Mehr Deutsche kriegsbereit? Bundeswehr meldet Anstieg an Bewerbern
Bekommt die Bundeswehr nach Einführung des "neuen" Wehrdienstes nun den langersehnten Zulauf an Bewerbern? Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin sieht zumindest eine Tendenz in diese Richtung. Wie es dort am Mittwoch hieß, gab es bis Ende Februar einen Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei der Anzahl der Bewerbungen für eine militärische Laufbahn – 16.100 waren es in zwei Monaten.
Die aus Sicht des Ministeriums positive Tendenz zeige sich auch bei den Neueinstellungen: Im Februar gab es mehr als 5.300 Einstellungen und damit 14 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr.
Von dem selbstgesetzten Ziel, den Personalbestand der Bundeswehr auf 260.000 Soldaten aufzustocken, ist man allerdings noch weit entfernt. Die aktive Personalstärke der Bundeswehr beträgt aktuell 186.200 Soldaten, was einem Zuwachs von rund 3.600 im Vergleich zum Februar 2025 entspricht.
Der neue Wehrdienst, der nach dem Willen der Bundesregierung beim Erreichen des Personalziels und der "Kriegstüchtigkeit" helfen soll, sieht vor, dass 18-jährige Männer ab dem Geburtenjahrgang 2008 verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und zur Musterung gehen müssen. Der Wehrdienst an sich bleibt vorerst freiwillig, könnte bei Bedarf aber in einen verpflichtenden umgewandelt werden.
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