Ladenburger Sportvereinigung: Ein Jahr ohne Hiobsbotschaften
Von Silke Beckmann
Ladenburg. Schwungvoll startete die Ladenburger Sportvereinigung (LSV) ins neue Jahr. Und das lag nicht nur an der mitreißenden musikalischen Begleitung der Marching Band, die dem Verein seit dem ersten Empfang im 150. Jubiläumsjahr 2014 die Treue hält, oder an den beachtlichen sportlichen Darbietungen der jungen Rhönrad-Sportlerinnen Philine und Liana sowie der Leistungsturner-Riege. Auch Vorsitzende Petra Klodt vermittelte im Rückblick Optimismus und Zuversicht, denn "2017 blieb die LSV von Hiobsbotschaften verschont". Vielmehr blicke sie auf schöne sportliche Erfolge und eine Erweiterung des Übungsangebots zurück, so Klodt.
Im Hubald-Schmitt-Saal dankte sie einer "starken Gemeinschaft", zu der Vorstand, engagierte Übungs- und Abteilungsleiter, rührige Helfer und Förderer zählten. Letztere waren vertreten durch Bernhard Carl (H + G Bank Stiftung der Volksbank Kurpfalz) und Sigrid Waßen-Ohlhäuser (BBBank), deren Zuwendungen den Verein maßgeblich bei zukunftsgerichteten Investitionen wie der neuen Jahnhallen-Heizung und dem frisch renovierten Parkett im Saal unterstützt hatten.
Im Mittelpunkt standen die Mitglieder, denen Klodt für die Wertschätzung dankte, "die Sie uns entgegenbringen, und für Ihre Treue zum Verein". Allein 39 Jubilare galt es in diesem Jahr zu ehren, wobei Trudel Kinzig mit ihrer seit mittlerweile 70 Jahren währenden Mitgliedschaft den Vogel abschoss. "Es gibt viele Gründe, es ihnen nachzumachen", warb Klodt angesichts einer breiten sportlichen Angebots-Palette, sie sich an verschiedene Lebenssituationen anpassten: "Bei der LSV kann jeder nach seinen Möglichkeiten fit und gesund bleiben", zudem sei sie geeignete Plattform für Freundschaften, in der auch Neulinge schnell und unkompliziert Anschluss finden.
Zugleich sprach die Vorsitzende eine Einladung an jene aus, die sich ehrenamtlich aktiv einbringen wollen, biete die LSV doch Gestaltungsmöglichkeiten zur Verwirklichung von Wünschen und Umsetzung von Ideen. "Es wäre schön, wenn sich noch viel mehr Menschen bei uns wohlfühlen würden." Zu den Schwerpunkten des aktuellen Jahres werde in Zusammenarbeit mit dem Ortsausschuss für Leibesübungen (OAL) die angespannte Sporthallensituation gehören. Positiv bewertete Klodt die Einstellung eines Platzwartes im Römerstadion: "Franco Marini ist nach unserer Feststellung für diese Position bestens geeignet."
Mit Daniela Schwarz und Delia Jäger rückte Christel Engelhart, Abteilungsleiterin der Sparte Turnen und dem Verein selbst seit 60 Jahren verbunden, zwei junge, sehr engagierte Übungsleiterinnen und Macherinnen in den Mittelpunkt: Schwarz, von ihrem Vater gleich nach der Geburt in der LSV angemeldet, gehört dem Verein seit mittlerweile über 30 Jahren an, war "unsere beste Turnerin" der Leistungsriege und absolvierte schon mit 19 Jahren ihren Übungsleiterschein. Sportlich zu Hause ist sie heute in der Erwachsenen-Fitness, ebenso wie Jäger, langjährige Leistungsturnerin, die "schon früh mitgearbeitet" hat. Sie ist heute Engelharts Stellvertreterin, trainiert Turnerinnen ab zwölf Jahren und wurde beim Neujahrsempfang außerdem für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. "Beide seid ihr aufgeschlossen für Neues", dankte Engelhart den Sportlerinnen, die zuletzt "M.A.X", ein intensives Ganzkörpertraining mit den Schwerpunkten Muskel- und Körperform, auf die Beine gestellt hatten. Ihre Namen sind aber auch untrennbar mit Angeboten wie "Drums alive" oder "Body Workout" verbunden. "Durch diese neuen Angebote lockt ihr immer wieder auch jüngere Sportler", so Engelhart.
Sie hörte vom Vorstand ebenfalls Lob, hatte sie doch die zeitgleich zum Empfang stattfindenden Badischen Teammeisterschaften im Rope Skipping organisiert. Diesem Wettkampf hatten sich auch fünf Teams der LSV gestellt.