Heidelberg: Darum werden die Christbäume so spät abgeholt
Heidelberg. (hö) Ab dem heutigen Freitag werden in Heidelberg die Weihnachtsbäume abgeholt – mal durch die örtlichen Vereine, mal von der Müllabfuhr. Am spätesten ist Handschuhsheim dran, erst am Donnerstag, 16. Januar, zehn Tage nach Dreikönig. Wieso ist das so? Das liegt vor allem daran, dass eine Sammlung direkt nach Dreikönig nicht ratsam wäre, weil da viele Bäume noch nicht abgeschmückt sind – und dann müsste man manche Stadtteile mehrfach anfahren, was ein zu hoher Aufwand wäre. Außerdem läuft das Weihnachtsbaumabholen parallel zum regulären Tagesgeschäft der Müllabfuhr, sodass sich der Sammelzeitraum bis zum 16. Januar streckt.
Im Pfaffengrund, in Schlierbach und Ziegelhausen sammelt die Freiwillige Feuerwehr die Bäume ein – und bis zum letzten Jahr in Handschuhsheim. Wieso übernimmt das dort nun die Müllabfuhr? Weil dort die Feuerwehr, so die Auskunft aus dem Rathaus, fürs Baumabholen mehr Anhänger von der Stadtverwaltung forderte, als sie bereitstellen konnte; deswegen sprang nun die Müllabfuhr ein – wie in den meisten Stadtteilen auch (in Kirchheim sammeln die Pfadfinder und in Wieblingen die Evangelische Jugend die Bäume ein).
Und was passiert mit den Bäumen? Sie werden im Kompostwerk Wieblingen zerkleinert und kompostiert. Ans Holzheizkraftwerk der Stadtwerke werden sie nicht geliefert. Auch eine Verfütterung im Zoo gibt es nicht, weil vielleicht nicht alles Lametta restlos beseitigt wurde. Wenn Tiergärten in Stuttgart oder Berlin den Elefanten Nadelbäume zum Fressen geben, dann handelt es sich nicht um entsorgte, sondern schlicht um nicht verkaufte Christbäume.