Halloween in Schwetzingen: Gruselige Geister und Skelette trieben ihr Unwesen
Schwetzingen. (jeu) Die Haustür öffnet sich. Ein krummbuckliges Wesen mit Maske und Perücke öffnet die Tür. Aus Lautsprechern ertönt passende Musik. Der Hausflur ist in grünes Licht getaucht. An den Wänden hängen Spinnenweben und Kürbisse. Das Haus in der Schwetzinger Innenstadt war für alle kleinen Gruselfans ein Höhepunkt am Halloween-Abend. Auch Ben, Nick, Iva und ein weiterer Ben machen große Augen beim Anblick des Gruselbutlers. Die Vier haben sich als Skelette und Geister verkleidet. Das erste Mal sind sie in diesem Jahr losgezogen, um Süßes oder Saures von Schwetzingens Bürgern zu fordern. Aber auch einzelne Geschäfte zeigen sich großzügig. Dort bekamen die Gruselgestalten zum Beispiel Berliner oder Würstchen.
Der neunjährige Christopher, die 14-jährige Kathleen und der zehnjährige Karanveer haben sich dafür entschieden, als Geister um die Häuser zu ziehen. Das Trio hat seinen Beutezug erst angefangen. Unfreundlich sei zu ihnen bis jetzt nur eine ältere Dame gewesen, die sie mit den Worten " Ich mag keine Geister", abgewiesen hatte.
Das Fest scheint also nicht in ganz Schwetzingen beliebt zu sein. Im Stadtteil Hirschacker sucht man dann auch vergeblich nach Dekoration in Orange und Schwarz. Auch die Skelette, Geister oder Vampire, die von Haus zu Haus ziehen, sind nicht besonders zahlreich. Im Stadtgebiet Schälzig ist die Situation ähnlich. Conny Kinateder und andere Eltern haben beschlossen, ihren Kindern an Halloween trotzdem etwas zu bieten. Mit acht kleinen Gruselfans läuft die Gruppe zu Fuß nach Oftersheim. Dort ist die Begeisterung für das Fest deutlich größer. Viele Gruppen gehen im Ort auf Süßigkeitenfang. Nach Conny Kinateders Meinung stehen für die Kinder jedoch die Süßigkeiten nicht im Mittelpunkt. "Ihnen geht es viel mehr um den Kick.
In der Oststadt will ebenfalls nicht viel Halloween-Stimmung aufkommen. Ein Gebäude fällt jedoch aus dem Raster. Wer an dem Haus von Familie Christmann vorbeikommt, kann Halloween schon aus der Ferne sehen und hören. Ein riesiges Spinnennetz spannt sich zwischen zwei Bäumen im Vorgarten. Eine Hexe ist auf einem Baum vor dem Grundstück gelandet. Schaurige Töne dringen aus den Lautsprechern. Mit Freunden feiert die Familie ihre alljährliche Halloween-Party. Ein Blick ins Haus zeigt: Die Farben Orange und Schwarz dominieren, alles ist aufeinander abgestimmt. Schon Wochen im Voraus wird fleißig gebastelt und organisiert. "Es geht uns auch um Kreativität", sagt Sonja Christmann. Außerdem sei es schön für die Kinder. Nicht ohne Grund ist Halloween für sie eine wichtige Sache. Die Familie hat einige Jahre in den USA gelebt. Die dortige Begeisterung für das Fest hat auf sie abgefärbt und ist bis heute geblieben.