Manfred Mann's Earth Band in Mosbach: "Niemand wird unglücklich nach Haus gehen"
Von Noah Fath
Mosbach. Sie haben Kultstatus, sind für viele Musikfans schlicht Legenden. Die "Manfred Mann’s Earth Band" zählt unbestritten zu den ganz Großen des Musikbusiness. Besonders die Liveauftritte haben es in sich. Wo die Jungs um den mittlerweile 78-jährigen Manfred Mann auch hinkommen, es wackeln die Wände. Und das obwohl die Gruppe älter ist als mancher Fan: Über 40 Jahre rockt "Manfred Mann's Earth Band" die Bühnen dieser Welt. Am 30. November auch die der Alten Mälzerei in Mosbach. Die RNZ hat vorab Leadsänger Robert Hart (der am gestrigen 1. November seinen 60. Geburtstag feierte) befragt, was Musikfans beim Gastspiel im Odenwald erwarten dürfen.
Sie sind seit acht Jahren der Lead-Sänger von Manfred Mann’s Earth Band. Was hat sich in dieser Zeit verändert?
Ich glaube, dass die Musik der Band und auch die Band selbst mehr in Richtung Rock geht als zuvor.
Sind Live-Auftritte wichtiger geworden als der Verkauf von Tonträgern, vor allem seit es Streamingdienste gibt?
Liveacts waren noch nie so wichtig wie heute. Bands wie Manfred Mann’s Earth Band müssen sich da anpassen - wir sind eigentlich dauerhaft auf Tournee. Streaming ist etwas Gutes, doch für uns haben Auftritte mehr zu bieten.
Gibt es spezielle Pläne für das bevorstehende Konzert in Mosbach? Auf was darf sich das Publikum bei Ihrem Auftritt freuen?
Sie dürfen sich auf einer Super-Show mit all unseren Hits vorbereiten. Es wird sehr unterhaltsam werden - und niemand wird unglücklich nach Hause gehen.
Die Earth Band besteht nun schon über 40 Jahre und das immer wieder in verschiedensten Konstellationen. Inwiefern hat sich die Musik der Gruppe im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gewandelt?
Eine unglaublich lange Zeit! Die Musik hat sich im Laufe dieser Zeit oft verändert - das ist das Großartige an Manfred: Er will nicht stagnieren, er braucht und schafft sich Veränderung. Er treibt die Band und unsere Musik voran, ohne das besondere Konzept, das Manfred Mann’s Earth Band auszeichnet, aus den Augen zu verlieren.
Apropos besonders: Haben Sie eine besondere Beziehung zu Deutschland?
Ja, ich liebe Deutschland. Die Band "Bad Company", mit der ich früher aufgetreten bin, spielte viel hier und auch als ich 1995 mit Peter Maffay bei "Tabaluga" auftrat, lernte ich das Land kennen.
Gefällt Ihnen das deutsche Publikum? Ist bei Konzerten in Deutschland etwas anders als in anderen Ländern?
Die Deutschen sind großartig! Sie gehören zu den ausgelassensten Anhängern, und es macht immer wieder Spaß, vor ihnen zu spielen. Des Weiteren glaube ich, dass viele aus dem Publikum gut Englisch sprechen, was die Konzerte für uns und die Besucher schöner macht.
Sie waren in Ihrer Karriere mit vielen verschiedenen Bands unterwegs und haben dazwischen immer wieder als Solo-Act gearbeitet. Passt mit Manfred Mann’s Earth Band endlich alles?
Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meiner Position in Manfred Mann’s Earth Band. Als Sänger in einer so legendären Gruppe tätig zu sein, ist toll. Die anderen Mitglieder sind nicht nur großartige Musiker, sondern inzwischen auch gute Freunde von mir. Auch Manfred selbst ist ein besonderer Mensch. Alles in allem bin ich sehr glücklich, ein Teil davon zu sein.
Arbeiten Sie auch an einem weiteren Studioalbum für die Earth Band?
Ja, Manfred und ich waren im Laufe des Jahres einige Male im Studio. Wir wollen 2019 etwas Neues veröffentlichen.
Mit wem arbeiten Sie noch?
Ich arbeite an einem gemeinsamen Projekt mit Kenny Jones, in dessen Band "The Jones Gang" ich ein Mitglied bin. Wir spielen zwar nicht viel, wollen aber irgendwann im kommenden Jahr ein neues Album veröffentlichen. Es bleibt aber trotzdem eher ein Nebenprojekt.
Info: Karten für das Konzert von Manfred Mann’s Earth Band gibt es bei der RNZ im Mosbacher Gartenweg.