Ökonom Daniel Stähr: „Wirtschaft studieren Menschen, die egoistischer sind als andere“
Daniel Stähr veröffentlichte 2024 gemeinsam mit Simon Sahner Die Sprache des Kapitalismus. Das Buch beschreibt, wie mit Begriffen wie „Reform“ oder Floskeln wie der „Schwäbischen Hausfrau“ Entscheidungen legitimiert werden, die soziale Ungleichheit befördern.
Nun legt Stähr eine „überfällige Intervention aus den eigenen Reihen“ vor: In Die neuen Propheten seziert er die Mechanismen, mit deren Hilfe etablierte Ökonomen zu Meinungsführern im Zentrum der Macht wurden – in Deutschland und erst recht in den USA oder Großbritannien. Politische Entscheidungsträger, so die überspitzte Kernthese des Buches, vertrauen einer „faktenfreien Wissenschaft, die kein Konzept von Moral oder Gerechtigke
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