Ausstellung | Schamanin in Halle: Ein Grabfund aus Sachsen-Anhalt verändert das Bild der Mittelsteinzeit
Augenzittern. Hinter einem Vorhang aufgefädelter Hirschzähne flackert der Blick der Frau. Links und rechts rahmen Wildschweinhauer das Gesicht ein, das oben mit einem Geweih bewehrt ist. Plötzlich stoppt das rhythmische Augenrollen, klärt sich der Blick aus blauen Augen. Die Schamanin von Bad Dürrenberg hat ihre Seelenreise beendet.
So ähnlich muss man sich die neuesten Erkenntnisse vergegenwärtigen, die das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle in seiner Sonderschau vermittelt. Der 9.000 Jahre alte Fund offenbarte sich erst dank neuester Methoden als Sensation: Die Tote war eine Schamanin. Bisher war man davon ausgegangen, dass es diese spirituellen Fachkräfte erst in jüngerer Zeit gab. So transportiert die Schau Besucher in die unbekannte M
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