Weltladen Eberbach: Wohlfühl-"Chai" für Gesundheit und Gewissen
Eberbach (fhs) Steter Tropfen höhlt den Stein - das sagt sich auch das Weltladenteam und bemüht sich anhaltend, den Gedanken an fairen Welthandel lebendig zu halten und auch von Eberbach aus dazu beizutragen, dass dieses Ziel auch mal erreicht werden kann. Im Februar soll eine "Tee-Gewürze-Treff"-Aktion dazu beitragen und auch schon mal auf das nächste Jahr anstehende Jubiläum aufmerksam machen.
"Chai" (sprich: Tschai) nennt sich der (heiße) Tropfen, der zum Stein-Aushöhlen an den vier Februar-Montagen 5., 12., 19. und 26. Februar zum Einsatz kommen soll, berichten Ruth Leifeld und Ute Krey von der Bildungs-AG im Weltladen-Team. "Chai - das Nationalgetränk Indiens" kommt bei der Eberbacher Weltladen-Aktion als Folgeprodukt der ayurvedischen Gesundheitslehre daher.
Er ist daher nicht einfach nur der Aufguss fermentierter Teepflanzenblätter, sondern ergänzt mit Kardamom, Zimt und Ingwer, in der nasskalten Jahreszeit nützliche Naturprodukte, die den Körper bei der Abwehr von saisonbedingten Beeinträchtigungen unterstützen.
Besucher des Weltladens an der Hauptstraße 19 können das an den besagten Februarmontagen jeweils von 14 bis 18 Uhr ausprobieren (geöffnet hat der Weltladen Montags schon ab 10 Uhr): Das Weltladenteam kredenzt da nachmittags gern Chai-Proben (mit und ohne Milch, Rohrzucker oder Honig) und möchte vor allem mit den Besuchern ins Gespräch kommen. 2019 werden es 20 Jahre, seit es auch in Eberbach einen Weltladen gibt, der Waren vertreibt, die den Produzenten - meist in der Dritten Welt - menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen sichern sollen.
Die hinter dieser Art von Einzelhandel stehende Weltanschauung und der politische Gestaltungswille könnten Ausgangspunkt für Gespräche sein über den Tee, seine Herkunft wie auch den Produktionsort der Gewürze und die Lebensbedingungen ihrer Produzenten und Weiterverarbeiter. Die nach wie vor rund 20 Mitarbeiter im Weltladen-Team wissen dazu viel zu erzählen, haben Infomaterial und Tipps wie etwa die Empfehlung, selbst nachzusehen etwa auf einem Produktpass unter www.gepa-wug.de. Sie laden aber auch gern ein, sich mit zu engagieren, etwa in einer der jeweils Vier-Stunden-Schichten oder zumindest mit dem Kauf der fair gehandelten Lebensmittel, Schmuck- und Dekoartikel oder Haushaltswaren.