Wo niemand meinen Namen kennt: Wie ich als Israelin in Berlin lebe
Ein riesiger, gleichgültiger Lebensraum, eine Metropole, die alles vor mir gesehen hat und alles sehen wird, was nach mir kommt, das ist gegenwärtig Berlin für mich. Sie kümmert sich nicht um mich, und genau deshalb bin ich verrückt nach dieser Stadt.
Auf dem Ku’damm ist es am einfachsten, am anonymsten. In kleinen, ruhigen Straßen ist es noch angenehmer. Ich kann die Gespräche um mich herum nur undeutlich verstehen, und nur, wenn ich aufmerksam zuhöre. Niemand weiß, dass ich meine Heimat verlassen habe (es gibt Tausende andere Immigranten hier um mich herum, aus anderen Ländern, die wahrscheinlich alle etwas zurückgelassen haben).
Es gibt noch viele andere Sprachschichten, die sich Bahn brechen wollen. Aber noch bleiben Nuancen un
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