Kommunale Gesundheitskonferenz: Mit vielen Aktionen für Gesundheit sensibilisiert
Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) "Auch im vergangenen Jahr haben wir das Wort ,Gesundheit’ wieder ganz groß und das Wort ,Konferenz’ klein geschrieben. Das wollen wir künftig genauso beibehalten - also mehr projekt- und handlungsorientiert agieren und weniger konferieren.": Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Achim Brötel die Teilnehmer der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Neckar-Odenwald-Kreises, die dieser Tage im Landratsamt in Mosbach tagte. Bereits zum achten Mal kamen Vertreter der Kreistagsfraktionen und Kommunen, der Bildungseinrichtungen, der Gesundheitseinrichtungen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Kranken- und Pflegekassen, der Kirchen, der Sportkreise, der Ärztevertretungen, des Kreisseniorenrats sowie der Selbsthilfegruppen zusammen.
Zunächst präsentierte Melanie Rudolf von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz in einem Tätigkeitsbericht die Projektarbeit des vergangenen Jahres. So wurde 2018 fortgesetzt, was 2012 durch die kreisweite Initiative der automatisierten externen Defibrillatoren (AED) angestoßen wurde: Das Thema "Erste Hilfe" verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, die Notfallversorgung durch Laien zu verbessern sowie die AED-Infrastruktur im Kreis auszubauen. Dazu fanden in der "Woche der Wiederbelebung" in Kooperation mit dem DRK, Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, der Johannes-Diakonie, der Sparkasse Neckartal-Odenwald und der Volksbank Franken sowie einigen Kommunen wieder insgesamt 13 Aktionen im ganzen Kreis statt.
Wieder sehr gut bei Schülern und Lehrern angekommen ist der Gesundheitstag in Neckargerach. Über 70 Schüler konnten sich hier zu den Themenbereichen Ernährung und Bewegung informieren und vor allem selbst aktiv werden. Zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Hanna Bender, den Fachdiensten Gesundheitswesen und Landwirtschaft des Landratsamts, der AOK sowie dem TTC Neckargerach-Guttenbach und dem Karate-DO Verein Neckargerach wurden 16 abwechslungsreiche Stationen auf die Beine gestellt.
Mit der Ausstellung "E-Zigaretten, Shisha & Co - Wie Rauchen krank macht!" hat die Kommunale Gesundheitskonferenz zudem gezielt auf das Thema Rauchen und die Folgen aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand ein begehbares Lungenmodell, das im September neun Tage im Landratsamt besichtigt werden konnte. Fast 500 Personen nahmen an den Führungen teil, die sich in erster Linie an Schüler ab der achten Klasse richteten. Die Schulklassen haben sich darüber hinaus an dem Wettbewerb "Die jüngste Lunge des Neckar-Odenwald-Kreises" beteiligt. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
Auch stellte Rudolf eine Aufklärungskampagne vor. Unter dem Titel "Volkskrankheit Diabetes - Risiko senken und Folgen reduzieren" sollen beispielsweise die Unterschiede der Diabetestypen I und II herausgestellt werden. Interessierte können sich in Vorträgen informieren sowie an einem Kochevent beteiligen. Die Veranstaltungsreihe reicht bis ins Jahr 2019 und endet mit dem Theaterstück "Die Süße des Lebens".
Im Folgenden präsentierte Rudolf weitere mögliche Projekte für das kommende Jahr. Einen Schwerpunkt könnte dabei neben der Fortführung der bisherigen Projekte eine Aktion zu dem Thema "Übergewicht bei Kindern" bilden.
Im anschließenden Austausch wurden viele weitere Anstöße für bereits etablierte sowie auch für geplante Projekte gegeben. Auf Anregung der Mitglieder möchte die Gesundheitskonferenz u.a. auf die Wichtigkeit der Organspende abheben und dies im Neckar-Odenwald-Kreis noch umfassender thematisieren.
Abschließend bedankte sich Landrat Brötel bei allen Kooperationspartnern und rief die Mitglieder der Konferenz dazu auf, auch weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsstelle zu bleiben: "Wir sind immer dankbar für Ideen und Anregungen, aus denen vielleicht künftige Projekte entstehen können."