Andrea von Knoop ist 80 … und kein bisschen müde
„Sobranije“ bedeutet im Deutschen schlicht „Sammlung“ oder „Versammlung“ und ist gleichzeitig der Name eines einzigartigen Museums in der Moskauer Soljanka-Straße. Die schnörkellos-moderne, in vornehmlich schwarz gehaltene Innenarchitektur und warme Lichtquellen schaffen eine dezent-beruhigende Atmosphäre: die edle Kulisse auf mehreren Etagen um ein dachhohes Atrium für eine Sammlung unzähliger mobiliarer Raritäten aus Europa und Russland der letzten zwei Jahrhunderte in neuwertigem, hochglanzpoliertem Restaurierungszustand – dicht an dicht reich verzierte, intarsiengeschmückte Schränke, Stand- und Tischuhren, vor allem aber Instrumente und antiquierte Musikautomaten. Was für ein ungewöhnlicher Rahmen für die große „Versammlung“ zum Achtzigsten einer ebenso ungewöhnlichen Frau, die an diesem Donnerstag, dem 5. März 2026, wie so häufig in ihrem langen Leben, zurecht im Mittelpunkt steht und strahlend das ungeteilte Interesse genießt.
Dr. phil. Andrea von Knoop ist eine allseits bekannte Größe – sie ist die „Grande Dame der deutschen Wirtschaftselite in Russland“, hoch angesehen und höchst beliebt von gesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten in West und Ost. Viele von ihnen sind über all die Jahrzehnte längst zu sehr persönlichen Freunden geworden. Und genau die waren in Heerscharen ihrer emotional verfassten Einladung zu ihrem Ehrentag vor zwei Wochen gefolgt. Sie ist die Ehrenpräsidentin der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer in Moskau, Mitte der 1990er-Jahre hervorgegangen aus dem Verband der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation, dessen Delegierte und in Personalunion Vorstandsvorsitzende sie damals gewesen war. Sie gilt als die entscheidende Geburtshelferin der AHK zu Zeiten eines neuen, wiederbelebten Aufbruchs der seit Jahrhunderten gewachsenen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland, bei der sie unvergessene, maßgebliche Zeichen gesetzt hat. Die Kammer hat heute noch immer 750 Mitglieder – und es werden langsam aber sicher wieder mehr.
Andrea von Knoop ist eine imposante, elegante Erscheinung, ein in Geschäftsdingen geschickt-erfahrenes Verhandlungsgegenüber, eine interessante, sympathisch-eloquente Netzwerkerin und im gleichen Atemzug ein besonders lebensfroher, humorvoller Mensch – was Wunder? Denn sie ist im Rheinischen zur Welt gekommen und ist glücklich über ihre ausgeprägte Kölner „DNA“. Nach beidseitig so erfolgreichem und menschlich wertvollem „Brückenbau“ über die Hälfte ihres Lebens ist sie aber genauso glücklich über ihre tiefe Liebe zu den Russen: „In Deutschland bin ich schließlich geboren, aber Russland ist meine Seelenheimat.“
Liebe Andrea von Knoop,
Auch im Namen der „Moskauer Deutschen Zeitung“ (Erst-Gründungsjahr 1870), in der Sie mit Ihren vielseitigen Initiativen und beachtenswerten Aktivitäten so oft viel gelesenes Thema waren. Mit gebotenem Respekt und aufrichtigem Dank für eine solch beispielhafte Lebensleistung: herzlichen Glückwunsch!
Bleiben Sie gesund. Ihre so energiegeladene, motivierende, überzeugende Stimme wird gebraucht – denn es gibt wieder und weiter Brücken zu bauen.
Frank Ebbecke
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