Moderne Sklaven: Über Tomer Gardis enthüllendes Buch „Liefern“
Sushi oder Vietnamesisch? Pizza oder Burger? Sie rasen an uns vorbei, mit ihren Rädern und den viereckigen Rucksäcken auf dem Rücken. Sie sind Teil einer anonymen Masse. Und meistens sind es Männer, die uns das Essen liefern. Wie Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, seinen Job verloren hat, weil in Tel Aviv jedes dritte Café, das aufmacht, pleitegeht. Und der schnell was Neues braucht.
Also bewirbt er sich als Rider bei Indie-Go. Wo er auf Shai trifft. Shai vermittelt Menschen, denen die richtigen Papiere fehlen, unter dem Tisch Identity Cards. Dafür kassiert er 15 Prozent Provision. Filmon rast auf seinem Bike hin und her, er muss von seinem Lohn drei Menschen ernähren.
Seine Frau hat es als Geflüchtete nach Berlin geschafft. Di
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