Iranische Drohnen schlagen in einer Ölraffinerie ein. Russische Schiffe dürfen wohl die Straße von Hormus passieren. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 3. April Drohnenangriff trifft Ölraffinerie in Kuwait In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete, die Raffinerie nicht abgeschaltet zu haben. Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion. Iran: Haben US-Jet abgeschossen Iranische Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Iran . Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter. "Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten", hieß es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe. Analysten auf dem Kurznachrichtendienst X halten die Meldung des iranischen Militärs für grundsätzlich plausibel. "AMK Mapping", der sich auf zahlreiche Analysen zu US-amerikanischem Kriegsgerät spezialisiert hat, erklärt auf X, die vom Iran veröffentlichten Bilder der Wrackteile des US-Kampfflugzeugs würden sich mit denen eines Jets der 493. Kampfeinheit decken. Es könne allerdings auch sein, dass es sich bei dem abgeschossenen Flugzeug um eine F-15E handele, so der Analyst. Bericht: Israel glaubt, neuer Ajatollah sei am Leben Israel geht wohl davon aus, dass der neue Oberste Anführer des Iran, Modschtaba Chamenei, lebt und das Land lenken kann. Das geht aus einem Bericht des israelischen Nachrichtenportals "Maariv" hervor. Allerdings sollen die Vereinigten Staaten Israel darum gebeten haben, Chamenei sowie weitere hochrangige Regierungsvertreter des Iran nicht anzugreifen, berichtet "Maariv" weiter. Demzufolge sollen Chamenei sowie der Außenminister Abbas Araghtschi als zentrale Köpfe fungieren, um einen zukünftigen Deal zwischen den USA und Teheran zu legitimieren. CNN: Hälfte der iranischen Raketenwerfer intakt Etwa die Hälfte der iranischen Raketenwerfer ist nach wie vor intakt, und trotz der täglichen Angriffe der USA und Israels auf militärische Ziele in den vergangenen fünf Wochen befinden sich weiterhin Tausende von Einweg-Angriffsdrohnen im iranischen Arsenal, wie drei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Quellen dem amerikanischen Sender CNN mitteilten. "Sie sind nach wie vor sehr gut in der Lage, in der gesamten Region verheerendes Chaos anzurichten", sagte eine der Quellen über den Iran. Die Gesamtzahl in der Einschätzung der US-Geheimdienste könnte auch Abschussrampen umfassen, die derzeit unzugänglich sind, beispielsweise solche, die durch Angriffe unter der Erde begraben, aber nicht zerstört wurden. Tausende iranischer Drohnen existieren noch – etwa 50 Prozent der Drohnenkapazitäten des Landes –, wie zwei der Quellen angaben, auf die sich die Geheimdienstinformationen stützten. Menschenrechtler: Iran-Angriff ist Kriegsverbrechen Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die US-Angriffe auf den Iran in einem offenen Brief als mögliche Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu "ernsthaften Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen". Der Brief verweist insbesondere auf eine Äußerung von Präsident Donald Trump von Mitte März, wonach die USA Angriffe auf den Iran "nur zum Spaß" ausführen könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth von Anfang März zitiert, wonach die USA nicht mit "dummen Einsatzregeln" kämpften. Der Brief der Juristen von Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift "Just Security" veröffentlicht. Wadephul: Deutsche Beteiligung in Straße von Hormus möglich Außenminister Johann Wadephul stellt laut einem Medienbericht einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung der Seehandelswege im Nahen Osten in Aussicht. "Wir haben – wie die USA und andere – ein Interesse daran, dass die Handelswege im Persischen Golf und im Roten Meer wieder geöffnet werden", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. "Und natürlich sind wir prinzipiell bereit, uns an einer Absicherung der Seewege zu beteiligen." Die Regierung spreche über den deutschen Beitrag mit einer größeren Gemeinschaft von Staaten, "wenn der militärische Konflikt beigelegt ist und die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. So weit sind wir bedauerlicherweise noch nicht." UN-Sicherheitsrat berät über Straße von Hormus Der UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der Straße von Hormus mit Waffengewalt abstimmen. Das verlautete am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Bahrain hatte einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge "alle notwendigen Mittel" eingesetzt werden können sollen, um die Fahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Vetomächte Russland , China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag. "Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UN-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu. Donnerstag, 2. April Russland: Straße von Hormus ist für uns offen Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow für Russland nicht gesperrt. "Sie ist für uns offen", sagt Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Trump droht mit weiterer Zerstörung ziviler Infrastruktur Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. "Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!", schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump. Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören", sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies große Empörung aus. Der nächste Ölschock steht bevor Die Ölpreise steigen weiter und könnten in dieser Woche noch mal einen Schub bekommen. Denn bald fehlt auch noch Öl aus Russland. Mehr dazu lesen Sie hier . Israel setzt im Südlibanon wohl auf religiöse Vertreibung Im Süden des Libanon rollt Israel mit Panzern und Bulldozern über die Grenze. Jetzt soll offenbar die religiöse Zugehörigkeit darüber entscheiden, wer bleiben darf. Mehr dazu lesen Sie hier . Irak findet Alternative zur Straße von Hormus Der Irak hat mit dem Transport von Rohöl per Lastwagen durch Syrien begonnen. Syrien werde die sichere Passage des Öls sicherstellen, erklärte das irakische Ölministerium am Mittwochabend. Die Exporte würden schrittweise erhöht, fügte das Ministerium hinzu, ohne weitere Angaben zu machen. Aus Kreisen des irakischen Ölsektors hieß es, es seien bislang 178 von 299 geplanten Lastwagen in der syrischen Hafenstadt Banias angekommen. Die Lieferung sei aus dem Irak über den Grenzübergang Al-Tanf nach Syrien eingefahren worden, sagte ein Sprecher des staatlichen Ölunternehmens Syriens. Im Terminal von Banias würden die Trucks entladen und das Öl für die weitere Ausschiffung auf Öltanker verladen. Der Irak ist ein Gründungsmitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und bezieht 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Ölverkauf. Den Großteil seines Öls exportierte das Land bisher über den Wasserweg durch die Straße von Hormus, doch diese blockiert der Iran als Reaktion auf US-israelische Angriffe. Wut nach Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran Im Iran hat die Zerstörung ziviler Infrastruktur bei Anhängern der Regierung wie auch bei ihren Gegnern Wut und Fassungslosigkeit ausgelöst. Außenamtssprecher Ismail Baghai kritisierte die Bombardierung des Pasteur-Instituts, eines Forschungszentrums für Biologie und Medizin in der Hauptstadt Teheran, scharf. "Herzzerreißend, grausam, verabscheuungswürdig und absolut empörend", schrieb er auf X. Es handle sich nicht nur um ein weiteres Kriegsverbrechen, sondern um "einen barbarischen Angriff auf grundlegende menschliche Werte". Das Pasteur-Institut sei seit einem Jahrhundert eine Ikone des iranischen Gesundheitssystems und ein Symbol des modernen Iran, schrieb Vali Nasr, Professor an der Johns Hopkins University in Washington , auf X. Seine Zerstörung habe keinen anderen Zweck als die Geschichte des Iran anzugreifen, die Geschichte seiner Modernisierung und Entwicklung. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören", sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies große Empörung aus. Bekannte Anwältin im Iran inhaftiert Im Iran ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin mitten im Krieg inhaftiert worden. Nasrin Sotudeh sei am Mittwoch festgenommen worden, berichtete ihre Tochter Mehraveh Khandan auf Instagram. "Vor wenigen Minuten haben wir erfahren, dass Mama letzte Nacht festgenommen wurde, während sie allein zu Hause war", schrieb sie. Ihr Notebook und Handy seien beschlagnahmt worden. Die 62 Jahre alte Sotudeh gilt als eine der einflussreichsten Anwältinnen im Iran. Im Jahr 2020 erhielt sie den Alternativen Nobelpreis. Sotudeh wurde in den vergangenen Jahren mehrfach inhaftiert und verbrachte lange Jahre hinter Gittern. Zuletzt war sie im Herbst 2023 kurzzeitig inhaftiert. Irans Ex-Außenminister bei Angriff schwer verletzt Der frühere iranische Außenminister Kamal Kharazi (81) ist bei einem Angriff in Teheran am frühen Mittwochmorgen schwer verletzt worden. Iranische Medien berichten, dass sein Wohnhaus im Westen der Hauptstadt bei einem mutmaßlich US-israelischen Luftangriff getroffen wurde. Kharazi wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht, seine Frau kam bei dem Angriff ums Leben. Nach Angaben der New York Times spielte Kharazi zuletzt eine Rolle bei möglichen diplomatischen Kontakten. Demnach soll er Gespräche zwischen dem Iran und dem US-Vizepräsidenten JD Vance mit vorbereitet haben. Kharazi sagte im Interview mit CNN noch vor wenigen Wochen, es gebe "keinen Raum mehr für Verhandlungen" – solange die USA und Israel Angriffe fortsetzen. Kharazi zählt zu den einflussreichen außenpolitischen Akteuren des Landes. Der 81-Jährige war von 1997 bis 2005 Außenminister unter Präsident Mohammad Khatami und leitet heute den Strategischen Rat für Außenbeziehungen. Er beriet den früheren Obersten Führer Ali Chamenei und gehört auch zum Umfeld seines Nachfolgers Modschtaba Chamenei, dessen Kurs er weiterhin außenpolitisch begleitet. Höchste Brücke des Nahen Ostens wurde zerstört Luftangriffe haben eine Autobahnbrücke getroffen, die Teheran mit der westlich gelegenen Stadt Karaj verbindet. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Demnach gab es bei dem mutmaßlich US-israelischen Angriff mehrere Verletzte. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und wurde erst Anfang dieses Jahres eingeweiht. Iran vollstreckt Todesstrafe gegen 18-Jährigen Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Amirhossein Hatami gehängt. Er soll zu einer Gruppe gehört haben, die in einen "militärisch klassifizierten Standort" der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt haben soll. Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft und eine Revision als unbegründet abgelehnt. Unterstützer schrieben auf X, Hatami sei zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung erst 18 Jahre alt gewesen und zu einem Geständnis gezwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden. Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher "ohne Gnade und Nachsicht" zu vollstrecken. Außer Spionage für die USA, Israel oder andere "feindliche Staaten" sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die "Angst und Schrecken" in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden. US-Botschaft warnt vor Angriffen im Zentrum Bagdads Die US-Botschaft im Irak warnt ihr Personal vor bevorstehenden Angriffen durch schiitische Milizen in den kommenden 24 bis 48 Stunden. Es gebe Informationen, laut denen mit dem Iran verbündete Kräfte in der Region Angriffe auf US-amerikanische Staatsbürger, Geschäfte, Universitäten, die Energieinfrastruktur in Bagdad und auf Hotels oder Flughäfen planten, schreibt die Botschaft auf dem Kurznachrichtendienst X. In ihrem Post kritisiert sie außerdem die irakische Regierung: "Sie haben nichts gemacht, um die Terrorangriffe zu verhindern", heißt es. Mögliche Angreifer könnten versuchen, sich als Beamte der irakischen Regierung auszugeben. Trump: US-Ziele im Iran-Krieg stehen "kurz vor der Vollendung" Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe gekommen. "Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagt Trump bei seiner angekündigten Ansprache. Man sei fast am Ziel. "Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan." Der Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, betont der Präsident. "Wir werden sie extrem hart treffen in den nächsten zwei bis drei Wochen." US-Militär: Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit. Washingtons Verbündeter Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe im Iran, wie die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte. Israelischer Botschafter: Keine dauerhafte Besatzung Südlibanons Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat eine Annexion des Südlibanons durch sein Land ausgeschlossen. "Wir werden so weit vorrücken und so lange bleiben, bis der Beschuss Israels aufhört und unsere Einwohner sicher sind. Eine dauerhafte Besatzung ist nicht geplant. Punkt", sagte Prosor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er widersprach damit auch dem rechtsextremen israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, der gefordert hatte, der Litani-Fluss im Süden des Libanon müsse Israels neue Grenze zum nördlichen Nachbarland darstellen. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will Israel das Gebiet bis zum Litani-Fluss nur bis auf weiteres kontrollieren. Prosor sagte: "Die Hisbollah hält den Libanon im Würgegriff und hat im Süden des Landes eine Terrorinfrastruktur errichtet." Die Miliz benutze Zivilisten als Schutzschild und greife Israel kontinuierlich an. Mittwoch, 1. April "NYT": Iran will laut US-Geheimdiensten keine substanziellen Verhandlungen Die "New York Times" berichtet, mehrere US-Geheimdienste seien in den letzten Tagen zu der Einschätzung gelangt, dass die iranische Regierung derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Die Zeitung beruft sich auf US-Beamte. Iranischer Insider: Waffenstillstand ist Bedingung für Kriegsende Ein ranghoher iranischer Vertreter sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran fordere einen garantierten Waffenstillstand, um den Krieg dauerhaft zu beenden. Vermittler hätten am Dienstag Kontakt zum Iran aufgenommen, wobei sich die Gespräche auf die Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen konzentriert hätten. Über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben. Präsident des Iran wendet sich in Brief an das amerikanische Volk Der iranische Präsident Massud Peseschkian versichert dem amerikanischen Volk in einem Brief, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hegt. Den Iran als Bedrohung darzustellen, stimme "weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein", zitiert der Sender Press TV aus dem Schreiben. Hingegen richteten sich Angriffe auf die Infrastruktur des Iran gegen das iranische Volk und hätten Folgen, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen würden, warnt er laut Press TV. Größter Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde. Die "Times of Israel" berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Die meisten habe die Luftabwehr abgefangen. Einige Raketen habe man in freies Gelände einschlagen lassen. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende "Terrorziele" im Zentrum Teherans gestartet habe. Juden weltweit feiern das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Auch zum persischen Neujahrsfest am 20. März gab es in diesem Jahr nach iranischen Berichten amerikanisch-israelische Luftangriffe. Trump: Iran hat um eine Waffenruhe gebeten Der Iran hat die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten. "Wir werden das in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Bis diese Bedingung erfüllt sei, würden die USA den Iran weiter angreifen und "zurück in die Steinzeit" bomben, drohte der Präsident. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums dementierte Trumps Darstellung. Auch die iranischen Revolutionsgarden reagierten umgehend und erklärten, die Straße von Hormus werde nicht für "Feinde" geöffnet. Die Meerenge stehe "fest und umfassend unter der Kontrolle" ihrer Seestreitkräfte und "wird nicht für die Feinde dieser Nation geöffnet", hieß es in Teheran. Trump schrieb, die Bitte um eine Waffenruhe gehe vom neuen Präsidenten des Iran aus. Dieser sei "viel weniger radikalisiert und deutlich intelligenter als seine Vorgänger". Wen Trump damit meinen könnte, bleibt derweil unklar. Die Präsidentschaft im Iran hat seit Juli 2024 Massud Peseschkian inne. Im Zuge des Kriegs wurde er weder getötet noch hat er bislang Anzeichen dafür gegeben, zurücktreten zu wollen. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump behauptet, erfolgreiche Gespräche mit dem Iran zu führen, was Teheran jedoch regelmäßig dementiert hat. Huthis greifen Israel wieder mit Raketen an Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben Israel wieder mit Raketen angegriffen. Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz gehandelt, teilt die vom Iran unterstützte Islamisten-Gruppe mit. Die Huthis hatten am Samstag ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen und waren damit in den Iran-Krieg eingetreten. Sie hatte bereits im Gaza-Krieg zur Unterstützung der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas, die ebenfalls mit dem Iran verbündet ist, Israel mehrfach mit Raketen beschossen und im Zuge dessen auch die Schifffahrt im Roten Meer mit Angriffen gestört. Dritter US-Flugzeugträger soll im Nahen Osten stationiert werden Der Flugzeugträger "USS George H. W. Bush" und seine Begleitschiffe werden in den Nahen Osten verlegt. Sie sollen dort die Flugzeugträgerkampfgruppen der "USS Abraham Lincoln" und der "USS Gerald R. Ford" verstärken, wie US-Beamte dem "Wall Street Journal" mitteilten. Laut den US-Beamten können die USA in absehbarer Zeit drei Flugzeugträger in der Region stationieren. Die Marine lehnte eine Stellungnahme zu zukünftigen Operationen ab. Die "Bush" verließ am Dienstag den Marinestützpunkt Norfolk in Virginia, wie aus einer Pressemitteilung der Marine hervorgeht. Es könnte Wochen dauern, bis der Träger die Region erreicht. Die "Lincoln" operiert im Arabischen Meer, und die " Gerald R. Ford" liegt momentan im Hafen der kroatischen Stadt Split für voraussichtlich langwierige Reparaturen. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Präsident Trump weitere militärische Optionen im Iran prüft und gleichzeitig zusätzliche US-Truppen in die Region verlegt werden. Eine Marineexpeditionseinheit an Bord amphibischer Kriegsschiffe erreichte am Wochenende den Nahen Osten. Israel: Fabrik für iranische Chemiewaffen-Entwicklung attackiert Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete. Fentanyl ist ein Narkosemittel. Es gelte in hohen Dosen als hochgiftig. Die Firma habe "diese tödliche Substanz" wissentlich und systematisch an eine Organisation des iranischen Verteidigungsministeriums geliefert, die sie für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen nutze, erklärte Israels Armee. Tanks am Flughafen von Kuwait getroffen Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht. Tanker vor Katar beschossen Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb der Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Zuvor war im Persischen Golf in der Nacht zum Dienstag ein riesiger kuwaitischer Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er wurde Ziel eines iranischen Angriffs, während er vor dem Hafen von Dubai vor Anker lag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna berichtet hatte. Es wurde niemand verletzt. Netanjahu: Krieg im Iran wird weitergehen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortführung des Kriegs gegen den Iran angekündigt. "Die Kampagne ist noch nicht vorbei", sagte Netanjahu in einer am Dienstag übertragenen Fernsehansprache und fügte an: "Wir werden das Terrorregime weiterhin zerschlagen." Israel sei seiner "Mission treu geblieben", habe "das Gesicht des Nahen Ostens verändert" und sich zu einer "Regionalmacht" entwickelt, sagte Netanjahu weiter. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte sich zuvor offen für eine Beendigung des Kriegs gezeigt. Sein Land habe "den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden", sagte Peseschkian in einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa. Er forderte zugleich "notwendige Garantien", um "eine Wiederholung der Aggression zu verhindern" sowie "finanzielle Entschädigungen". Der führende israelische Oppositionspolitiker Jair Lapid kritisierte Netanjahu für seine Rede scharf. Er habe "zum tausendsten Mal die arrogante Rede mit der Aussage 'Ich habe den Nahen Osten verändert' gehalten", sagte Lapid. "Du hast den Nahen Osten beinahe verändert", sagte er mit Blick auf Netanjahu. "Am Ende stellt sich immer heraus, dass er sich doch nicht verändert hat." Trump nennt neuen Zeitrahmen für Iran-Krieg Wann endet der Krieg zwischen den USA und dem Iran? Der US-Präsident hat jetzt dazu eine neue Prognose abgegeben. Mehr dazu lesen Sie hier . Dienstag, 31. März Libanon meldet acht Tote durch israelische Angriffe Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Libanons sind am Dienstag nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Demnach kamen in der Gegend um die Küstenstadt Tyros drei Menschen ums Leben, in der Region um Sidon seien vier weitere Menschen gestorben. Im unweit der Grenze zu Israel gelegenen Bint Dschubail wurde demnach ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation getroffen, die mit der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist. Dabei wurden laut dem Ministerium ein Sanitäter getötet und 13 weitere Menschen verletzt. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte am Dienstag die Absicht, bis auf Weiteres Teile des Südlibanons zu besetzen. Von dort aus vertriebene Bewohner dürften erst zurückkehren, wenn die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. US-Journalistin in Bagdad entführt In der irakischen Hauptstadt ist eine amerikanische Reporterin verschleppt worden. Dahinter könnte eine proiranische Gruppe stecken. Mehr dazu lesen Sie hier . Trump wettert gegen Frankreich Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. "Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert", teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. "Die USA werden sich daran ERINNERN." Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung "Le Monde" hervorgeht. "US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen", sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung. Wie "Le Monde" unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte "Diplomatic Overflight Clearance". Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte. Angriffe auf Golfstaaten – mehrere Verletzte Auch gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien und Kuwait meldeten am Dienstag, erneut Dutzende Raketen, Marschflugkörper und Drohnen abgefangen zu haben. In Dubai wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM durch herabstürzende Trümmerteile vier Menschen leicht verletzt, in Saudi-Arabien nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwei. Darüber hinaus seien Gebäude und Autos beschädigt worden. Trump holt zum Schlag aus Bodenoffensive oder Rückzug? Donald Trump hat im Iran-Krieg die nächste Eskalationsstufe vorbereitet. Aber die Risiken wären groß, für die USA und für die Weltwirtschaft. Auch deshalb sendet der US-Präsident widersprüchliche Signale. Die Analyse von Patrick Diekmann lesen Sie hier . Lufthansa prüft Stillstand für Dutzende Jets Der Iran-Krieg zwingt die Lufthansa, Einschränkungen zu prüfen. Steigende Kerosinpreise könnten dazu führen, dass bis zu 40 Flieger am Boden bleiben. Mehr dazu lesen Sie hier . Trump ändert wohl erneut seine Kriegsziele Donald Trump setzt offenbar nicht mehr auf eine schnelle Öffnung der Straße von Hormus – und verlagert die Verantwortung. Mehr dazu lesen Sie hier . "Wie in Gaza": Israel will Südlibanon unbewohnbar machen Israel will das Grenzgebiet im Süden des Libanons unbewohnbar machen. In den Dörfern nahe der gemeinsamen Grenze sollen alle Häuser zerstört werden, kündigte Verteidigungsminister Israel Katz an. Ziel seien Verwüstungen wie im Gazastreifen. Die rund 600.000 aus dem Süden des Nachbarlandes geflohenen Menschen dürften erst in ihre Heimat zurückkehren, wenn der Norden Israels wieder sicher sei. Zudem bekräftigte der Minister die Pläne, nach dem Ende des Krieges gegen die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz eine Pufferzone im Südlibanon einzurichten. Israel wolle die Kontrolle über das Gebiet bis zum Litani behalten. Der Fluss mündet etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze ins Mittelmeer. Das Gebiet zwischen dem Litani und der Grenze zu Israel macht fast ein Zehntel des libanesischen Staatsgebiets aus. Seit Beginn der israelischen Offensive gegen die Hisbollah am 2. März sind im Libanon mehr als 1,2 Millionen Menschen vertrieben und weitere 1.200 getötet worden. Auslöser der Kämpfe war die Entscheidung der Miliz, zur Unterstützung des Iran das Nachbarland zu beschießen. Das israelische Militär hatte Anfang des Monats die Bewohner großer Gebiete des Südens, der von der Hisbollah kontrollierten südlichen Vororte Beiruts sowie der politischen Hochburgen der Organisation im Osten des Libanons zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Wegen Iran-Krieg: Trump droht Verbündeten erneut Trump rechnet im Iran-Krieg mit London und anderen Verbündeten ab. Wer wegen Hormus kein Öl erhält, soll es in den USA kaufen oder selbst beschaffen. Mehr dazu lesen Sie hier . Hegseth wollte wohl Insider-Handel starten Insider-Wissen für private Bereicherung: Der Börsenmakler des US-Verteidigungsministers soll vor Beginn des Iran-Kriegs versucht haben, in die Rüstungsindustrie zu investieren. Mehr dazu lesen Sie hier . USA greifen Iran mit bunkerbrechenden Bomben an Die USA haben den Iran mit bunkerbrechenden Bomben angegriffen. Laut Medienberichten waren große Munitionsdepots im Raum Isfahan das Ziel. Der Iran bestätigte die Attacken. "Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmaß der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten schwere Explosionen in der Nacht. Auf Bildern war nach den Bombardierungen unter anderem ein glühend orangefarbener Nachthimmel zu sehen. "Sechs bunkerbrechende Bomben trafen den Berg Sofeh, sehr viele Folgeexplosionen, mehrere pro Sekunde, der Himmel ist hell erleuchtet", zitierte der Netzaktivist Vahid eine Nachricht. In der Ziel-Region liegt auch die Atomanlage Isfahan. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) geht davon aus, dass die Islamische Republik in Isfahan zumindest Teile ihres hochangereicherten Urans unterirdisch gelagert hat. In einem Interview mit dem US-Nachrichtenportal "Newsmax" betonte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass die Zerstörung der Uranvorräte Teherans aktuell das zentrale Ziel der Angriffe sei. Zum Verlauf des Krieges sagte er: "Wir haben mehr als die Hälfte des Weges zum Erfolg unserer Mission zurückgelegt." Iran: Entsalzungsanlage auf Insel Gheschm außer Betrieb Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist eine Entsalzungsanlage im Süden des Landes nach Raketenbeschuss außer Betrieb. Eine Reparatur der Anlage auf der Insel Gheschm sei nicht möglich, berichtete die iranische Zeitung "Shargh" unter Berufung auf das Zentrum für Umweltschutz. Die konkreten Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung auf der landschaftlich spektakulären Insel, die auch ein beliebter Touristenort ist, waren zunächst unklar. Unterdessen meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr einen weiteren Angriff auf Gheschm. Bei der Bombardierung eines Hafenabschnitts habe es keine Opfer gegeben, hieß es unter Berufung auf die Verwaltung der zuständigen Provinz Hormusgan. Italien verweigerte US-Flugzeugen Landung auf Stützpunkt Italien hat den USA offenbar verweigert, den Stützpunkt Sigonella auf Sizilien zu benutzen. Wie das italienische Medium "Corriere Roma" berichtet, habe Generalstabschef der Streitkräfte, Luciano Portolano, dem US-Militär nach Absprache mit dem italienischen Verteidigungsminister Guido Crosetto mitgeteilt, dass eine Landung in Sigonella nicht möglich sei, weil keine entsprechende Genehmigung vorlag. Dem Bericht zufolge wurde dieser Hergang bis jetzt unter Verschluss gehalten. Israels Armee zerstört libanesisches Dorf und hisst eigene Flagge Israels Militär hat Aufnahmen veröffentlicht, wie zwei Brigaden des Landes zahlreiche Gebäude im Dorf Kfar Kila im Süden des Libanons zerstören. Übereinstimmenden Berichten zufolge habe die Armee das Dorf dabei dem Erdboden gleichgemacht. Zudem hissten die Streitkräfte in Kfar Kila offenbar die israelische Flagge, wie mehrere Aufnahmen von Nutzern auf der Plattform X zeigen. Iranische Staatsmedien: Explosionen und Stromausfälle in Teheran In Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran ist nach Explosionen der Strom ausgefallen. Dies meldete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars am Dienstag. Die ebenfalls staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, einige Bewohner im Osten Teherans seien ohne Strom, und die Behörden arbeiteten daran, die Versorgung wiederherzustellen. Öltanker vor der Küste von Dubai beschossen Ein großer kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während er vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei sei ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es gab aber keine Berichte über Verletzte. Die 24-köpfige Besatzung soll in Sicherheit sein. Zuvor hatte bereits die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitgeteilt, dass ein nicht näher beschriebenes Projektil ein Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai getroffen und einen Brand ausgelöst habe. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ging aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Zuvor hatten nach UKMTO-Angaben zwei Geschosse im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens ein Containerschiff verfehlt. Trump erwägt Kostenabwälzung für Iran-Krieg auf arabische Länder US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg gegen den Iran zu übernehmen. "Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern", sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. "Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden." Bericht: Trump will Krieg gegen Iran beenden Donald Trump ist einem Medienbericht zufolge bereit, den Krieg gegen den Iran zu beenden – auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Die komplexe Operation zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße wolle er auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen. Beschuss von Golfstaaten geht weiter – Iran warnt Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hieß es. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien "höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen". Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden. Rubio: Straße von Hormus wird "so oder anders" offen sein US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – "so oder anders". Entweder werde sich der Iran bereiterklären, "sich an internationales Recht zu halten" und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. "Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist". Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit "dafür sorgen" meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran "wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt", sagte Rubio. Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Iran sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in "Wochen und nicht Monaten" komplett erreichen und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Außenminister. Netanjahu: Mehr als die Hälfte der Kriegsziele im Iran erreicht In dem Krieg Israels und der USA gegen den Iran sind nach Auffassung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu mehr als die Hälfte der Ziele erreicht worden. "Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns", sagte Netanjahu am Montag in einem Interview mit dem konservativen US-Sender Newsmax. Zugleich betonte er, der Krieg sei "im Hinblick auf die Missionen" mehr als zur Hälfte erledigt, "nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit". Er wolle keinen Zeitplan für den restlichen Verlauf des Krieges aufstellen, sagte Netanjahu. US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Beginn des Krieges erklärt, dieser werde vier bis sechs Wochen dauern. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, der Krieg werde sich noch über Wochen hinziehen, nicht aber über Monate. Netanjahu unterstrich derweil die Ziele, die bislang erreicht worden seien, darunter die Tötung von "Tausenden" Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden. Die israelische und die US-Armee stünden außerdem "kurz davor, ihre Rüstungsindustrie zu zerstören", fügte er mit Blick auf den Iran hinzu. Damit meine er die gesamte industrielle Basis und das Atomprogramm Teherans. Trump hatte das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Krieg bezeichnet. Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Der Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hätte der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss. Der Parlamentsausschuss geht damit auf Konfrontationskurs zur US-Regierung. Präsident Donald Trump hat den Iran ultimativ aufgefordert, die für den globalen Energiehandel zentrale Schiffsroute wieder uneingeschränkt zu öffnen. Iran: Neuer Raketenangriff auf Israel Israel hat am Abend einen erneuten iranischen Raketenangriff gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf Weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal "ynet" teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. Medien: US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die "New York Times" und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen. Demnach sollen sich Tausende Marineinfanteristen und Fallschirmjäger des Heeres angeschlossen haben, die ebenfalls in der Region angekommen seien. Die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran würden damit erweitert, hieß es. Die Soldaten könnten demnach etwa in Operationen zum Einsatz kommen, die auf die Öffnung der Straße von Hormus abzielen, auf die Einnahme der für den iranischen Ölexport zentralen Insel Charg oder die Bergung von hochangereichertem Uran. Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Trump drängt Teheran öffentlich zu einer diplomatischen Lösung des von den USA und Israel begonnenen Krieges – spart aber gleichzeitig auch nicht mit Drohungen weiterer militärischer Eskalationen. Infantino setzt auf WM mit Iran: "Kein Plan B, C oder D" Fifa-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D, es gibt Plan A", sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht, wie bislang geplant, in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die Fifa diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus. "Iran repräsentiert sein Volk, die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben", sagte Infantino und warb um eine Teilnahme des Landes. Die Fifa wolle dafür sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne. Zugleich räumte der 56 Jahre alte Schweizer ein, dass man in der "realen Welt lebe" und die Situation "sehr kompliziert" sei. Der Chef des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, hatte vor anderthalb Wochen laut der offiziellen iranischen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern. Geschosse verfehlen Containerschiff vor Saudi-Arabien Zwei Geschosse haben im Persischen Golf vor Saudi-Arabien ein Containerschiff verfehlt. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte, schlugen die beiden nicht näher beschriebenen Projektile innerhalb einer Stunde in der Nähe des Frachters ins Wasser. Die Seeleute seien wohlauf und Behörden hätten Ermittlungen eingeleitet. Nach UKMTO-Angaben ereignete sich der Zwischenfall 22 Seemeilen vor der Stadt Ras Tanura an der saudi-arabischen Küste. Der Persische Golf ist ein Meeresabschnitt mit wichtigen Häfen und Verladestationen des Iran und der Golfstaaten, der an die Straße von Hormus grenzt. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte mit Angriffen und Drohungen die Schifffahrt in der Region nahezu zum Erliegen gebracht. Montag, 30. März Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon Zwei Soldaten der internationalen UN-Friedenstruppe (Unifil) sind im Libanon bei einer Explosion ums Leben gekommen. Zwei weitere Blauhelmsoldaten seien verletzt worden, einer davon schwer, gab die Mission bekannt. Die Explosion, bei der ihr Fahrzeug zerstört wurde, ereignete sich demnach in der Nähe von Bani Haian im Südlibanon. Die Mission gerät derzeit zwischen die Fronten der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem israelischen Militär. Die Mission teilte allerdings nicht mit, ob die jüngste Explosion mit der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hisbollah zusammenhing. Nach Unifil-Angaben ist der Zwischenfall der zweite innerhalb von 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe sterben. Erst am Sonntag war ein indonesischer Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden. Israel: Knesset beschließt Todesstrafe für Terroristen Das israelische Parlament hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen gebilligt. 62 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmten in dritter Lesung für den Vorstoß, der als rassistisch kritisiert wird, weil er de facto nur Palästinenser betrifft. Auch der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab seine Stimme für den Vorstoß ab. Deutschland hatte sich mit weiteren europäischen Ländern gegen das Gesetz ausgesprochen. Palästinenser, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden, droht die Todesstrafe, die Richter in so einem Fall verhängen müssten. Das Urteil kann angefochten werden. Im Falle einer Verurteilung soll die Todesstrafe binnen 90 Tagen von einem Gefängniswärter durch Erhängen vollstreckt werden. Vor zivilen Gerichten in Israel kann nach dem Gesetzentwurf eine Person, die wegen eines terroristisch motivierten Mordes mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel verurteilt wird, entweder mit der Todesstrafe oder mit lebenslanger Haft bestraft werden. Bisher gab es in Israel die Todesstrafe nur für Straftaten nach dem Völkermordgesetz sowie für Hochverrat. Für gewöhnliche Straftaten wurde die Todesstrafe 1954 abgeschafft. Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 wurde sie nur einmal vollstreckt – gegen den deutschen NS-Verbrecher Adolf Eichmann im Jahre 1962. Bericht: USA testen neue Rakete im Iran-Krieg Bei einem Angriff im Süden des Iran sollen mindestens 21 Menschen getötet worden sein. Experten vermuten den Einsatz einer bislang kaum getesteten US-Rakete. Mehr dazu lesen Sie hier . Iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt. Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben. Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Das Land verstärkte zuletzt die Flugabwehr. Im Rahmen der Maßnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet. Merz warnt vor weiterer Eskalation in Nahost Der Krieg in Nahost stört den weltweiten Waren- und Rohstoff-Verkehr. Der Bundeskanzler sieht ähnlich schlimme Folgen wie durch die Corona-Pandemie. Mehr dazu lesen Sie hier . Libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötet Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte laut Armeeangaben getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet. Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden. In Nordisrael heulten am Nachmittag nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah erneut die Sirenen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf Israel und Stellungen des israelischen Militärs im Südlibanon für sich. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische Militär rücke weiter in Richtung des Litani-Flusses vor. Der Litani verläuft zum Teil nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. An anderen Stellen fließt er etwa 30 Kilometer weit im Landesinneren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf Weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Ein Toter bei Angriff auf Entsalzungsanlage in Kuwait Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait sind offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt worden. Das Opfer sei indischer Staatsbürger, hieß es in einer Mitteilung des zuständigen kuwaitischen Ministeriums. Auf der Anlage befinde sich zudem ein Kraftwerk. Kuwait, Saudi-Arabien und Katar verurteilten diesen und weitere Angriffe auf Kuwait als "abscheuliche Attacken" des Iran. Zehn kuwaitische Soldaten seien in einem separaten Angriff auf ein Militärlager verletzt worden, hieß es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf einen Militärsprecher, die Angriffe auf die Entsalzungsanlage seien von Israel durchgeführt worden. Dies sei unter dem Vorwand erfolgt, den Iran zu beschuldigen. Trump droht Iran: Werden gesamtes Öl vernichten US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt. Zugleich schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG", um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, "werden wir unseren netten "Aufenthalt" im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen", schrieb der US-Präsident. Diese Ziele habe man bislang bewusst nicht angegriffen. Dies wäre Vergeltung für getötete US-Soldaten und andere Opfer, die der Iran während der "47-jährigen 'Terrorherrschaft' des alten Regimes abgeschlachtet und getötet" habe. Spanien schließt Luftraum für US-Angriffe auf den Iran Spanien sperrt seinen Luftraum für US-Flugzeuge, die an Angriffen auf den Iran beteiligt sind. "Wir genehmigen weder die Nutzung von Militärstützpunkten noch die Nutzung des Luftraums für Aktionen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran", erklärte Verteidigungsministerin Margarita Robles. Spanien hatte sich bereits zuvor geweigert, gemeinsam mit den USA betriebene Militärbasen zur Verfügung zu stellen. Zuerst hatte die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Militärkreise über die verschärften Maßnahmen berichtet. Die Sperrung des Luftraums zwingt US-Militärmaschinen dazu, das Nato-Mitglied Spanien auf dem Weg in den Nahen Osten zu umfliegen. Notfälle seien davon ausgenommen. Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo sagt dem Radiosender Cadena Ser, Spanien wolle sich nicht an einem völkerrechtswidrig begonnenen Krieg beteiligen. IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen Der iranische Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es. Seit einem Monat führen Israel und die USA Krieg gegen das Land. Trump: Iran-Krieg hat "Regimewechsel" in Teheran erreicht Der Iran-Krieg hat nach der Auffassung von Donald Trump einen "Regimewechsel" in Teheran erreicht. "Wir haben einen Regimewechsel gehabt", sagte Trump am Sonntag vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Seine Regierung habe es bei Gesprächen mit der iranischen Führung "mit anderen Leuten zu tun als mit denen, mit denen jemals zuvor jemand zu tun hatte", sagte Trump. Die Regierung in Teheran sei "eine ganze andere Gruppe von Leuten", sagte der US-Präsident. "Daher würde ich das als Regimewechsel betrachten." Experten betrachten die derzeitige Führung im Iran hingegen als noch radikaler als ihre Vorgänger. Zugleich deutete Trump erneut ein baldiges Abkommen mit Teheran über eine Beendigung des Krieges an. "Ich denke, wir werden ein Abkommen mit ihnen schließen, ich bin mir fast sicher", sagte er. Teheran habe zudem zugestimmt, seine Blockade der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus zu lockern, teilte Trump mit. Die iranische Führung erlaube 20 Öltankern die Durchfahrt durch die Meerenge. "Das beginnt morgen früh, für die nächsten Tage", sagte Trump. Blatt: Trump will iranisches Öl und erwägt Einnahme von Insel Charg US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. "Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen", sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung "Financial Times" (FT). Er fügte demnach hinzu: "Aber einige dumme Leute in den USA sagen: 'Warum tust du das?' Aber das sind dumme Leute." Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. "Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen", wurde Trump von der FT zitiert. "Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten." Israels Armee bestraft Bataillon nach Gewalt gegen Reporter Nach Gewalt israelischer Soldaten gegen Journalisten des US-Fernsehsenders CNN im besetzten Westjordanland hat die Armeeführung ein ganzes Reservebataillon vom Dienst suspendiert. Das Bataillon werde einem Prozess zur Stärkung seiner "fachlichen und ethischen Grundlagen" unterzogen, teilte das Militär in der Nacht mit. Ein CNN-Team hatte die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler und die Errichtung eines illegalen Außenpostens dokumentieren wollen, als sie nach eigenen Angaben von israelischen Soldaten angegriffen und gewaltsam festgesetzt worden waren. CNN filmte den Vorfall. Korrespondent Jeremy Diamond hatte auf X geschrieben, die Soldaten hätten einen Fotografen angegriffen und sein Team festgehalten. Laut dem internationalen Presseverband Foreign Press Association (FPA) hatten sich die Journalisten deutlich ausgewiesen. Die Soldaten aber hätten wiederholt versucht, die Aufnahmen zu verhindern. Einer der israelischen Soldaten habe daraufhin einen CNN-Journalisten in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden geworfen und seine Kamera beschädigt. Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. "Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren", mahnte die Mission der Vereinten Nationen. Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter. Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Netanjahu: Lateinischer Patriarch soll "sofortigen" Zugang erhalten Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem den "vollständigen und sofortigen Zugang" zur Grabeskirche zugesichert. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Zutritt zu gewähren, erklärte Netanjahu am Montagmorgen im Onlinedienst X. Am Sonntag hatte die Polizei in Israel Pizzaballa am Betreten der Grabeskirche gehindert, wo er zum Beginn der Karwoche die traditionelle Palmsonntagsmesse abhalten wollte. Mullahs veröffentlichen neue Botschaft von Chamenei Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen gesagt, Washington führe Verhandlungen mit einer "hohen Person" im Iran, bei der es sich jedoch nicht um den obersten Führer handele. "Wir haben nichts von dem Sohn gehört", sagte Trump mit Blick auf Modschtaba Chamenei, "wir wissen nicht einmal, ob er lebt." Die iranischen Staatsmedien veröffentlichen regelmäßig Aufnahmen des 56-Jährigen, ohne jedoch anzugeben, ob es sich um aktuelle Bilder handelt. Israelische Polizei untersagt Patriarchen Kirchen-Zugang Inmitten des Iran-Kriegs hat die Polizei in Israel den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem am Betreten der Grabeskirche gehindert, wo er zum Beginn der Karwoche die traditionelle Palmsonntagsmesse abhalten wollte. Israels Regierungschef Netanjahu begründete den Schritt mit Sicherheitsbedenken. Kardinal Pierbattista Pizzaballa als Oberhaupt des Patriarchats und einem weiteren Kirchenvertreter sei "zum ersten Mal seit Jahrhunderten" das Betreten der Grabeskirche untersagt worden, erklärte das Lateinische Patriarchat am Sonntag. Dem Patriarchat zufolge waren die beiden Kirchenvertreter privat unterwegs – ohne zeremonielle Prozession – und mussten umkehren. "Die Tatsache, dass dem Kardinal und dem Kustos als ranghöchsten Vertretern der katholischen Kirche an den heiligen Stätten der Zutritt verwehrt wurde, stellt eine offensichtlich unangemessene und völlig unverhältnismäßige Maßnahme dar", hieß es in der Stellungnahme der Patriarchats. Die israelische Polizei verwies darauf, dass alle heiligen Stätten in Jerusalem seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar geschlossen seien. Der Antrag des Patriarchen "konnte deshalb nicht genehmigt werden", hieß es in einer Erklärung. Die Polizei verwies zudem auf die "komplexe Situation" in der Jerusalemer Altstadt, die einen Einsatz von Rettungsfahrzeugen bei einem "Massen-Vorfall" erschweren würde. Netanjahu ordnet Ausweitung von Pufferzone im Libanon an Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Pufferzone im Libanon zum Schutz israelischer Ortschaften angeordnet. Er habe die israelische Armee angewiesen, die bereits bestehende Sicherheitszone in dem nördlichen Nachbarland "weiter auszudehnen", sagte Netanjahu am Sonntag in einer Videobotschaft. Damit solle "die Gefahr einer Invasion" durch die pro-iranische Hisbollah-Miliz "endgültig neutralisiert und der Beschuss der Grenze mit Panzerabwehrraketen verhindert werden". Während eines Besuchs bei Soldaten sagte Netanjahu, die Hisbollah verfüge zwar noch über "Restkapazitäten" zum Abfeuern von Raketen auf Israel. Die Miliz sei aber von den israelischen Streitkräften schwer getroffen worden. "Der Iran ist nicht mehr derselbe Iran, die Hisbollah ist nicht mehr dieselbe Hisbollah und die Hamas ist nicht mehr dieselbe Hamas", sagte er. "Das sind keine terroristischen Armeen mehr, die unsere Existenz bedrohen – es sind besiegte Feinde, die um ihr Überleben kämpfen." Netanjahu bezog sich dabei auf die islamistische Palästinenserorganisation im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte. Sowohl die Hamas als auch die Hisbollah gehören der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" an, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Ältere Nachrichten zum Krieg im Nahen Osten lesen Sie hier .