Zwischen Widerspruch und Existenzangst: Mein persönlicher Kampf mit dem Jobcenter
„Den darf ich nicht annehmen“, sagt die Frau am Schalter, ohne aufzusehen. „Werfen Sie den Widerspruch vorne in den Briefkasten.“ Kurz nach der Öffnung des Jobcenters stehe ich am Schalter. In meiner Hand halte ich das Dokument, das über Miete und Lebensmittel der nächsten Monate entscheiden wird. Es ist der letzte Tag der Frist.
Ich fürchte, dass der Brief verschwinden könnte. Oder dass jemand behaupten wird, er sei nie angekommen. „Gibt es einen Stempel, eine Empfangsbestätigung, irgendeinen Beweis, für meinen Widerspruch?“, frage ich – es geht hier schließlich um meine Existenz. „Nein“, erwidert sie trocken, während ihr Blick am Monitor kleben bleibt.
Das Behördenmantra: Aufstieg ist m&
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