Reaktionen auf den US-Militärschlag in Caracas Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilte die Militärschläge in Venezuela als "kriminellen US-Angriff". "Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen", schrieb der Präsident des sozialistischen Karibikstaates auf X. Díaz-Canel forderte zudem die internationale Gemeinschaft auf, dringend darauf zu reagieren. Es handele sich um "Staatsterror gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika". Auch der Iran äußerte nach dem Militärangriff der USA auf Venezuela scharfe Kritik. "Die militärische Intervention der USA gegen einen unabhängigen Staat und Mitglied der Vereinten Nationen stellt einen klaren Verstoß gegen die Prinzipien der UN‑Charta sowie gegen grundlegende Regeln des Völkerrechts dar", erklärte das Außenministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dieser "aggressive Akt" müsse umgehend und eindeutig verurteilt werden, so das Ministerium weiter. Spanien rief nach dem US-Angriff auf Caracas hingegen zur Mäßigung auf. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, heißt es weiter. Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um "eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen". Trump spricht von "brillanter Operation" in Venezuela US-Präsident Trump wertete in einem Telefonat mit der "New York Times" den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Maduro als Erfolg. Er bezeichnete das Vorgehen als "brillante Operation". Auf die Frage, ob er sich die Zustimmung des Kongresses für das Vorhaben eingeholt habe oder wie es mit Venezuela weitergehe, sagte Trump, er wolle dazu bei einer Pressekonferenz (17 Uhr deutscher Zeit) in seiner Residenz Mar-a-Lago Stellung beziehen.