Degen: Heim-Weltcup in Heidenheim
Bei den „Heidenheimer Fechtertagen“ gingen am ersten Wettkampftag 331 Fechter aus 61 Nationen an den Start. Darunter waren 24 deutsche Athleten. Für zwei Deutsche war dies eine Premiere, denn als U20 Fechter haben sie sich über die nationale Qualifikation in Laupheim und Frankfurt einen Startplatz gesichert: Lucas Fendt (Heidenheimer SB) und Paul Veltrup (FC Krefeld) machten ihr Debut. Veltrup focht am Montag noch beim Juniorenweltcup in Udine, wo er den siebten Platz belegte. Von dieser Leistung beflügelt legte er eine 5:1 Vorrunde ab. In der Direktausscheidung verlor er nach einer knappen Führung gegen den Ungar Mate Tamas Koch (13:14). „Paul hat mir gestern sehr gut gefallen und sich gut verkauft. Seine Unerfahrenheit auf dem Niveau geschuldet, gab er dann seine Führung gegen den Ungarn ab und verlor im Sudden Death“, sagte Bundestrainer Mario Böttcher. Als einziger deutscher Fechter qualifizierte sich Richard Schmidt (FC TBB) für die Runde der besten 64 Fechter. Nach einem zu Beginn taktischen Gefecht konnte sich der Chinese Chao Dong mit drei Treffern absetzen und diese bis zum Ende halten. Schmidt unternahm zwar Versuche sich an seinen Kontrahenten heran zu fechten, blieb aber im Rückstand und unterlag 10:15. „Insgesamt ist das Ergebnis natürlich enttäuschend, wenn es von 24 Fechtern nur einer in den Haupttag schafft. Richi hat sich durch den Vortag durchgebissen und seine Teilnahme im Sudden Death sicher gemacht. Heute hat ihm auch ein bisschen das Glück gefehlt. Die knappen Treffer, die er sonst macht, hat er nicht gemacht, da wird es dann eng“, sagte Böttcher.
Im morgigen Mannschaftswettbewerb werden Richard Schmidt (FC TBB), Nikolaus Bodoczi (FC Offenbach), Lukas Bellmann und Fabian Herzberg (beide TSV Bayer Leverkusen) fechten. Stephan Rein muss auf Grund einer Verletzung auf den Start in der Mannschaft verzichten. „Wir werden im morgigen Mannschaftsgefecht versuchen unsere Highlights zusetzen und unsere Leistung abzurufen“, sagte Böttcher.